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Tamas Hajnal (r.) bereitete in dieser Saison fünf Tore für Stuttgart vor © imago

Tamas Hajnal spricht im SPORT1-Interview über die Lage des VfB, die anstehenden Aufgaben und seine persönliche Situation.

Von Olaf Mehlhose

München - Der VfB ist zurück in der Spur.

Mit 5:0 fertigten die Stuttgarter die Berliner Hertha am vergangenen Spieltag ab und schossen sich damit den Frust von der Seele. . (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zuvor waren die Schwaben sieben Spiele ohne Sieg geblieben.

Großen Anteil am Kantersieg gegen Hertha BSC hatte Mittelfeldstratege Tamas Hajnal:

"Für die Köpfe von uns Spielern war es gut, dass wir endlich wieder einen Erfolg erzielt haben", erklärt er bei SPORT1 die psychologische Wirkung des Sieges.

Der Erfolg gibt dem VfB Selbstvertrauen für die richtungsweisende Partie gegen Hannover 96 (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Die Niedersachsen haben momentan als Siebtplatzierte noch fünf Zähler mehr auf ihrem Konto. Gelingt ein Sieg, darf Stuttgart wieder von der Teilnahme an der Europa League träumen.

Im SPORT1-Interview spricht Tamas Hajnal über die Lage des VfB, das bevorstehende Schlüsselspiel und seine persönliche Situation.

SPORT1: Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die Partie gegen Hannover?

Tamas Hajnal: Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Hannover steht sehr kompakt. Sie haben zwar nur wenig Tore geschossen, kassieren aber auch kaum welche. Acht Punkte aus den vier Spielen der Rückrunde sprechen für sich. Wir glauben trotzdem an unsere Chance und werden versuchen ein gutes Ergebnis zu erzielen.

SPORT1: Sie haben die Stärken der Hannoveraner angesprochen. Die Mannschaft gilt zudem als sehr konterstark. Haben Sie sich schon eine Strategie für das Spiel überlegt?

Hajnal: Es wird sehr wichtig sein, dass wir gut gegen den Ball arbeiten. Beim Umschalten sind wir nicht weniger stark als Hannover. Ich hoffe aber, dass wir das besser umsetzen können.

SPORT1: Mit dem 5:0-Erfolg gegen Hertha BSC haben Sie den ersten Erfolg in der Rückrunde gefeiert. Wie viel Selbstvertrauen gibt der Kantersieg?

Hajnal: Für die Köpfe von uns Spielern war es gut, dass wir endlich wieder einen Erfolg erzielt haben. Wichtiger war aber die Art und Weise, in der wir aufgetreten sind, wie wir den Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt und das Spiel bestimmt haben. Wenn wir so auftreten, haben wir auch in Hannover gute Chancen.

SPORT1: Geht der Blick in der Tabelle nun wieder nach oben?

Hajnal: Ich gucke im Moment gar nicht auf die Tabelle. Vor zwei Wochen hieß es, wenn wir in Leverkusen verlieren, rutschen wir in die Nähe eines Abstiegsplatzes, und nach vier Punkten aus den letzten zwei Spielen soll es nun auf einmal wieder nach oben gehen. Wir konzentrieren uns nur auf die Spiele und versuchen jeweils, das Maximum herauszuholen.

SPORT1: In dieser Saison reicht wahrscheinlich der siebte Platz für die Teilnahme an der Europa League. Da ist es doch nicht unrealistisch, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Hajnal: Welche Konstellation am Ende der Saison entsteht, lässt sich jetzt noch nicht voraussagen. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, besteht die Möglichkeit in diese Regionen vorzudringen. Im Moment ist es aber wichtig, auf dem Boden zu bleiben, anstatt uns durch falsche Gedanken von den naheliegenden Zielen ablenken zu lassen.

SPORT1: Mit Hannover treffen sie allerdings auf einen direkten Konkurrenten um den Europa-League-Platz. Das sorgt doch mit Sicherheit für ein bisschen Extra-Motivation?

Hajnal: Natürlich, wir wollen gewinnen. Es ist unser erklärtes Ziel, eine gute Bundesliga-Mannschaft zu sein. Voraussetzung dafür ist ein Sieg in Hannover.

SPORT1: Zu ihrer persönlichen Situation: Nach der schwierigen Zeit bei Borussia Dortmund scheinen sie sich bei Stuttgart nun pudelwohl zu fühlen?

Hajnal: Auch die zwei Jahre in Dortmund waren durchaus erfolgreich. Und ich glaube, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe. Nur das letzte halbe Jahr hat dann nicht mehr so funktioniert. Aber es stimmt schon, ich habe in Stuttgart ein super Umfeld vorgefunden und spüre das Vertrauen. Meine Fähigkeiten kann ich hier sehr gut einbringen.

SPORT1: Was genau liegt Ihnen an der Spielweise von Stuttgart?

Hajnal: Die Mannschaft spielt flexibel, versucht immer zu agieren und den Ball schnell zurückzuerobern. Im Training wird viel Wert auf Passübungen und Spielformen gelegt, die diese Spielweise fördern. Das kommt mir entgegen. Ich mag diese Art Fußball zu spielen sehr gerne.

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