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Otto Rehagel führte Griechenland 2004 sensationell zum EM-Titel in Portugal © imago

Nach Otto Rehhagels Rückkehr sind die Reaktionen überwiegend positiv. Die Trainerkollegen freuen sich. Ein Ex-Spieler übt Kritik.

München - Seine Rückkehr kommt überraschend.

Mit 73 Jahren kehrt Trainerlegende Otto Rehhagel in die Bundesliga zurück (Bericht) und soll die abstiegsbedrohte Hertha wieder in die Spur bringen.

Zwölf Jahre liegt seine letzte Trainerstation in der Bundesliga zurück. Doch keiner hat ihn vergessen. 520465(DIASHOW: Die Karriere von Otto Rehhagel)

SPORT1 fasst die Reaktionen aus der Fußballwelt zusammen:

Markus Babbel (Trainer 1899 Hoffenheim): "Das ist grandios. Ich habe das große Vergnügen gehabt, unter ihm trainieren zu dürfen. Ich freue mich darauf, ihn bald zu sehen."

Rene Tretschok (Interimstrainer Hertha BSC und zukünftiger Assistent von Rehhagel): "Otto Rehhagel Ist eine Ikone, wir freuen uns auf ihn. Wir brauchen hier jemanden, der die Ruhe und die Erfahrung hat. Es ist eine Riesenehre und große Verantwortung für uns, mit Otto Rehhagel zusammen zu arbeiten."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Otto Rehhagel ist ein außergewöhnlicher Kollege. Ich hatte nie die Gelegenheit, als Trainer gegen ihn anzutreten. Ich freue mich auf seinen Wortwitz und seine Qualität als Trainer. Das wird glaube ich eine gute Geschichte in Berlin."

Thorsten Fink (Trainer Hamburger SV): "Otto Rehhagel hat in der Vergangenheit ja immer wieder bewiesen, dass er ein Top-Trainer ist. Er wirkt für sein Alter sehr jung. Also, ich freue mich."

Thomas Schaaf (Trainer von Werder Bremen und Ex-Spieler von Rehhagel): "Bei Otto Rehhagel bin ich nicht überrascht. Wenn er zusagt und das macht, dann weiß er, was er macht und dann ist er überzeugt, dass es funktioniert. Wir wissen, was er verkörpert. Ich glaube, er ist ein absoluter Fachmann. Ich habe da keine Bedenken."

Dieter Hecking (Trainer 1. FC Nürnberg): "Ich habe Otto Rehhagel beim Champions League-Spiel Bayer Leverkusen gegen FC Barcelona getroffen. Ich glaube, dass es kein schlechter Schachzug von Hertha ist."

[kaltura id="0_eurgkyw5" class="full_size" title="Rehhagel bernimmt die Hertha"]

Andreas Rettig (Geschäftsführer FC Augsburg): "Schön, dass so ein verdienter Mann wieder zurück auf der Fußballbühne ist. Er hat ein sehr schweres erstes Spiel ? bei uns in Augsburg! Wir werden ihn nett begrüßen, aber danach ist es auch gut mit der Gastfreundschaft."

Volker Finke (Geschäftsführer 1. FC Köln): "Ich wünsche ihm viel Glück. Es ist nachvollziehbar, dass jemand mit so viel Erfahrung für eine Übergangsphase Ruhe ausstrahlen wird, damit viel Druck weggenommen werden kann von anderen. Ich glaube nicht, dass Otto auf dem Platz rumspringen soll."

Willi Lemke (Aufsichtsratvorsitzender Werder Bremen): "Bei Otto überrascht mich gar nichts. Es freut mich wahnsinnig für ihn. Ich weiß, dass er ein Fußballbesessener ist und drücke ihm die Daumen dafür, dass er trotz der vielen Umstellungen in diesem Geschäft den Erfolg hat, den er sich wünscht und nicht irgendwann die Kündigung von Hertha bekommt, weil es nicht funktioniert.

Rehhagel ist ein ganz großer Pädagoge. Aber das Geschäft hat sich dramatisch verändert. Und zwar nicht nur das Fußballspiel an sich. Ich meine das ganze Drumherum mit den vielen Menschen, die heute mitreden wollen. Oder nehmen Sie nur die Macht, die die Spielerberater heute teils haben. Das ist etwas, was ihm garantiert nicht gefallen wird. Aber egal, ich finde das ein spannendes Abenteuer."

Klaus Allofs (Geschäftsführer Werder Bremen): "Ich konnte es eigentlich nicht so richtig glauben. Aber Otto Rehhagel hat schon so viele Mannschaften dahin gebracht, wo er sie hinhaben wollte. Deswegen traue ich ihm auch diese Aufgabe zu. Schön, dass er wieder im Fußball-Geschäft ist - wir werden einen Menge Spaß haben."

Rudi Völler (Sportchef Bayer Leverkusen) im KIA Doppelpass bei SPORT1: "Es ist falsch, dass Rehhagel keinen modernen Fußball spielen lassen kann. In Bremen hat er beispielsweise damals sehr offensiven Fußball spielen lassen, weil er das Spielermaterial dazu hatte."

Thomas Strunz (LIGA Total!-Experte): "Ich hatte Otto Rehhagel ein Jahr in München als Trainer (1995/96; Anm. d. Red.). Ich muss leider sagen, dass er der Mannschaft nicht viel mitgeben konnte, weil er keinen klaren Führungsstil hatte. Er hat der Mannschaft sehr viele Dinge selbst überlassen - und das war bei einer Ansammlung von 22 Nationalspielern ein Riesenproblem. In dieser Saison wurde der FC Hollywood geboren. Von daher kann man das sehen, wie man will ?"

Ewald Lienen (LIGA Total!-Experte):"Ich traue es Otto zu, dass die Spieler unter ihm wieder ihre Top-Leistung abrufen!"

Jan Aage Fjörtöft (Ex-Bundesligaprofi via Twitter): "Das größte Comeback seit Elvis 1968."

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