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Ivica Olic (l.) spielt derzeit noch beim HSV, Vitali Rodionov bei Bate Borisov © getty

Die Münchner haben einen neuen Stürmer aus Weißrussland im Visier. Ivica Olic erklärt indes, dass er erst im Sommer kommen werde.

Von Mathias Frohnapfel

München - Dass Ivica Olic zum FC Bayern geht, steht fest.

Offenbar ist auch ein Stürmer aus Weißrussland in den Fokus der Münchner Späher geraten.

Vitali Rodionov von Champions-League-Teilnehmer Bate Borisov wurde nach Informationen von Sport1.de bereits vor einigen Wochen von Bayerns Vorstandsberater Paul Breitner vor Ort in Minsk beobachtet.

"Ich habe von meinem Spielerberater erfahren, dass Bayern Interesse hat. Ich möchte gerne in Europa spielen und Bayern wäre das Maximum", sagte der 25-Jährige, der noch von anderen ausländischen Vereinen umworben wird.

Bei der Wahl zu Weißrusslands Fußballer des Jahres landete Rodionov hinter Aleksandr Hleb auf Platz zwei.

Wer stürmt für Bayern?

Ob das Interesse des FCB tatsächlich konkret wird, dürfte - neben der Ablösesumme - wohl auch von der künftigen Situation im Sturm abhängen.

Bisher stehen für die Saison 2009/2010 mit Miroslav Klose, Luca Toni und Olic drei Angreifer fix fest. Hinter Landon Donovan (bis März von Los Angeles Galaxy ausgeliehen) prangt ein Fragezeichen.

Derweil glaubt Olic nicht daran, dass es schon im Winter ein Tauschgeschäft mit Lukas Podolski geben könnte.

Der Hamburger Stürmer sagte: "Ich habe beim FC Bayern einen Vertrag ab dem 1. Juli unterschrieben. Es ist besser, ich komme im Sommer und fange dann von vorne an. Außer der HSV sagt, ich muss gehen."

"Poldi" soll Zeichen setzen

Zuvor hatte schon Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß die Chance auf ein vorzeitiges Tauschgeschäft auf "unter ein Prozent" beziffert.

"Poldi", ist Hoeneß überzeugt, werde bis zum Sommer in München bleiben. Jetzt erwarte er von dem 23-Jährigen "ein Signal".

Der Wunschverein des Nationalspielers ist sein ehemaliger Arbeitgeber, der 1. FC Köln. Die Kölner müssen sich jedoch mächtig anstrengen, um den Transfer zu stemmen. Die Bayern fordern mindestens zehn Millionen Euro als Ablöse.

"Köln sollte Vorsprung nutzen"

Hoeneß erklärte dazu: "Er ist für Köln die Summe X wert, für andere Vereine die Summe Y. Köln muss nicht so viel bezahlen, sollte seinen Vorsprung aber nutzen."

Neben dem HSV sind auch die ausländischen Top-Klubs Juventus Turin, AS rom und Olympique Marseille am Nationalstürmer interessiert.

Derweil gibt es drei weitere Baustellen im Team, die Uli Hoeneß bei der Kaderplanung für die kommende Saison berücksichtigen muss.

Bei Mark van Bommel und Ze Roberto laufen die Verträge zum Sommer aus. Auch wie es mit Leihgabe Massimo Oddo weitergeht, ist unklar.

Jürgen Klinsmann bestätigte, dass die Münchner ihren Kapitän halten wollen. "Mark van Bommel ist ein Leader und er hat sehr gut reagiert, als er auf der Bank saß", sagte der Coach.

Timoschtschuk fordert zu viel

Eine deutliche Aussage kommt von Hoeneß indes zum Thema Anatolij Timoschtschuk. Der Ukrainer im Dienst von Zenit St. Petersburg gilt als Idealbesetzung für die Sechserposition.

Allerdings: "Er hat Forderungen gestellt, die wir nicht erfüllen werden." Nun müsse Timoschtschuk selbst über die FCB-Offerte entscheiden. "Ihm liegt ein Angebot vor."

Insgesamt blicken die Münchner momentan trotz einiger Unwägbarkeiten recht gelassen auf den Transfermarkt. Die Finanzkrise, unter der bereits Klubs in England leiden, spielt ihnen dabei in die Karten.

Das könnte auch Einfluss auf das Werben um Nationalstürmer Mario Gomez haben.

Bayern-Präsident Franz Beckenbauer sagte gegenüber "Sport Bild": "Gomez ist ein Super-Stürmer. Aber 30 Millionen in der heutigen Zeit, das halte ich für übertrieben."

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