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Der 1. FC Nürnberg besiegte Augsburg in der Hinrunde knapp mit 1:0 © getty

Nürnberg-Coach Hecking prophezeit gegen Augsburg einen Kampf "um jeden Meter". Augsburgs Langkamp verspricht ein "Feuerwerk".

Augsburg/Nürnberg - Schon der Blick auf die Tabelle verrät, um was es geht. FC Augsburg gegen 1. FC Nürnberg, das ist eines dieser Spiele, in denen angeblich sechs Punkte vergeben werden.

Das ist, rein mathematisch betrachtet, selbstverständlich grober Unfug, es unterstreicht allenfalls die Bedeutung des Aufeinandertreffens am Sonntagnachmittag (So., ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) .

"Wenn wir auf die Tabelle sehen", sagt der Augsburger Angreifer Torsten Oehrl, "wissen wir genau, wie wichtig dieses Spiel ist."

Die Tabelle: Augsburg hat 17 Punkte und liegt auf einem Abstiegsplatz - Nürnberg hat 21 Punkte und liegt knapp vor einem Abstiegsplatz. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Es geht also um viel im Kampf gegen den Abstieg, die drei Punkte gehören zur Kategorie "besonders wertvoll".

Nürnberg "in greifbarer Nähe"

"Wir brauchen die drei Punkte, um den Anschluss zu bekommen", sagt der Augsburger Trainer Jos Luhukay, und diesmal täten die drei Punkte eben ganz besonders gut: "Wir treffen wieder mal auf eine Mannschaft, die in greifbarer Nähe ist."

Der erste Sieg in der Rückrunde soll her, und "im Prinzip", betont Luhukay, "ist alles darauf gerichtet, dass wir das Spiel gewinnen müssen." 517643(DIASHOW: Der 21. Spieltag)

Club um Gelassenheit bemüht

In Nürnberg sind sie um Gelassenheit bemüht.

"Es ist eines von noch 14 Spielen", erklärt Sportdirektor Martin Bader, "es ist grundsätzlich wichtig zu punkten, egal in welchem Spiel."

Doch der besonderen Bedeutung dieses ersten von noch 14 Spielen ist auch er sich bewusst: "Sie werden alles hineinwerfen und versuchen, uns richtig mit reinzuziehen", ahnt Bader.

Hecking: Augsburg unter Druck

Augsburg, das betont auch der Nürnberger Trainer Dieter Hecking, "kann mit einem Remis nicht leben, die müssen unbedingt gewinnen."

Aber auch seine Mannschaft wisse "um die Wichtigkeit dieses Spiels", das ergebe sich schon "aus der Tabellensituation".

Und aus der Tabellensituation schließt Hecking auch: "Das wird kein Leckerbissen werden", sondern ein Kampf "um jeden Meter".

"Feuerwerk" trotz Tor-Geiz?

Der Augsburger Sebastian Langkamp hat dagegen tatsächlich ein "Feuerwerk" versprochen, was sehr mutig ist, schließlich weist die Tabelle auch aus, dass Augsburg in 20 Spielen erst 19 Tore erzielt hat.

Mehr sind auch Nürnberg nicht gelungen. "Wir wollen viele Torchancen und Tore", sagt Luhukay, Hecking fordert von seiner Mannschaft "eine Steigerung im Spiel nach vorne".

Der FCA hat in den vergangenen beiden Spielen immerhin vier Tore erzielt, gegen Kaiserslautern sowie in Hoffenheim dann aber jeweils nur 2:2 gespielt.

Der Club dagegen verlor in Hannover 96 (0:1) und gegen Dortmund (0:2). "Das kann ein Vorteil sein für uns", behauptet Luhukay, zumal: "Das Stadion ist ausverkauft, und wir werden die maximale Unterstützung bekommen."

Seit 35 Jahren nicht verloren

Gäben sie beim 1. FC Nürnberg etwas auf Statistik, sie könnten beruhigt sein.

Seit mehr als 35 Jahren haben die Franken nicht mehr gegen die Schwaben verloren.

Allerdings waren die Aufeinandertreffen auch nicht gerade zahlreich. In der Relegation 2010 jedenfalls vermied der Club mit zwei Siegen den Abstieg, gewann auch das Hinspiel nach dem Aufstieg der Augsburger im August 2011.

HSV will Trend fortsetzen

Im zweiten Sonntagsspiel will der Hamburger SV gegen den 1. FC Köln (So., ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) den Aufwärtstrend fortsetzen.

"Wir haben zwei gute Spiele abgeliefert und wollen daran in Köln anknüpfen", erklärte Trainer Thorsten Fink.

Der Schlüssel zum Sieg seien "Konzentration und Leidenschaft".

Hamburgs Trainer befürchtet, dass Köln auch als Heimteam den Beton anrührt.

"Die Kölner stehen auch zuhause sehr kompakt und agieren mit zwei Viererketten. Wir werden mehr Ballbesitz haben, der FC lauert eher auf Fehler des Gegners und spielt schnell in die Spitze."

Kein Podolski - kein Problem

Finks Gegenüber Stale Solbakken muss weiter ohne Lukas Podolski auskommen, doch dessen Ausfall bereitet Kölns Trainer keine Kopfschmerzen.

"Wir können auch ohne Lukas Tore schießen, dass haben wir am vergangenen Spieltag gegen Kaiserslautern schon gezeigt", ist der Norweger überzeugt.

Der Coach setzt auf den seit Rückrundenstart wiedergenesenen Milivoje Novakovic.

"Milivoje wird von Woche zu Woche besser", sagte Solbakken.

"Mit weiterer Spielpraxis wird er bald zu alter Stärke zurück finden. Wir machen Nova aber keinen Druck. Wichtig ist mir, dass er taktisch gut spielt und für die Mannschaft arbeitet. Das hat er in den vergangenen Spielern zeigen können."

SPORT1 hat die voraussichtlichen Aufstellungen des 21. Spieltags zum Durchklicken:

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