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Felix Magath fühlt sich vom DFB ungerecht behandelt und fordert ein neues Urteil © getty

Die Auseinandersetzung zwischen Felix Magath und dem DFB spitzt sich weiter zu. Tarnat steht vor dem Comeback. Die Bundesliga-Splitter:

München - Der Streit zwischen Felix Magath und dem DFB spitzt sich immer weiter zu.

Nun kündigt der DFB-Vizepräsident Rainer Koch härtere Konsequenzen für den Trainer des VfL Wolfsburg an - und verschärft damit den Ton in der Auseinandersetzung.

"Notfalls muss der Kontrollausschuss den Sanktionskatalog auspacken", sagte Koch der "Sportbild".

"Da gibt es noch härtere Möglichkeiten", erklärte er weiter.

"Unter aller Sau"

Bei der Begegnung der "Wölfe" und des VfB Stuttgart hatte Magath Schiedsrichter Helmut Fleischer mit den Worten "unter aller Sau" beschimpft. Er wurde daraufhin auf die Tribüne verbannt und nachträglich zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.

Der 55-jährige weigert sich bis heute, die Strafe zu zahlen. Nachdem das Urteil im Dezember noch einmal bestätigt worden war, legte Magath Berufung ein, weil er sich ungerecht behandelt fühlt.

Entscheidung fällt im Januar

"Felix Magath versucht, eine massive Beleidigung des Schiedsrichters zu bagatellisieren", hatte Koch ihn bereits zuvor in aller Deutlichkeit kritisiert. "Er will Stimmung gegen die Schiedsrichter machen und sich mit den Rechtsorganen des DFB anlegen", wetterte der DFB-Vize weiter.

Im Januar wird nun das DFB-Bundesgericht als letzte Instanz eine Entscheidung fällen.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Tarnat vor Comeback

Michael Tarnat kann zum Rückrundenstart mit einem Comeback in der Bundesliga rechnen. Der Mittelfeldspieler von Hannover 96 hat seine lange Verletzungsmisere beendet und beginnt am Donnerstag wieder mit dem Mannschaftstraining.

Der ehemalige Nationalspieler verpasste wegen eines Muskelbünelrisses bereits das Ende der letzten Saison. In der laufenden Spielzeit riss seine Verletzung im linken Oberschenkel immer wieder auf und verhinderte seine Rückkehr ins Team.

Zuletzt verletzte er sich am Zeh, was einen erneuten Rückschlag bedeutete. Mit seinen 39 Jahren ist Tarnat der älteste aktive Bundesligaprofi.

Gladbach flieht vor Kälte

Die sibirischen Minusgrade haben bei Borussia Mönchengladbach zu einer Änderung des Winterpausen-Programms geführt.

Der Aufsteiger reist bereits am 12. Januar und damit zwei Tage früher als geplant nach Gran Canaria, wo das Erstliga-Schlusslicht im Rahmen eines internationalen Turniers in Maspalomas auf Grasshopper Zürich und Schachtjor Donezk trifft.

"Wir finden es wichtig, zwei zusätzliche Tage in Spanien zu haben - vor allem aufgrund der Witterung. Die Mannschaft kann eine Woche vor der Kälte fliehen, zudem können wir unsere Trainingsplätze schonen", begründete Teammanager Steffen Korell auf der Homepage des Klubs die Planänderung.

"Auf diese Weise gewinnen wir zwei volle Trainingstage unter der Sonne."

Köln trifft auf Littbarski-Team

Der 1. FC Köln trifft im Rahmen seines Trainingslagers im türkischen Belek (11. bis 21. Januar) auf die Mannschaft seines langjährigen Kapitäns Pierre Littbarski, der den FC Vaduz aus Liechtenstein trainiert. Am 20. Januar stehen sich beide Teams gegenüber.

Während des Trainingslagers werden zwei weitere Testspiele absolviert. Im Verlauf eines Turniers treten die Geißböcke gegen den Zweitligisten MSV Duisburg (14. Januar) an. Es folgt das Duell mit dem Sieger des Vergleichs zwischen Genclerbirligi und Denizlispor (17. Januar).

Salary Cap findet Zuspruch

Eine Gehaltsobergrenze für Profis findet in den Führungsetagen deutscher Bundesliga-Klubs immer mehr Befürworter. Präsident Josef Schnusenberg von Schalke 04 und Vorstands-Boss Martin Kind von Hannover 96 unterstützen die Einführung eines von Liga-Präsident Reinhard Rauball in die Diskussion gebrachten Salary Caps.

Beide Vereins-Chef sprachen sich außerdem wie zuvor schon Rauball für eine europaweit einheitliche Regelung in Bezug der Begrenzung von Profi-Gehältern aus. "Es wäre für uns schon deutlich leichter, wenn wir so über eine gewisse Grenze hinaus nicht mehr mit den Spielern verhandeln müssten", sagte Schnusenberg.

Kind will gleichzeitig auch die ausufernden Kosten für die Berater der Profis deckeln: "Wir brauchen eine Lösung, zu der auch ein Cap bei den Beratern gehört."

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