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Daniel Caligiuri erzielte in Wolfsburg sein erstes Tor im Trikot des SC Freiburg © imago

Vor der Partie gegen den FCB spricht Daniel Caligiuri bei SPORT1 über die Freiburger Chancen. Cisse trauert er nicht hinterher.

Von Mathias Frohnapfel

München - 51 Spiele musste er darauf warten - am vergangenen Spieltag ist der Knoten endlich geplatzt.

Beim 2:3 gegen den VfL Wolfsburg gelang Daniel Caligiuri endlich sein erstes Bundesligator als Profi des SC Freiburg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Zumindest in dieser Rubrik konnte der 24-Jährige durch seinen Premieren-Treffer mit seinem drei Jahre älteren Bruder Marco gleichziehen. Der Mittelfeldspieler des FSV Mainz 05 traf alleine in dieser Spielzeit bereits zweimal.

Doch Daniel Caligiuri erstes Ziel sind sowieso nicht eigene Tore, sondern der Klassenerhalt mit dem Sportclub.

Dafür will der Mittelfeldspieler des Tabellen-18. nun auch im Spiel gegen den FC Bayern (Sa., ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) mit Feuereifer arbeiten.

Im SPORT1-Interview spricht Caligiuri über anfängliche Konzentrationsschwächen im Freiburger Spiel, den Abstiegskampf und mögliche Mittel gegen den FC Bayern.

SPORT1: Herr Caligiuri, gegen Wolfsburg haben Sie Ihr erstes Bundesliga-Tor erzielt. Folgt gegen den FC Bayern am Samstag das nächste?

Daniel Caligiuri: Es wäre schön, wenn gegen Bayern das nächste fallen würde (lacht). Aber jetzt geht es erst mal darum, dass wir als Team gegen die Bayern ein gutes Spiel abliefern, nicht, ob ich wieder treffe.

SPORT1: Und wie hat Ihr Bruder Marco reagiert, der ja für Mainz 05 spielt?

Caligiuri: Er hat sich riesig gefreut und natürlich gratuliert.

SPORT1: Mainz und Freiburg sind Konkurrenten im Abstiegskampf. Mal ehrlich, belastet das die familiäre Atmosphäre?

Caligiuri: Nicht wirklich, jeder gibt das Beste für seinen Verein, da wird nicht groß über diese Dinge gesprochen. Wir telefonieren regelmäßig, nur Fußball bleibt da im Moment als Thema außen vor.

SPORT1: Freiburg muss als Tabellenletzter gegen Bayern bestehen. Wie soll das gelingen?

Caligiuri: Wir müssen von Anfang an wach sein. Wir haben zuletzt einige Tore in der Anfangsphase bekommen. Wir müssen stabil stehen, denn nach vorne haben wir genug Qualität, um das ein oder andere Tor zu schießen. Und außerdem haben wir schon zu Hause gute Spiele gegen die Bayern gemacht. Wir können auch gegen Bayern punkten.

SPORT1: Ist es ein Vorteil für Sie, dass die Münchner womöglich schon auf die Champions League und die Partie in Basel fokussiert sein werden?

Caligiuri: Die Bayern haben genügend Spieler, die alle über große Qualitäten verfügen, auch in einer Englischen Woche. Deshalb spielen sie auch beim FC Bayern. Da gibt keine A- oder B-Elf. Dass Bastian Schweinsteiger ausfällt, ist aber kein Nachteil für uns.

SPORT1: Wie würden Sie die Stimmung in der Mannschaft beschreiben? In der Rückrunde könnte man von einem leichten Aufwärtstrend sprechen, oder?

Caligiuri: In den letzten Spielen haben wir bewiesen, dass wir als Mannschaft auftreten und Rückstände aufholen können. Die Stimmung im Team ist richtig gut.

SPORT1: Was braucht Freiburg, um im Abstiegskampf das bessere Ende für sich zu haben?

Caligiuri: Das Wichtigste ist: Wir müssen als Mannschaft zusammenhalten und dürfen die Geduld nicht verlieren. Natürlich prasseln viele Dinge auf einmal auf einen ein, wenn man wie wir unten in der Tabelle steht. Aber wenn wir unsere Kräfte mobilisieren, haben wir die Qualität, die Liga zu halten.

SPORT1: Was hat aus Ihrer Sicht der neue Trainer Christian Streich bisher bewirkt?

Caligiuri: Man sieht auf dem Platz, dass wir als Mannschaft agieren. Ich kenne den Trainer Christian Streich seit fünf Jahren. Er hält die Mannschaft gut zusammen und die Mannschaft hat großen Respekt vor ihm.

SPORT1: Topstürmer Papiss Demba Cisse ist in der Winterpause zu Newcastle United gewechselt. Wie geht das Team mit diesem Verlust um?

Caligiuri: Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis Cisse gehen würde. Natürlich tut es weh, wenn der Top-Stürmer den Verein verlässt. Aber wir haben einige Stürmer, die große Qualitäten haben und Chancen verwerten können.

SPORT1: Der Sportclub steht in der Bundesliga am Abgrund. Wirkt sich das auch auf das Verhältnis zwischen Team und Fans aus?

Caligiuri: Aus meiner Sicht steht das Publikum hinter uns. Wenn wir aggressiv spielen, oder defensiv die Zweikämpfe gewinnen und dann schnell nach vorne umschalten, dann ist das Publikum voll da. Das freut uns natürlich und gibt uns Aufwind. Die Fans hier haben ein feiner Gespür.

SPORT1: Und wie groß ist Ihre Hoffnung auf den Klassenerhalt?

Caligiuri: Ich rechne noch nicht damit, dass wir absteigen. Schließlich haben wir noch genügend Spiele vor uns. Wenn wir es in den kommenden Spielen auch mal schaffen in Führung zu gehen, haben wir sicherlich die Chance, dann auch den Sieg mitzunehmen.

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