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Rudi Völler ist mit der Situation bei Bayer Leverkusen nicht zufrieden
Rudi Völler ist seit Januar 2005 Sportlicher Leiter bei Bayer Leverkusen © Getty Images

Leverkusens Sportchef Völler spricht im Kia Doppelpass über Otto Rehhagel, die Pfiffe der eigenen Fans und Michael Ballack.

München - Rudi Völler hat die Verpflichtung Otto Rehhagels durch Hertha BSC Berlin verteidigt.

Im Kia Doppelpass auf SPORT1 äußerte sich der Sportdirektor von Bayer Leverkusen zu den Vorurteilen im Hinblick auf den Trainerstil des 73-Jährigen:

"Es ist falsch, dass Rehhagel keinen modernen Fußball spielen lassen kann. In Bremen hat er zum Beispiel sehr offensiven Fußball spielen lassen, weil er das Spielermaterial dazu hatte", sagte der ehemalige Werder-Stürmer unter "König Otto".

Der 51-Jährige lobte ausdrücklich Rehhagels Umgang mit seinen Spielern: "Eines seiner obersten Prinzipien ist, dass er seine Spieler immer im Schutz nimmt, egal was passiert. Das zeichnet ihn aus."

Zudem äußerte sich Völler über die Pfiffe der eigenen Fans beim gestrigen Spiel gegen den FC Augsburg (Bericht) und die Situation um Reservist Michael Ballack.

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen Völlers aus dem Kia Doppelpass zusammen.

Rudi Völler über...

Otto Rehhagel und Hertha BSC:

"Er hat noch nie einen Spieler an die Wand genagelt. Er ist nicht so, wie er in der Presse oft dargestellt wird. Er nimmt seine Spieler immer in Schutz.

Ich finde es auch ungerecht zu sagen, dass er keinen modernen Fußball lehren kann. In Bremen zum Beispiel hat er sehr, sehr attraktiven Fußball gespielt. Er wird sich jetzt das Spielermaterial in Berlin anschauen und gucken, was geht.

Er wird vor allem aber wieder Ruhe reinbringen. Bei der Hertha herrscht nämlich ein Kopfproblem. Er blickt komplett durch und weiß, was er zu tun hat."

die Ziele von Bayer Leverkusen:

"Trotz allem sind wir mit unserer Mannschaft in der Lage, den sechsten Platz zu verteidigen und wer weiß - vielleicht können wir mit einer kleinen Serie wieder nach oben schauen. Nach einer schwierigen Woche, war das gestern aber wieder richtig gut. Vor allem die zweite Halbzeit war sehr gut.

Trotzdem war es irgendwo auch ein Pflichtsieg. Die junge Mannschaft hat aber Moral bewiesen und sich gegen die Pfiffe der Fans gewehrt."

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die Pfiffe der eigenen Fans:

"Zunächst einmal sind wir ganz klar nicht zufrieden mit unserer Saison - als Mannschaft sind wir bisher unter unseren Möglichkeiten geblieben.

Wir müssen uns wieder das Vertrauen der Fans zurückholen, damit die Unruhe aus dem Verein verschwindet. Wir hatten in der Hinrunde viele nicht so gute Spiele.

Allerdings ist die Erwartungshaltung in Leverkusen auch ziemlich hoch. Wir haben mit Arturo Vidal einen wichtigen Spieler verloren und auch Renato Augusto war lange verletzt - dann hinkst du eben deinen Möglichkeiten hinterher."

Michael Ballack:

"Michael hat es nicht geschafft sich so reinzuspielen, dass er unersetzlich ist.

Es ist halt manchmal im Profigeschäft so, dass du von anderen Spielern überholt wirst. Dadurch ist viel Unruhe im Verein entstanden."

den Tabellenführer Dortmund:

"Ich glaube, dass das große Pfund der Dortmunder die Defensive ist.

Sie stehen einfach sehr kompakt und man hat immer das Gefühl, dass der BVB weniger Chancen zulässt, als alle anderen Mannschaften in der Bundesliga: Und nur wenn du in der Defensive kompakt stehst, kann die Offensive glänzen."

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