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Kuntz , Europameister 1996, erzielte in 170 Spielen für die "Roten Teufel" 75 Tore © getty

Lauterns Vorstandsvorsitzender Kuntz spricht im Kia Doppelpass über Situation des FCK und die Tücken des Transfermarkts.

München - Im Kia Doppelpass auf SPORT1 äußerte sich Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, zur Situation bei den "Roten Teufeln", den Tücken des Transfermarkts und der Trainerentlassung von Michael Skibbe bei Hertha BSC Berlin.

Der Schnellschuss von Herthas Sportdirektor Michael Preetz, Skibbe zu entlassen, kam beim "Oberteufel" in Kaiserslautern gar nicht gut an.

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Stefan Kuntz im Kia Doppelpass über...

die Entlassung von Michael Skibbe in Berlin:

"Zu viele Trainerwechsel sind nicht gut für die Seriosität des Fußballs. Bei manchen Entlassungen in der Vergangenheit hätte ich nicht so gehandelt. Ich frage mich: Warum ist Skibbe Schuld, wenn Interna rauskommen (Kabinenstreit mit Christian Lell, Anm. d. Red.)? Man muss doch auch mal Spieler kritisieren dürfen. Wenn nicht in der Kabine, wo denn dann bitte!"

die aktuelle Lage beim 1. FC Kaiserslautern:

"Unser aktuelles Problem ist, dass uns der letzte Funken Leidenschaft fehlt, der uns eigentlich auszeichnet. Die Fans wollen Herzblut, Kampf und Emotionen sehen. Im Moment sind die Emotionen aber zu pessimistisch. Die Mannschaft muss das Publikum wieder hinter sich bringen. Das ist das einzige, was die Mannschaft bis Samstag hinbekommen muss."

Trainer Marco Kurz:

"Marco (Kurz , Anm. d. Red) macht eine ausgezeichnete Arbeit. Die Mannschaft ist jetzt gefordert und nicht der Trainer. Die Frage nach einer Entlassung stellt sich überhaupt nicht. Er ist absolut der richtige Mann. Wir haben uns damals für ihn entschieden, weil er die Vereinsphilosophie verstanden hat. In Kaiserslautern kommt es auf Zusammenhalt an und das verkörpert Marco. Er hat sich nie darüber beschwert, dass wir aufgrund von finanziellen Engpässen viele Leistungsträger (Lakic, Ilicevic, Moravek, Anm. d. Red) abgeben mussten. Das zeichnet ihn aus."

den Problemfall Arjen Robben:

"Mir stellt sich die Frage: Warum kann ein überragender Spieler in einer überragenden Mannschaft nicht auch mal draußen bleiben? Es war doch eine Super-Vorstellung von Robben nach seiner Einwechslung. Wir wissen doch gar nicht, ob er unzufrieden mit seiner Situation ist."

die Tücken des Transfermarkts:

"Wenn du Geld für einen Volkswagen in der Tasche hast, dann gehst du eben nicht zum Mercedes- oder Porsche-Händler. Jakub Swierczok mussten wir vom Markt nehmen, bevor er für uns unbezahlbar wurde. Wenn beim VfL Wolfsburg von Schnäppchen gesprochen wird und eine Ablöse von 3,5 Millionen Euro im Raum steht, dann können wir da nicht mithalten. Wir suchen Spieler, die ein Drittel davon kosten, besser noch etwas weniger."

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