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Otto Rehhagel, Hertha BSC
Otto Rehhagel spielte von 1963 bis 1966 für Hertha BSC in der Bundesliga © imago

Otto Rehhagel wird als neuer Berliner Trainer vorgestellt. "Ich möchte, dass Hertha in der Liga bleibt", sagt "König Otto".

Von Rainer Nachtwey

München/Berlin - Der Ansturm war riesig, die Auslöser der Fotografen klickten ohne Unterlass.

Über 15 Kamera-Teams und 50 Journalisten drängten sich um das Podium auf der Pressekonferenz von Hertha BSC Berlin bei der Vorstellung des neuen Trainers (Bericht) .

Und Otto Rehhagel genoss sichtlich, wieder im Blitzlichtgewitter der Fotografen zu stehen.

"Ich möchte einen Künstler zitieren. Der hat einmal gesagt: 'Der besondere Reiz ist die Spannung. Ein Leben ist zu kurz.' Solange ich lebe, möchte ich Spannung haben", richtete sich Rehhagel mit seinen ersten Worten an die Pressevertreter.

"Natürlich habe ich eine Nacht überlegt und dann gesagt: Okay, du machst das. Es ist ja nur für drei Monate." (520465DIASHOW: Die Karriere von Otto Rehhagel)

SPORT1 fasst Otto Rehhagels Aussagen bei der Pressekonferenz zusammen:

Otto Rehhagel über...

seine Aufgabe:

"Ich möchte, dass Hertha in der Bundesliga bleibt. Das wird eine aufregende Sache hier. Für mich gibt es daher nur eine Aufgabe: Die Mannschaft. Eines müssen wir wissen: Nur die Mannschaft kann sich retten.

Alles andere müssen wir außen vor lassen. In den drei Monaten bis Saisonende ist an nichts anderes mehr zu denken. Wir werden alles tun, um dieses Ziel zu erreichen."

die Ausgangslage:

"Hertha ist Aufsteiger. Als Aufsteiger ist es immer schwer. Die Spieler wollen ja auch ihren Arbeitsplatz erhalten. Dafür haben sie noch zwölf Spiele. Es stehen immer noch drei Mannschaften hinter uns.

Es geht darum, sich nur auf Fußball zu konzentrieren. Ich rede nur noch über Fußball. Klatsch und Tratsch ist etwas Furchtbares, da kommt nichts bei raus."

die aktuelle Situation:

"Die Mannschaft ist in Schwierigkeiten, in großen Schwierigkeiten. Ich kann nur meine unglaubliche Erfahrung einbringen. Ich kann den Jungs nur sagen, was sie machen sollen, außerhalb und innerhalb des Spielfeldes. Ich kann selbst keine Tore schießen."

[kaltura id="0_78rna7aj" class="full_size" title="Rehhagel Attack Attack Go "]

einen möglichen Abstieg:

"Es ist nur ein Spiel. Wir wollen nicht absteigen. Wenn wir es nicht schaffen, dann hat es nicht gereicht. Aber: Die Spieler müssen es schaffen. Wir stehen nur draußen und geben die Tipps."

die anstehende Woche:

"Das Trainerteam hat die Woche geplant. Heute war Auslaufen, am Montag ist wie gewohnt trainingsfrei, da werde ich mich dann intensiv vorbereiten und viele Gespräche führen. Am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag wird trainiert. Und dann fliegen wir nach Augsburg."

das erste Spiel in Augsburg:

"Wenn wir nach Augsburg fahren, müssen wir den Bann brechen und endlich mal wieder gewinnen. Gewinnen wollen wir immer."

die Mannschaft:

"Die meisten kenne ich schon. Die jungen Spieler muss ich noch kennenlernen. Aber ich nenne jetzt keine Namen, hier geht es ums Kollektiv, jeder gehört dazu. Wir werden es nur gemeinsam schaffen.

Alle müssen ihr Ego hinten anstellen. Die Protagonisten, das sind die Spieler, müssen auch Verantwortung übernehmen. Vor allem sind sie in der Pflicht, wenn der Zuschauer kommt. Wir alle und vor allem die Spieler müssen am Samstag über sich hinauswachsen. Wer da nicht mitzieht, soll es gleich sagen."

die Zusammenarbeit mit Rene Tretschok und Ante Covic:

"Ich freue mich auf die jungen Kollegen. Sie können von mir lernen und ich von den Jungs. Gemeinsam heißt das eine Ziel: Klassenerhalt. Kein anderes Thema."

das Spiel gegen Dortmund:

"Gestern haben sie sich gut verkauft. Schade, dass sie die Chancen nicht genutzt haben. Es hat mir leid getan. Ich habe mit den Jungs mitgefiebert. Die drei Punkte hätten wir gut gebrauchen können."

seine Zukunft in der Bundesliga:

"Für mich war das immer selbstverständlich, dass ich noch in die Bundesliga zurückkehren kann. Ich kann auch nächstes Jahr noch in der Bundesliga trainieren."

die Angst, seinen Ruf zu verspielen:

"Meine Reputation kann man mir nicht mehr nehmen. Alles was ich gewonnen habe, kann man mir nicht mehr wegnehmen."

die Modalitäten seines Vertrags:

"Wir haben über nichts gesprochen. Ich habe den Vertrag noch nicht unterschrieben. Ich habe zugesagt. Ein Mann, ein Wort."

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