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Lukas Podolski absolvierte bisher für den FC Bayern 58 Bundesliga-Partien © getty

Die Verhandlungen um Podolskis Rückkehr nach Köln laufen auf Hochtouren. Jetzt kommt heraus: Der FC hat noch einmal nachgelegt.

Von Daniel Rathjen

München - Lukas Podolski ist verschnupft.

Nicht nur, weil sich die Verhandlungen um seine Rückkehr zum 1. FC Köln äußerst zäh gestalten.

Dem 23-Jährigen macht aktuell zusätzlich eine Grippe zu schaffen.

Der Noch-Bayern-Stürmer (Teamseite) dreht weiter in München einsam seine Runden und wird voraussichtlich nicht ins Trainingslager nach Dubai nachreisen.

Er weiß: Parallel läuft der Kölner Kampf um ihn auf Hochtouren. Auch ein Wechsel in der Winterpause ist definitiv nicht ausgeschlossen.

Fest steht bislang: Bayern will für "Poldi" mindestens 10 Millionen Euro (Ping-Pong-Poldi will endlich Klarheit).

Angebot noch einstellig

In dieser Woche besserte Köln sein Angebot von sieben Millionen nach, es ist laut Informationen der "Bild"-Zeitung aber immer noch einstellig.

"Der Spieler will nur nach Köln", stellt Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit der "tz" klar.

Er ergänzt: "Wir wollen einen zweistelligen Millionenbetrag. Aber ich muss sagen, die Kölner haben sich noch einmal bewegt. Das Ganze sieht gut aus. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt."

Zur Vollendung des Transfers fehlt offenbar nur noch ein kleines Stück.

Rummenigge will noch mehr

"Sie müssen noch ein wenig drauflegen. Aber zwischen dem, was sie anbieten und dem, was wir wollen, ist kein allzu großer Unterschied mehr. Das sollten sie auch noch hinbekommen. Sie sind auf einem guten Weg", sagt Rummenigge.

Auch gut für Köln: Der Tausch Podolski/Ivica Olic mit dem Hamburger SV ist offensichtlich vom Tisch.

"Ich habe beim FC Bayern einen Vertrag ab dem 1. Juli unterschrieben. Es ist besser, ich komme im Sommer und fange dann von vorne an. Außer der HSV sagt, ich muss gehen", verrät Olic.

Es scheint nun durchaus möglich, dass Podolski (geschätztes Jahresgehalt von 4 Millionen Euro) in die eigene Tasche greift, um die Differenz auszugleichen und sich freizukaufen.

"Poldi" wie Schuster?

Beispiele aus der Vergangenheit gibt es einige.

Trainer Bernd Schuster hatte seine Freigabe für einen Wechsel zu Real Madrid ebenfalls selbst bezahlt.

Beim FC Getafe war sein Vertrag bis zum Jahr 2008 datiert. Als Entschädigung für den vorzeitigen Ausstieg soll Klubboss Angel Torres 480.000 Euro verlangt haben.

Auch der Argentinier Carlos Tevez hat sich seine Freigabe von West Ham United erkauft.

Umgerechnet rund drei Millionen Euro hatte der Stürmer einst berappt, wodurch er seinen Transfer zu Manchester United möglich machte.

Geheimtreffen in Bad Wiessee

So viel müsste Podolski Lukas Podolski (Spielerporträt) wohl nicht hinblättern. Aber schreitet er jetzt tatsächlich selbst ein?

Es geht schon lange nur noch um die Ablöse. Am 30. Dezember hatte es laut "Bild" in Bad Wiessee ein Geheimtreffen gegeben.

Im "Freihaus Brenner" saßen dort Bayern-Manager Uli Hoeneß, Köln-Kollege Michael Meier und Berater Kon Schramm an einem Tisch.

Ansage von Hoeneß: "Podolski ist für Köln Summe X wert, für andere Vereine die Summe Y. Köln muss nicht so viel bezahlen, sollte seinen Vorsprung aber nutzen."

Zweifel in Köln

An diesem Vorsprung arbeitet Meier Tag und Nacht.

Dass der Transfer dennoch hängt, lässt Zweifel aufkommen. Bei den "Geißböcken" soll es mittlerweile nicht nur Befürworter der Aktion geben.

Der hohe Preis des Deals könnte weitere notwendige Transfers blockieren. Ein echter Spielmacher oder Verstärkungen für die Außenbahnen stünden Köln eventuell besser zu Gesicht?

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