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Alexander Esswein (l.) erzielte das Tor des Tages für clevere Nürnberger © getty

Der 1. FC Nürnberg macht mit dem Sieg in Bremen einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. Werder kann zu Hause nicht mehr gewinnen.

Bremen - Werder Bremen hat im Kampf um die Europa-League-Qualifikation einen herben Rückschlag erlitten 522863(DIASHOW: Der 23. Spieltag) .

Gegen einen kampfstarken und defensiv glänzend organisierten 1. FC Nürnberg kassierten die Hanseaten, vor einer Woche noch verdienter 3:1-Sieger im Nordderby beim Hamburger SV, eine nicht einkakulierte 0:1 (0:0)-Niederlage und konnten sich vom sechsten Tabellenplatz nicht weiter nach vorne schieben.

Die Gäste hingegen verbesserten sich vom 13. auf den zehnten Rang (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Esswein mit dem Tor des Tages

Vor 40.204 Zuschauern erzielte Alexander Esswein in der 65. Minute den Treffer des Tages. Der Mittelfeldspieler entzog sich geschickt gleich zwei Bremer Abwehrspielern und war mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz erfolgreich.

"Nach dem Spiel gegen Köln hat der Trainer zu mir gesagt, dass ich noch mal einen draufsetzen und mich jetzt nicht ausruhen soll", sagte der Torschütze bei LIGAtotal!. "Das habe ich versucht umzusetzen - und das ist mir ganz gut gelungen."

Für die Bremer war es die zweite Heimniederlage, vor eigenem Publikum haben sie in der Rückserie noch kein Spiel gewonnen.

"Total unser Spiel verloren"

"Wir waren in der ersten Halbzweit sehr engagiert. Wir haben sehr gut kombiniert, uns sehr gut bewegt", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Leider haben wir diese Aktionen nicht zu Ende gebracht. Das war der entscheidende Punkt. Nachher haben wir total unser Spiel verloren."

Über weite Strecken der Begegnung dominierten die Platzherren zwar zumeist das Geschehen, bissen sich aber an der gut gestaffelten Defensive der Franken die Zähne aus. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking stand sehr tief, dennoch geriet das Tor der Nürnberger nicht sehr oft in Gefahr.

Trybull mit der besten Chance

Die beste Einschussmöglichkeit hatte vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin der junge Mittelfeldfeldspieler Tom Trybull, der in der siebten Minute aus 18 Metern Entfernung knapp über die Querlatte schoss.

Fünf Minuten später gelang den Gästen eine erste gute offensive Aktion, die Esswein mit einem nicht ungefährlichen Schuss aus spitzem Winkel abschloss. Jens Hegeler verfehlte in der 29. Minute mit einem Flachschuss das Werder-Gehäuse.

Doch die Feldvorteile lagen auch in der Folgezeit bei den Norddeutschen, ihnen fehlte jedoch beim finalen Pass in den meisten Fällen die Präzision.

Wiese rettet gegen Pekhart

Plötzlich hatte dann der FCN die Riesenchance zum 0:1: Tomas Pekhart zwang Torwart Tim Wiese in dessen 250. Bundesligaspiel mit einem Kopfball zu einer spektakulären Parade (38.). Kurz darauf hätte der Peruaner Claudio Pizarro (43.) beinahe für Werder seinen 16. Saisontreffer erzielt.

Mittelfeldspieler Hanno Balitsch holte sich beim Club schon früh die fünfte Gelbe Karte und muss somit am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach pausieren. Zum fünften Mal verwarnt wurde in der Schlussphase auch Werder-Kapitän Clemens Fritz.

Schäfer wehrt Marin-Schuss ab

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Norddeutschen vergeblich, mit überfallartigen Angriffen einen Führungstreffer zu erzwingen. In der 47. Minute wehrte Torwart Raphael Schäfer einen Distanzschuss von Marko Marin zur Ecke ab, 120 Sekunden später traf Pizarro den linken Außenpfosten.

Um noch mehr Druck zu entwickeln, wurde der zweikampfschwache Markus Rosenberg in der 56. Minute durch den zuletzt treffsicheren Österreicher Marko Arnautovic ersetzt. Doch mehr als eine weitere gute Einschussmöglichkeit für Marin (62.) sprang zunächst nicht heraus.

In der Nachspielzeit drückte Werder noch vehement auf den Ausgleich, Adam Hlousek rettete auf der Linie gegen Pizarro. Fast schon mit dem Abpfiff prüfte zudem FCN-Profi Markus Feulner den eigenen Torhüter mit einem Kopfball.

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