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Wolfsburg hat bereits im Hinspiel gegen 1899 Hoffenheim 3:1 verloren © getty

Die Wolfsburger zeigen sich schwach in der Defensive. Firmino bringt Hoffenheim in Führung. Schipplock sorgt für den Sieg.

Wolfsburg - Auch ein Tor des zwischenzeitlich in die zweite Mannschaft verbannten Patrick Helmes hat dem VfL Wolfsburg nicht die nächste Pleite erspart.

Das Team von Trainer Felix Magath verlor 1:2 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim. Ex-Nationalspieler Helmes, der erstmals seit fünf Monaten in der Startelf stand, gelang per Foulelfmeter zwar der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (69.). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Doch Sven Schipplock sicherte den Gästen den ersten Sieg unter ihrem neuen Coach Markus Babbel (84.).

Magath: Verdient verloren

Die Wölfe betrieben eine Woche nach der blamablen 0:4-Pleite bei Magaths Ex-Klub Schalke 04 vor eigenem Publikum keine Wiedergutmachung und wurden zwischenzeitlich von den eigenen Fans verspottet. 522863(DIASHOW: Der 23. Spieltag)

"Das war eine verdiente Niederlage und vielleicht schwächste Spiel in der Saison. Wir hatten eine große Unsicherheit und haben nie zu unserem Spiel gefunden. Deshalb haben wir das Spiel verdient verloren", sagte Wolfsburg-Coach Felix Magath.

Babbel erteilt Lob

Babbel durfte sich dagegen nach zwei Unentschieden über den ersten Erfolg unter seiner Ägide freuen. Firmino hatte die Hoffenheimer bereits in der zweiten Minute in Führung gebracht.

"Wir hatten eine Vielzahl an Möglichkeiten, die wir nicht verwerten konnten. Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Sie war immer gewillt, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Babbel nach dem Spiel und betonte:

"Das war ein verdienter Sieg, den wir aber hätten leichter haben können."

Blitztor von Firmino

Die 250. Bundesligapartie der Wolfsburger begann denkbar schlecht. Nach einer ersten Chance durch den ehemaligen VfL-Akteur Srdjan Lakic verwertete Firmino bereits nach 86 Sekunden einen Abpraller zur Gästeführung.

Torhüter Diego Benaglio hatte einen Schuss von Boris Vukcevic vor die Füße des Brasilianers abwehren können.

Die Gastgeber wirkten durch den frühen Gegentreffer deutlich verunsichert und mussten sich nach einigen missglückten Aktionen bereits früh Pfiffe anhören.

Die Hoffenheimer standen dagegen kompakt und machten den Raum geschickt eng. Immer wieder versuchten sie, schnell zu kontern.

Wolfsburger mit Galgenhumor

Als Firmino in der 18. Minute aus drei Metern völlig frei das 2:0 verstolperte, machten die Wolfsburger Zuschauer ihrem Unmut deutlich Luft. Nach weiteren Fehlpässen flüchteten sich die VfL-Fans in Galgenhumor:

"Europapokal, Europapokal!", "Oh wie ist das schön!" und "Der VfL ist wieder da!", schallte es durch die Arena.

Zur Pause gab es ein lautes Pfeifkonzert. Dabei hatten die Wolfsburger sogar in den ersten 45 Minuten noch Glück, dass die Gäste ihre Kontermöglichkeiten nicht konsequent genug ausspielten.

Mandzukic auf Tribüne

Wer auf ein Geniestreich von Mario Mandzukic wartete, der wurde bereits vor dem Anpfiff enttäuscht. Der beste Torschütze der Wolfsburger saß gegen die Gäste nur auf der Tribüne.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Magath Eigengewächs Sebastian Polter für die Offensive, doch erst einmal änderte sich nichts.

Der VfL versuchte ohne Erfolg ein konstruktives Angriffsspiel aufzuziehen, die Gäste verpassten es, ihrerseits die Entscheidung zu erzielen.

Helmes trifft

In der 63. Minute scheiterte Fabian Johnson am diesmal gut parierenden Benaglio, nur wenig später verzog erneut Firmino.

Erneute lautstarke Unmutsäußerungen musste sich Magath gefallen lassen, der den immerhin kämpferisch starken Ashkan Dejagah vom Platz nahm.

Helmes erzielte per Elfmeter den Ausgleich, nachdem Sebastian Rudy Marcel Schäfer im Strafraum zu Fall gebracht hatte.

Bei Wolfsburg überzeugten lediglich Dejagah und Petr Jiracek durch ihren Einsatzwillen, bei Hoffenheim gefielen vor allem Firmino und Boris Vukcevic.

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