vergrößernverkleinern
Franck Ribery wechselte 2007 von Olympique Marseille nach München © getty

Bayern-Star Franck Ribery spricht nach dem Sieg über Schalke bei SPORT1 über seinen Doppelpack und familiäre Unterstützung.

Aus der Allianz Arena berichten Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

München - Von seiner besten Torausbeute in einer Saison beim FC Bayern ist Franck Ribery nur noch einen Treffer entfernt.

In seiner ersten Münchner Spielzeit 2007/2008 drehte der Franzose nach elf Toren seine Jubelrunden.

Jetzt hat er nach dem Doppelpack beim 2:0-Sieg über Schalke (Bericht) bereits zehn Treffer erzielt und noch elf Spieltage Zeit, um seine Bilanz ausbauen.

Doch eigene Bestmarken jucken den 28-Jährigen im Moment herzlich wenig (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bayern wirft Ballast über Bord

Nach der jüngsten Delle zum Rückrundenstart hofft der FC Bayern sich wieder aufgerappelt zu haben 522863(DIASHOW: Der 23. Spieltag).

Der Erfolg im Verfolgerduell gegen Schalke beförderte nach der ernüchternden 0:1-Pleite in Basel im Champions-League-Achtelfinalhinspiel einigen Ballast über Bord.

Trainer Jupp Heynckes hatte danach extra das Gespräch mit Ribery gesucht, zumal der nicht gegebene Handschlag nach Riberys Auswechslung in Basel sich als ein Riss zwischen Trainer und Superstar interpretieren ließ.

"Ein sehr gutes Verhältnis"

"Wir haben ein sehr gutes Verhältnis! Franck ist ein Wohlfühl-Spieler. Er braucht eine gute Atmosphäre. Er braucht Vertrauen", betonte Heynckes bei LIGA total!

Und Heynckes wies den Franzosen darauf hin, dass er nun mal genauso Aufgaben im Team, sprich Defensivarbeit, erfüllen müsse wie jeder andere.

Mit einem beachtlichen Laufpensum (11,05 Kilometer) und eben auch Wegen in der Defensive setzte Ribery gegen Schalke die Trainervorgaben um.

Im SPORT1-Interview spricht er über den Befreiungsschlag, die Situation in München und das Länderspiel Deutschland gegen Frankreich.

SPORT1: Herr Ribery, Sie haben zwei Tore geschossen, wie zufrieden sind Sie nach dem Sieg über Schalke?

Franck Ribery: Ich bin immer zufrieden, wenn das Team gewinnt. Ich glaube, es war sehr wichtig, zu sehen, wie die Mannschaft reagiert. Nach Basel war die Situation nicht einfach, wir hatten etwas Stress, eine etwas komische Atmosphäre, aber jetzt haben wir gut gespielt.

SPORT1: Der Erfolg gegen den direkten Tabellennachbarn tut gut, oder?

Ribery: Das ist sehr wichtig für das Selbstvertrauen und den Kopf. Nun müssen wir nächstes Wochenende aber auch ein gutes Spiel in Leverkusen machen.

SPORT1: Sind das auch drei Punkte für den Trainer Jupp Heynckes?

Ribery: Natürlich, wir sind immer zusammen, in der Hinrunde war bis Bochum (Pokalachtelfinale vor der Winterpause, Anm. d. Red) alles gut, alle waren glücklich. Wenn es nicht gut läuft, sind alle schlecht drauf. Das ist Fußball, wichtig war es, gut zu reagieren.

SPORT1: Sie haben nach Ihrem Tor zusammen mit Jupp Heynckes gefeiert, dann mit Freunden. Wer hat Sie denn im Stadion unterstützt?

Ribery: Mein Cousin und Freunde aus Frankreich sind gerade da. Sie sind am Freitag hergekommen, 1000 Kilometer gefahren. Das tut mir gut und ich habe ja auch die Tore gemacht. Das ist super.

SPORT1: Folgt jetzt der Großangriff auf Borussia Dortmund, obwohl der BVB immer noch mit vier Punkten Vorsprung die Tabelle anführt?

Ribery: Wir dürfen nicht darüber nachdenken, was Dortmund macht, sondern nur auf unser Spiel schauen und uns konzentrieren. Es sind noch viele Spiele bis Saisonende.

SPORT1: Mit der französischen Nationalelf spielen Sie am Mittwoch gegen Deutschland. Wurde darüber denn auch schon in der Bayern-Kabine gesprochen?

Ribery: Ich habe zu Doc Müller-Wohlfahrt (Bayern-Mannschaftsarzt, Anm. d. Red.) gesagt, ich werde ein Tor schießen und zu ihm zur Bank gehen. Dann ist alles okay (lacht).

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel