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Der Mainzer Zabavnik (r., gegen Vukcevic) bereitete den Mainzer Ausgleich durch Zidan vor © getty

Hoffenheim geht bei Babbels Heimdebüt durch ein Eigentor von Rekordmann Noveski in Führung. FSV-Torgarant Zidan knipst weiter.

Sinsheim - Angeführt von seinem Torgaranten Mohamed Zidan hat sich "Karnevalsverein" FSV Mainz 05 ausgerechnet in der fünften Jahreszeit beim Heimdebüt des neuen Hoffenheimer Trainers Markus Babbel als Spaßbremse erwiesen.

Die Kraichgauer kamen zum Auftakt des 22. Spieltags der Bundesliga nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den FSV hinaus. Damit wartet 1899 seit sechs Spielen auf einen Erfolg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Gastgeber, die darüber hinaus nur eine der vergangenen zwölf Partien gewinnen konnten, gingen durch ein Eigentor des Mainzer Kapitäns Nikolce Noveski in Führung (9.).

Der Mazedonier stellte mit dem sechsten Eigentor seiner Bundesliga-Karriere den Rekord von Manfred Kaltz ein. 520178(DIASHOW: Der 22. Spieltag)

Drittes Tor im dritten Spiel

Mainz-Rückkehrer Zidan sorgte mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel für den Ausgleich (29.). Durch das Remis bleiben beide Teams im unteren Mittelfeld der Tabelle.

"Wir waren nicht in der Lage, die Torchancen nach dem 1:0 zu nutzen. Die Mannschaft tut sich noch schwer, ist noch nicht frei. Die Spieler machen sich offenbar zu viele Gedanken, daran müssen wir arbeiten, wieder selbstbewusster auftreten. Die zweite Halbzeit hat mit besser gefallen, da waren wir präsenter auf dem Platz", meinte Babbel.

"Eigentor passt zu dieser Saison"

Sein Mainzer Kollege Thomas Tuchel ergänzte: "Das Eigentor passt zu dieser Saison. Das kostet uns wahnsinnig viele Punkte und Nerven. Wir sind auch auswärts schwer zu spielen, das haben wir erneut bewiesen, und das ist positiv. Wir haben nur zu wenig Ertrag für den Aufwand, den wir jedes Spiel betreiben."

Die rund 22.000 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen in den ersten Minuten ein zerfahrenes Spiel. Lediglich der Hoffenheimer Boris Vukcevic sorgte für ein wenig Gefahr vor dem Mainzer Tor (8. ).

Deja-Vu für Noveski

Nur eine Minute später war es mit der Langeweile vorbei, als Noveski einen Querpass von Vukcevic ins eigene Tor lenkte.

Der Innenverteidiger hatte auch bei der 0:4-Pleite der Mainzer im Hinspiel ins falsche Tor getroffen.

Babbel, der bei seinem Debüt auf der Hoffenheimer Trainerbank am vergangenen Samstag ein 1:1 bei Werder Bremen geholt hatte, verzichtete überraschend zunächst auf die Stars Ryan Babel und Sejad Salihovic.

Zidan und Ivanschitz scheitern

Beide saßen nur auf der Ersatzbank. Dennoch besaß Winter-Neuzugang Srdjan Lakic eine weitere gute Möglichkeit für die Gastgeber (16.).

Die Mainzer hatten eine Minute später ihre erste Möglichkeit. Zidan scheiterte aber am Hoffenheimer Torwart Tom Starke. Kurz darauf sorgte der Östereicher Andreas Ivanschitz mit einem abgefälschten Schuss für Gefahr (23.).

In dieser Phase drängten die FSV-Profis, die am freien Sonntag und Rosenmontag Karneval feiern dürfen, auf den Ausgleich. Zidan markierte den verdienten Treffer.

Fehler und Missverständnisse

Nach dem Seitenwechsel ereignete sich zunächst nicht allzu viel. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld.

Der eingwechselte Babel hat die erste gute Chance (59.). Danach prägten wieder Fehler und Missverständnisse das schwache Spiel.

Der Brasilianer Roberto Firmino vergab in der 71. Minute die große Chance zur Hoffenheimer Führung.

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