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Seit November arbeitet Markus Babbel als Teamchef in Stuttgart © imago

VfB-Altstar Hansi Müller plädiert dafür, dass der DFB Markus Babbel entgegenkommt und den Zugang zum Trainerschein erleichtert.

Von Mathias Frohnapfel

München/Stuttgart - Bleibt Markus Babbel im Sommer VfB-Teamchef? Kommt Toni Kroos? Geht U23-Coach Rainer Adrion zum DFB? Verlängert Torwart Jens Lehmann seinen Vertrag?

Horst Heldt hat derzeit so viele offene Fragen, dass er kaum die Zeit zum Kofferpacken haben dürfte.

Dabei düsen die Schwaben am Freitag ins Trainingslager nach Portimao (Portugal).

Müller macht sich für Babbel stark

Vor allem die Frage nach dem Trainer in der nächsten Saison bleibt das Haupt-Thema, denn damit stehen und fallen alle weitere Planungen. Bei den Schwaben hofft man daher weiter auf eine Zukunft mit Babbel.

Auch VfB-Idol und Heldt-Vorgänger Hansi Müller plädiert im Gespräch mit Sport1.de dafür, dass der DFB dem Verein etwas entgegenkommt.

Schließlich habe es ja damals auch einen Kurzlehrgang für verdiente Welt- und Europameister gegeben. Und: "Es wäre im Sinne des Fußballs, weil Markus auch einen guten Job macht beim VfB. Markus hat das alle Mal verdient, weil er für den deutschen Fußball einiges getan hat."

Wormuth bringt neue Variante ins Spiel

Unterdessen brachte DFB-Chefausbilder Frank Wormuth die Variante ins Spiel, dass Babbel beim VfB den Job von Adrion übernehmen könne.

"Wenn der Verein so überzeugt von Markus Babbel ist, dann sollte er ihn konsequent aufbauen. Über die 2. Mannschaft könnte er Erfahrungen sammeln, das wäre für alle Beteiligten am sinnvollsten", sagte Wormuth der "Stuttgarter Zeitung".

Eine Verbindung zwischen Markus Babbel und Rainer Adrion herzustellen, lehnt der Hansi Müller dagegen strikt ab.

Inzwischen hat der Ersatzkandidat des DFB, Heiko Herrlich, abgesagt (Herrlich gibt DFB einen Korb).

"Eine Ehre für Adrion"

"Ich finde es schade, dass man die Dinge in Verbindung bringt". Schließlich sei der angebotene Job "eine Ehre für Rainer Adrion Ich würde mir wünschen, dass er es machen kann".

Der VfB verweigert jedoch die Freigabe. Bislang.

Oliver Bierhoff, Manager der Nationalelf, äußerte jetzt vorsichtig Hoffnung, dass in der Angelegenheit "ein kleiner Spalt offen" ist (Extrawurst für Babbel?)

Es könnte also auf einen Kompromiss zwischen DFB und den Stuttgartern hinauslaufen: Babbel erhält Blockunterricht in der fußballfreien Zeit und gewisse Fahrten nach Köln bleiben ihm erspart.

Weitere Gespräche folgen

Bierhoff lehnte die Wünsche des VfB nicht rundweg ab, verwies aber auf "Organisatorisches, Räumlichkeiten, Dozenten, Praktiken", die es zu klären gelte. Und er nannte den Verantwortlichen, DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. Der zeigt sich bisher stur.

Überhaupt seien die beiden Angelegenheit zu trennen.

Das behauptet auch Horst Heldt. Er kündigte indes an: "Es wird weitere Gespräche mit dem DFB geben."

VfB wirbt um Toni Kroos

Immerhin: Hinter einen Teil seiner Aufgabenliste kann Heldt ein Häkchen machen. Timo Gebhardt wurde für zirka drei Millionen Euro von 1860 München verpflichtet.

Weitere Neuverpflichtungen empfindet Hansi Müller nicht als zwingend: "Der VfB hat Qualität, wenn jeder auf seinem Level spielt und die Gruppe stimmt, kannst du unter den ersten fünf, sechs spielen."

Die Stuttgarter bemühen sich trotzdem weiter um Bayern-Hoffnungsträger Toni Kroos.

Wie die "Bild" berichtet, gab es bereits im Dezember vor dem Bundesligaspiel gegen die Münchner ein Treffen. "Wir haben mit Hoeneß gesprochen", sagte Heldt. Allerdings: "Er hat uns zu verstehen gegeben, dass die Bayern Kroos nicht abgegeben werden."

Tauschgeschäft mit Mario Gomez?

Die neueste Option könnte nun in einem Tauschgeschäft mit Nationalstürmer Mario Gomez bestehen. Im Sommer könnten sich die beiden Vereine auf einen solchen Deal einigen, wobei der FC Bayern in sein Angebot für Gomez den Marktwert von Toni Kroos einrechnen würde.

Heldt muss zudem noch eine weitere Personalie klären. Torwart Jens Lehmann will bis zum 31. Januar entscheiden, ob er im Schwabenland bleibt oder nicht. Der frühere Nationalkeeper stände dem Klub in jedem Fall gut zu Gesicht, in Stuttgart gilt er als Führungsfigur vor allem für die jungen Spieler.

"Ein Muss, dass Lehmann weitermacht"

Müllers Meinung dazu ist eindeutig: "Über Lehmanns Torhüter-Qualitäten muss man nicht reden, er ist auch eine Bereicherung im Menschlichen und von der Persönlichkeit her. Vom Sportlichen gesehen und von der Wertigkeit für die Mannschaft wäre es ein absolutes Muss, dass er weitermacht."

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