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Philipp Lahm (l.) und Franck Ribery gewannen mit dem FC Bayern 2010 das Double © getty

Franz Beckenbauer lobt die Bayern für den Auftritt gegen Schalke. Lahm ist in Leverkusen wohl dabei, Robben zwickt es noch.

Von Florian Pertsch

München - Die Vögel zwitschern, die Temperaturen kratzen an der positiven Zweistelligkeit, und der FC Bayern hat das wichtige Spiel gegen den FC Schalke 04 mit 2:0 gewonnen (Bericht).

Beschwingt von den Frühlingsgefühlen und dem Erfolg des Rekordmeisters frohlockt auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer, nachdem er sich in den letzten Wochen eher besorgt äußerte.

"Sie haben wirklich sehr gut gespielt. Man kann sehr zufrieden sein. Da war Bewegung, da war Spielfreude. Das hat auf jeden Fall sehr viel besser ausgeschaut als in den letzten Wochen", lobte das Stimmungsbarometer "Kaiser" Franz das Münchner Ensemble in der "tz".

Dank Ribery an Dortmund dran

Und in der Tat, die Spielfreude war wieder zu erkennen, vor allem auf dem linken Flügel von Franck Ribery, der den Sieg mit seinen beiden Treffern quasi im Alleingang besorgte und so den Abstand zu Dortmund konstant bei vier Punkten hielt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der quirlige Franzose wirbelte auf dem linken Flügel befreit auf, was wohl auch daran lag, dass sich Ribery und Trainer Jupp Heynckes vor dem Schalke-Spiel im Hotel ordentlich aussprachen.

Ribery fasste das Vieraugengespräch kurz und prägnant zusammen: "Ich habe gesprochen mit dem Trainer. Wir gehören zusammen."

"Kaiser" lobt Ribery

Ein wenig bunter fiel die Bewertung des "Kaisers" in Richtung des Franzosen aus. "Unglaublich, was der kleine Kerl aus seinem Körper rausholt", schwärmte Beckenbauer. 522863(DIASHOW: Der 23. Spieltag)

Die Laune bei Bayern wird also besser, hat aber natürlich noch Luft nach oben. Denn zu der Erleichterung über den Sieg gegen Schalke gesellte sich bereits der Druck vor dem nächsten Auswärtsspiel.

[kaltura id="0_ppbcyty0" class="full_size" title="Hoene glaubt ans Triple"]

In fremden Stadien läuft es für den Dortmund-Verfolger im Kalenderjahr 2012 alles andere als zufriedenstellend. Fünf Spiele absolvierte Bayern, nur ein Sieg, zwei Remis und zwei Niederlagen sprangen bislang heraus.

Badstuber tritt auf die Bremse

Dies kreiert nicht nur Druck durch das Umfeld, auch die Spieler wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Innenverteidiger Holger Badstuber kommunizierte die Zielsetzung nach dem Spiel am Sonntag deutlich: "Wir haben gegen Schalke unsere Pflicht erfüllt. Wir dürfen den Sieg aber nicht überbewerten."

Der Schock der letzten Wochen scheint noch nicht ganz verflogen. Hinzu kommen einige angeschlagene Spieler.

Entwarnung bei Lahm

Kapitän Philipp Lahm musste für das Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich in Bremen absagen.

Trotz der Schleimbeutelentzündung im rechten Knie gibt es laut "Bild" aber Entwarnung. Rechtzeitig zum Spiel bei Bayer Leverkusen am Samstag soll Lahm aber wieder fit sein.

Robben hat "fast täglich Schmerzen"

Nicht nur defensiv hat die rechte Seite der Bayern aber mit gesundheitlichen Zipperlein zu kämpfen. Auch bei Arjen Robben zwickt es wieder.

"Ich habe fast täglich Schmerzen", sagte der 28-Jährige dem niederländischen Fernsehsender "NOS" zu den Folgen seiner Schambeinverletzung.

"Ich schaffe es zwar, bei den Spielen relativ fit zu sein. Und mit Hilfe des Adrenalins klappt das dann ganz ordentlich. Aber ich kann noch immer nicht sagen, dass ich bei 100 Prozent bin", so Robben weiter.

Bleibt für die Bayern nur die Hoffnung, dass der Dribbler gesund vom Länderspiel des Vize-Weltmeisters in England zurückkehrt.

Sehnsucht nach der Serie

Sonst könnte sich die "Überbesetzung" im offensiven Mittelfeld von alleine auflösen. Toni Kroos, gegen Schalke nur auf der Bank, würde gegen seinen ehemaligen Klub aus Leverkusen wieder ins zentrale Mittelfeld hinter Mario Gomez rücken, Thomas Müller dafür auf den rechten Flügel.

Die Sehnsucht nach einem anhaltenden Aufschwung ist groß, egal in welcher Konstellation. "Wir haben uns lange nach so einem Sieg gesehnt, das kann der Startschuss sein für eine positive Serie", erklärte Torhüter Manuel Neuer am Sonntag.

Gegen Leverkusen wird sich zeigen, ob die Frühlingsgefühle beim Rekordmeister von Dauer sind.

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