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Mühelos kann Schalkes Kevin Kuranyi (r.) den Ball zum 2:0 gegen Hannover einschießen © getty

Mit drei guten Standards haben die Königsblauen die Weichen für einen klaren Sieg gestellt. Hannover wirkt völlig überfordert.

Gelsenkirchen - Auch ohne seine Millioneneinkäufe hat Schalke 04 seinem neuen Trainer Fred Rutten einen erfolgreichen Einstand in der Bundesliga beschert. Ohne die verletzten Jefferson Farfan und Orlando Engelaar, die in der Sommerpause für insgesamt über 15 Millionen Euro verpflichtet wurden, besiegten die Königsblauen zum Start Hannover 96 souverän mit 3:0 (2:0).

Der Niederländer Rutten ist bereits der fünfte Schalker Coach in Folge, der mit einem Sieg in die Bundesliga startete.

Zwei Treffer von Kuranyi

Für die nur phasenweise überzeugenden, aber immer überlegenen Gelsenkirchener erzielten Kapitän Marcelo Bordon (2.) und Torjäger Kevin Kuranyi (7./64.) die Tore jeweils nach Standardsituationen. Bordon war mit dem Kopf bereits nach 110 Sekunden und einer Ecke von Ivan Rakitic erfolgreich.

Kuranyi traf nur fünf Minuten später nach einem Eckball von Christian Pander und einer Kopfballvorlage von Bordon. Der Nationalspieler verwertete zudem einen Rakitic-Freistoß im Fünfmeterraum per Kopf zum entscheidenden 3:0.

Wieder Zu-Null-Sieg

Vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena war wie schon beim 1:0 in der Champions-League-Qualifikation gegen Atletico Madrid am vergangenen Mittwoch die Handschrift des neuen Trainers deutlich zu erkennen.

Schalke kontrollierte jederzeit das Spiel, variierte das Tempo, schaltete nach dem Blitzstart zwei Gänge zurück, drehte aber in der entscheidenden Phase noch einmal auf. Für die Königsblauen war es im siebten Bundesliga-Spiel nach der Entlassung von Mirko Slomka bereits der sechste Sieg - jeweils ohne Gegentor.

Frühe Ergebnisverwaltung

Auch ohne Farfan und Engelaar sowie den verletzten Manuel Neuer und Mladen Krstajic und Olympiateilnehmer Rafinha zeigten die Schalker, dass unter Rutten deutlich mehr Spielkultur vorhanden ist. Zwar beschränkten sich die Gastgeber nach der schnellen Führung und einigen weiteren sehenswerten Angriffen lange darauf, das Ergebnis zu verwalten.

Ernsthaft in Gefahr gerieten sie gegen die harmlosen Niedersachsen allerdings nicht. Zudem waren sie jederzeit in der Lage, das Tempo zu erhöhen.

Enttäuschende Gäste

Die Gäste, die zunächst auf ihre Neuzugänge Mikael Forssell und Mario Eggimann verzichteten, enttäuschten auf der ganzen Linie und wurden den eigenen Europapokal-Ansprüchen in keiner Phase gerecht.

Auch Nationalspieler Jan Schlaudraff war in seinem Bundesliga-Debüt für 96 eine Enttäuschung, obwohl er in der 41. Minute eine hervorragende Torchance hatte.

Die zweite Möglichkeit der Gäste gab es in der 87. Minute, als Szabolcs Huszti nur die Querlatte traf.

Nur Huszti überzeugt

Bei Schalke verdienten sich Doppeltorschütze Kuranyi, Abwehrchef Bordon und Mittelfeldstratege Fabian Ernst die besten Noten.

Bei Hannover erreichte einzig Huszti Normalform. Dagegen war die Abwehr vor dem nicht fehlerfreien Nationaltorhüter Robert Enke ein Torso.

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