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Die Mainzer Spieler bejubeln den Führungstreffer von Mohamed Zidan (2.v.l.) © getty

Mainz gewinnt das Rheinland Pfalz-Derby völlig verdient gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der Mainzer Zidan trifft schon wieder.

München - Mit einer Gala-Vorstellung im Rheinland-Pfalz-Derby ist dem FSV Mainz 05 im Kampf um den Klassenerhalt ein Befreiungsschlag gelungen.

Die Rheinhessen setzten sich gegen einen äußerst schwachen 1. FC Kaiserslautern hochverdient mit 4:0 durch und rückten in der Tabelle ins Mittelfeld vor (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Winter-Neuzugang Mohamed Zidan (2.), der seinen vierten Treffer im vierten Einsatz nach seiner Rückkehr erzielen konnte, Adam Szalai (17.), Nicolai Müller (30.) sowie Eric-Maxim Choupo-Moting (74.) waren für die Mainzer erfolgreich 522863(DIASHOW: Der 23. Spieltag).

Die Gäste aus der Pfalz hingegen bleiben nach einer mehr als dürftigen Leistung auch im 13. Spiel in Folge ohne Dreier und stürzten auf einen Abstiegsplatz ab.

Mainz das agressivere Team

Vom Anpfiff an zeigten sich die Rheinhessen vor 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena als das agressivere und entschlossenere Team.

"Heute können wir alle rundum zufrieden sein", sagte Mainz-Manager Christian Heidel, "die Mannschaft hat von der ersten Minute an ein grandioses Spiel abgeliegfert. Klar, ein derbysieg gegen kaiserslautern ist etwas besobnderes und daher sind wir alle sehr glücklich."

Folgerichtig ging die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel früh in Führung, als Zidan einen Querpass von Müller ins Tor befördern konnte.

Der Ägypter ist damit der erste Spieler in der Bundesliga-Geschichte, der nach einer Verpflichtung im Winter jeweils in seinen ersten vier Einsätzen traf. "Ich freue mich riesig, dass es so läuft für mich persönlich. Es ist so schön, dass wir gezeigt haben, dass wir guten Fußball spielen könnne."

FCK kommt nie in die Partie

Die Gäste, die ohne den Dänen Leon Jessen (Infekt), Alexander Bugera (Fußprellung) und Itay Shechter (Zerrung im Oberschenkel) antreten mussten, kamen nie in die Partie und hatten dem Offensivdrang der Mainzer zunächst nichts entgegenzusetzen.

Schon in den ersten zehn Minuten hatten die Gastgeber mehrere Möglichkeiten, die Führung auszubauen.

In der 17. Minute war es dann Szalai, der den Mainzer Dauerdruck belohnte. Für den Ungar war es der erste Treffer nach seinem Kreuzbandriss. Der Mainzer Torhüter Christian Wetklo musste nur bei einem Freistoß der Pfälzer durch Christian Tiffert (20.) eingreifen.

Kurz: "Die Unruhe wird jetzt wahnsinnig sein"

Beim FCK dürfte es nach vier Niederlagen in Folge und 13 sieglosen Spielen erstmal vorbei sein mit der Ruhe.

Das weiß auch Trainer Marco Kurz: "Die Fragen werden jetzt mehr kommen, auch die Unruhe wird jetzt wahnsinnig sein, bis wir endlich mal eine Reaktion zeigen. Wir haben alles vermissen lassen und das ist vom Fan schwer zu akzeptieren. Im Abstiegskampf die Tugenden vermissen zu lassen, ist dann zu wenig."

De Witt apelliert an den Zusammenhalt

Und Lauterns Mittelfeldspieler Pierre De Wit fügte an: "Natürlich sind die Fans jetzt kritisch, das muss auch so sein und das haben wir nicht anders verdient. Aber wir kommen nur alle zusammen da unten raus und werden alles dran setzen, den Fans etwas zurück zu geben."

FCK-Boss Stefan Kuntz will erst gar keine Trainerdiskussion aufkommen lassen: "Ich warne davor, jetzt einzelne herauszunehmen. Das ist der Kader, von dem wir überzeugt sind, dass er den Klassenerhalt schafft. Inklusive Trainerteam."

Sieg in dieser Höhe völlig verdient

Nach einer halben Stunde gelang Müller schließlich der dritte Treffer für die Gastgeber. Nach einer tollen Vorarbeit von Elkin Soto überwand er Kevin Trapp im FCK-Tor. Schon zu diesem Zeitpunkt war die Führung in dieser Höhe absolut verdient.

Eine Minute vor dem Seitenwechsel traf Tiffert dann noch die Latte. In der Pause reagierte FCK-Trainer Marco Kurz auf die Leistung seines Teams im ersten Durchgang und brachte Konstantinos Fortounis und Nicolai Jörgensen für Tiffert und den wirkungslosen Dorge Kouemaha in die Partie.

Trotzdem blieben auch zu Beginn des zweiten Durchgangs die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft und hätten ihre Führung beinahe weiter ausgebaut, als Ariel Borysiuk einen Kopfball von Jan Kirchhoff nach einem Eckball von der Torlinie kratzte.

Mainz spielt beherzt

Trotz der komfortablen Führung spielte Mainz weiter beherzt nach vorne und vergab mehrere Möglichkeiten, sich einen noch deutlicheren Derby-Sieg zu sichern. In der 74. Minute gelang zumindest Choupo-Moting der hochverdiente vierte Treffer. Der FCK enttäuschte hingegen auf ganzer Linie und konnte im zweiten Durchgang nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

Bei den Mainzer rangten die Torschützen Zidan und Szalai sowie Soto heraus. Aufseiten der Gäste erreichte kein Spieler Normalform.

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