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Stefan Kießling bringt Leverkusen gegen Augsburg mit 1:0 in Führung © getty

Leverkusen besiegt Augsburg deutlich. Der Ausgleich bringt die Werkself nur kurzzeitig aus dem Konzept. Kießling trifft doppelt.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat den 300. Bundesligaheimsieg im 557. Heimspiel gefeiert.

Der Vizemeister setzte sich gegen Aufsteiger FC Augsburg mit 4:1 (1:0) durch. Stefan Kießling (25./64.) war als Doppeltorschütze der Matchwinner aufseiten der Hausherren.520178(DIASHOW: Der 22. Spieltag)

Der Südkoreaner Ja-Cheol Koo (50.) traf aus 17 Metern zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Gonzalo Castro (60.) sorgte für das 2:1 für Bayer, Andre Schürrle (70.) für den Endstand.

Durch den Dreier beendeten die Rheinländer ihre drei Spiele andauernde Negativserie. Die Schwaben, die lange Zeit die Begegnung offen hielten, blieben hingegen in der sechsten Begegnung in Folge ohne Sieg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Doppelschlag von Kießling

Allerdings konnten die Gastgeber, die erst nach dem Doppelschlag durch Castro und Kießling innerhalb von fünf Minuten aufatmen konnten, vier Tage nach dem 1:3 in der Champions League gegen Titelverteidiger FC Barcelona nur streckenweise überzeugen.

In der 58. Minute hallten sogar "Michael-Ballack"-Sprechchöre durch die BayArena.

Glück hatte Bayer vor allem unmittelbar vor der Halbzeitpause, als zunächst Torhüter Bernd Leno einen Kopfball von Sebastian Langkamp glänzend parierte und im Anschluss Gonzalo Castro einen weiteren Kopfball von Koo auf der Linie klärte.

Dutt zufrieden, Luhukay applaudiert

Robin Dutt war von der Vorstellung seiner Mannschaft dennoch sehr angetan.

"Es liegt eine intensive und interessante Woche hinter uns", meinte der Bayer-Coach: "Meine Mannschaft hat das schon in der ersten Halbzeit hervorragend gemacht. Da war eine Ball- und Spielkontrolle zu sehen, die wir schon lange nicht mehr hatten."

Den Ausgleich zum 1:1 habe die Mannschaft "sehr gut verkraftet und dann auch die nötige Effektivität an den Tag gelegt".

Auch Augsburgs Trainer Jos Luhukay lobte die Vorstellung der Werkself.

"Bayer Leverkusen hat verdient gewonnen", analysierte der Niederländer: "Wir haben nur in der ersten halben Stunde und in der ersten Viertelstunde nach der Halbzeit das Spiel ausgeglichen gestalten können. Uns fehlt im Vergleich zu einer Mannschaft wie Bayer Leverkusen einfach die Qualität."

Bayer gut erholt

Leverkusen war vor 23.368 Zuschauern die Verunsicherung nach den wenig berauschenden Leistungen in der Rückrunde anzusehen.

Trainer Robin Dutt hatte einmal mehr umgebaut und auf Kapitän Simon Rolfes in der Startformation verzichtet. Bayer hatte zwar mehr vom Spiel, konnte allerdings in der Anfangsphase kaum Kapital aus der klaren spielerischen Überlegenheit schlagen.

Die Augsburger versteckten sich nicht, hatten schon in der Anfangsphase durch Hajime Hosogai (2.) eine gute Gelegenheit.

Führung wirkt befreiend

Erst nach dem Führungstor fanden die Hausherren besser ins Spiel, ihre Angriffsaktionen wurden strukturierter.

Mit einigen flüssigen Kombinationen wurde die Abwehr der Augsburger ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht.

Nachdem FCA-Torwart Simon Jentzsch zunächst noch gegen Renato Augusto (24.) geklärt hatte, beförderte Kießling den folgenden Eckball von Castro per Kopf ins Augsburger Tor.

Schwachpunkt Defensive

Die Schwaben hielten mit Kampfkraft die Begegnung lange Zeit offen. Allerdings fehlte Augsburg das Glück im Abschluss.

Vielleicht auch, weil Trainer Jos Luhukay gleich vier verletzte beziehungsweise gesperrte Spieler ersetzen musste. Sein Team offenbarte in der zweiten Hälfte außerdem zuviele Lücken im Defensivverbund.

Die herausragenden Kräfte bei Bayer waren Kießling, Leno und Castro. Bei den Augsburgern gefielen Jentzsch und Hosogai.

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