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Udo Lattek wurde als Trainer mit den Bayern von 1972 bis 1974 dreimal in Folge Meister © imago

Udo Lattek analysiert die Probleme des FC Bayern und spricht über die Position des Trainers. Von anderen Klubs ist er angetan.

München - Die Niederlage des FC Bayern München beim FC Basel ist auch an Udo Lattek nicht spurlos vorüber gegangen.

"Die Leistung stimmt mich bedenklich", sagt der SPORT1-Ehrenexperte und langjährige Bayern-Trainer im Interview mit "Bundesliga aktuell".

Selbst Trainer Jupp Heynckes ist für Lattek nach den jüngsten Negativerlebnissen nicht mehr unangreifbar.

Der 74-Jährige spricht auch über Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach sowie das Comeback von Otto Rehhagel bei Hertha BSC.

Udo Lattek über ?

das 0:1 der Bayern in Basel:

"Die Leistung stimmt mich bedenklich. Da war zu wenig Biss drin! Man muss sich fragen: Woran liegt das, gibt es Streit oder Missgunst in der Mannschaft? Meine Erfahrung sagt mir, dass irgendetwas da ist, das die Mannschaft daran hindert, so zu spielen, wie sie kann. Die Bayern sind keine geschlossene Einheit. Und das Feuer hat gefehlt, das Spiel zu gewinnen."

Jupp Heynckes:

"Uli Hoeneß hat ihn schon mal entlassen. Nächstenliebe und Freundschaft gibt es im Fußball nicht. Das war bei mir in Barcelona genauso, als ich mit Maradona Theater hatte. Ich bin bei Bayern der einzige Trainer, der freiwillig gegangen ist - und darauf bin ich stolz. Wenn es in der Mannschaft nicht läuft, ist automatisch der Trainer gefragt, und dann muss der Trainer sich stellen."

"Wenn irgendwas nicht funktioniert mit der Mannschaft, muss man einen Bruch machen und sagen: Das war es, es war eine schöne Zeit, jetzt müssen wir wieder was Neues tun. Wenn die Bayern das rechtzeitig erkennen, müssen sie auch rechtzeitig einen Schnitt machen. Aber woher soll man jetzt einen guten Mann holen? Ich stehe nicht mehr zur Verfügung ? und Otto ist schon vergeben?" (lacht)

[kaltura id="0_a51abt4c" class="full_size" title="Udo Lattek im Interview"]

Borussia Dortmund:

"Sie spielen teilweise sehr gut. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen. Wenn sie nicht gut spielen, gewinnen sie so wie Bayern früher. Sie haben die gewisse Sicherheit und die Leichtigkeit, die Bayern jetzt fehlt."

Borussia Mönchengladbach:

"Es ist für mich ein kleines Wunder, wie diese Mannschaft nach oben gekommen ist. Es ist optisch schön anzusehen, es macht richtig Spaß, ihnen zuzugucken. Man sieht, dass sich die Spieler untereinander gut verstehen, da scheinen echte Freundschaften vorhanden zu sein. Ob die Freundschaften bleiben, wird sich immer erst entscheiden, wenn die Verträge verlängert werden."

seinen Meisterschafts-Favoriten:

"Ich sage immer noch Bayern, weil es so, wie es im Moment läuft, nicht weiterlaufen kann." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Otto Rehhagel:

"Er kann nicht viel verlieren. Ich drücke ihm die Daumen und würde mich freuen, wenn er es packt."

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