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"Ich habe mich für Werder entschieden" - Klaus Allofs spricht Klartext © getty

Bremens Sportchef tritt Spekulationen über einen Wechsel nach München erneut entgegen. Sanogo beschwert sich, muss aber bleiben.

München/Belek - Dieser Treueschwur dürfte auch beim letzten Träumer den Gedanken zerplatzen lassen, Klaus Allofs gehe am Saisonende möglicherweise doch als Uli Hoeneß' Manager zum FC Bayern.

Im Trainingslager im türkischen Belek bekannte sich Werder Bremens Sportdirektor noch einmal ausdrücklich zu den Hanseaten und wies Spekulationen über einen möglichen Wechsel zum Rekordmeister zurück.

"Was gemutmaßt wird, kann ich nicht beeinflussen. Ich habe mich für Werder entschieden", sagte Allofs.

Er gab aber zu, dass die Bayern im vergangenen Jahr Interesse an ihm geäußert hätten.

"Genau zu diesem Zeitpunkt habe ich meinen Vertrag bei Werder vorzeitig verlängert. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen."

Auch Born macht weiter

Allofs, nun bis 2012 gebunden, ist nicht der Einzige, der Werders Geschäftsführung erhalten bleibt.

Vorstandschef Jürgen L. Born verlängerte nun seinen Kontrakt um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2010. Das Gleiche gilt für Manfred Müller (Geschäftsführer Marketing und Management).

Der 68 Jahre alte Finanzexperte Jürgen L. Born steht seit 1999 ehrenamtlich an der Spitze der Grün-Weißen, nachdem er das Amt von seinem Vorgänger Franz Böhmert übernommen hatte.

Dennoch: Lemke kündigt Veränderungen an

"Jürgen L. Born und Manfred Müller leisten hervorragende Arbeit und haben so die Möglichkeit, laufende Projekte wie unter anderem den Stadionbau weiter voran zu treiben", erläuterte Willi Lemke die Entscheidung.

Der Aufsichtsrats-Chef wies aber gleichzeitig darauf hin, dass im Sommer kommenden Jahres in der Klubführung Veränderungen erfolgen werden.

"Wie bei einer Mannschaft müssen wir auch in der Geschäftsführung auf die Altersstruktur achten und rechtzeitig entsprechende Vorkehrungen treffen. Die kommenden eineinhalb Jahre stellen einen ausreichenden Zeithorizont dar, um die Nachfolge umsichtig zu regeln", so Lemke.

Sanogo beschwert sich

Für etwas Unruhe sorgt derweil Boubacar Sanogo (Porträt). "Ich spüre hier seit dem Afrika-Cup 2008 kein Vertrauen mehr", erklärte der Ivorer.

Zwar würde er am liebsten in Bremen bleiben, aber er erhalte zu wenig Einsatzzeiten. Daher denke er über einen Wechsel nach:

"Es kann alles passieren. Ich würde auch zu einem kleineren Klub gehen", erklärte der 26-Jährige.

Zuvor hatte Allofs einen Verkauf des Stürmer allerdings zurückgewiesen.

"Da gibt es überhaupt keine Aktivitäten von unserer Seite. Er ist nicht auf dem Markt. Wir sind von seinen Fähigkeiten weiterhin voll überzeugt", sagte der Sportdirektor.

Der 52-Jährige kündigte aber an, dass Werder möglicherweise noch einen Spieler auf Leihbasis abgeben werde. Als potenzieller Kandidat gelten Offensivallrounder Said Husejinovic. (Porträt) oder der verletzte Martin Harnik.

Schwache Vorstellung gegen Bursaspor

Sportlich läuft es ebenfalls noch nicht wie erhofft: Mit einer Niederlage sind die Bremer in ihre Testspielserie im Trainingslager in der Türkei gestartet.

Die Elf von Trainer Thomas Schaaf (Porträt) unterlag Bursaspor mit 0:1 (0:0) und zeigte gegen den Tabellenneunten der türkischen Süper Lig über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.

"Das war kein tolles Spiel, so kritisch muss man es sehen. Da war zu wenig Spielfreude, um Torchancen herauszuspielen", meinte Allofs frustriert.

Und Schaaf stellte ernüchtert fest: "Die Türken waren zwar sichtbar spritziger, weil sie mitten in der Saison stehen, aber wir hätten es dennoch anders machen müssen."

Der Grieche Alexandros Tziolis, zunächst auf Leihbasis von Panathinakos Athen verpflichtet, stand noch nicht im Aufgebot. "Wir wollen ihm erst ein paar Tage zur Eingewöhnung geben", so Schaaf.

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