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Ba (l.) bereitete das erste Tor vor und machte das Zweite selber © getty

Bundesliga-Neuling Hoffenheim überrennt Cottbus und glänzt in allen Bereichen. Die Lausitzer enttäuschen auf der ganzen Linie.

Cottbus - Neuling 1899 Hoffenheim hat bei seinem "Abenteuer Bundesliga" einen Traum-Start hingelegt.

Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick feierte nach einer starken Vorstellung bei Energie Cottbus einen 3:0 (1:0)-Erfolg und liegt gemeinsam mit Schalke 04 zumindest bis Sonntagabend sogar an der Spitze der höchsten deutschen Spielklasse.

Die Tore für den Bundesliga-Aufsteiger erzielten die Stürmer Vedad Ibisevic, dem ein Doppelpack (16. und 76.) gelang, und Demba Ba (54.).

Cottbus seit sieben Jahren ohne Auftakterfolg

Die Lausitzer warten dagegen weiter auf den ersten Auftaktsieg im Oberhaus seit über sieben Jahren (1:0 gegen Hamburg am 28. Juli 2001) und kassierten nach fünf Heimsiegen in Folge am Ende der vergangenen Saison wieder eine Niederlage vor eigenem Publikum.

Der Neuling aus dem 3300-Einwohner-Dorf, der einen Durchmarsch aus der Regionalliga in die Bundesliga hingelegt hatte, zeigte von Beginn an keine Spur von Nervosität und erwischte im ersten Duell beider Teams überhaupt bei strömendem Regen den besseren Start.

Vor 18.370 Zuschauern im Stadion der Freundschaft, das mit der neu errichteten Südtribüne nun geschlossen ist, nutzte Ibisevic nach schöner Kopfball-Ablage von Abgriffskollege Ba gleich die erste Chance der Hoffenheimer.

Hoffenheim technisch überlegen

Der Klub aus dem Kraichgau, der auf die Stürmer Wellington (Muskelfaserriss) und Chinedu Obasi (Olympia-Teilnahme) verzichten musste, spielte auf dem rutschigen Rasen in der Folgezeit seine technischen Vorteile aus und hätte durch Tobias Weis (25.) und Ba (36.) sogar erhöhen können.

Doch Energie-Torwart Gerhard Tremmel war zweimal noch rechtzeitig zur Stelle.

Die Hausherren wirkten ihrerseits lethargisch und fanden kaum ein Mittel gegen die auch defensiv gut stehenden Gäste.

Einem Kopfballtreffer von Dennis Sörensen (41.) verweigerte Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken), der seine erste Bundesliga-Partie leitete, die Anerkennung. Der Däne hatte 1899-Keeper Ramazan Özcan im Fünfmeterraum bedrängt.

Cottbus im Angriff zu ungenau

Nach der Halbzeitpause kam Energie zunächst mit Schwung aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich.

Das Team von Trainer Bojan Prasnikar blieb in seinen Angriffsaktionen aber zu ungenau. Die Rangnick-Elf verlegte sich derweil auf Konter und erhöhte durch eine schöne Einzelleistung von Ba.

Beim Treffer des Senegalesen machte der Cottbuser Innenverteidiger Igor Mitreski allerdings keine gute Figur.

Auf Seiten der Gäste gefiel das Sturmduo Ba/Ibisevic. Als beste Cottbuser Spieler taten sich Torhüter Tremmel sowie der bemühte Bulgare Stanislaw Angelow hervor.

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