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Die Stuttgarter Torschützen Gomez (o.), Marica (l.) und Hitzlsperger © getty

Der VfB hat leichtes Spiel mit Borussia Mönchengladbach. Der Aufsteiger ist vor allem in der Defensive noch zweitklassig.

Mönchengladbach - Angeführt von Bundesliga-Rückkehrer Jens Lehmann hat der VfB Stuttgart einen optimalen Saisonstart erwischt und Aufsteiger Borussia Mönchengladbach eine Lehrstunde erteilt.

Die Schwaben siegten zum Abschluss des ersten Spieltages der Bundesliga 3:1 (3:0) beim fünfmaligen deutschen Meister. Der VfB unterstrich damit die Rolle als Angstgegner der Borussia. Die Gladbacher haben nur eine der letzten 21 Spiele gegen den VfB gewonnen.

Heimerorth patzt

Den Unterschied vor 47.028 Zuschauern im Borussia-Park machte der ehemalige Nationaltorhüter Lehmann. Der 38-Jährige zeigte nach 1458 Tagen Bundesliga-Abstinenz eine starke Leistung und vereitelte mehrere gute Borussen-Chancen.

Sein Gladbacher Gegenüber Christofer Heimeroth sah bei den VfB-Toren von Thomas Hitzlsperger (14.), Ciprian Marica (26.) und Mario Gomez (44.) sehr unglücklich aus. Den Gladbacher Anschlusstreffer erzielte Rob Friend in der 60. Minute.

Gegentor in Unterzahl

Der kanadische Torjäger der Gladbacher hätte seine Mannschaft bereits in der siebten Minute in Führung bringen können, schoss den Ball aber freistehend aus 13 Metern übers Tor.

Stattdessen gingen die Stuttgarter in Führung, als Hitzlsperger aus 25 Metern erfolgreich war. Pech für die Borussia, dass sie in diesem Moment in Unterzahl war. Ersatz-Kapitän Sascha Rösler wurde wegen einer klaffenden Platzwunde unter dem linken Auge nach einem Ellbogencheck von Pavel Pardo außerhalb des Feldes behandelt.

Effektive Stuttgarter

Vier Minuten später zeigte Lehmann erstmals seine immer noch vorhandene Klasse, als er nach einem Solo von Karim Matmour den Schuss des Gladbacher Neuzugangs mit einer Klasse-Reaktion abwehrte. Stuttgart spielte in dieser Phase gnadenlos effektiv und nutzte die Räume, die die Gastgeber zugestanden.

Nach einem Ballverlust von Jean-Sebastian Jaures bediente Jan Simak Marica, der das 0:2 erzielte.

Nachdem Lehmann in der 34. Minute erneut gegen Friend zur Stelle war, erhöhte Gomez kurz vor der Pause nach einem Konter mit einem Schuss durch Heimeroths Beine auf 0:3.

Anschlusstreffer nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gladbacher etwas besser ins Spiel, auch weil Stuttgart drei Tage nach dem UEFA-Cup-Spiel gegen ETO Györ ein wenig zurückschaltete.

Gladbachs Jung-Nationalspieler Marko Marin kam besser in Tritt.

Der Ehrentreffer durch Friend (60.) war der Lohn.

Kreis schließt sich

Für Lehmann schloss sich damit ein Kreis:

Seinen zuvor letzten Gegentreffer in der Bundesliga hatte er am 8. März 2003 noch im Trikot von Borussia Dortmund ebenfalls gegen Gladbach kassiert.

Zwei Nationalspieler vorne

Bester Spieler beim VfB war neben Lehmann Kapitän Hitzlsperger.

Die Gladbacher hatten ihre besten Akteure in Matmour und mit Abstrichen Marin.

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