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Kevin Boateng kommt in dieser Saison nur auf einen Einsatz in der Premier League © getty

Dortmund lotst den schwierigen Ex-Herthaner von den Spurs zurück in die Liga. Die Kaufoption für den 21-Jährigen sichert sich die Borussia gleich mit.

Dortmund - Von der Insel zurück in die Bundesliga:

Borussia Dortmund hat sich nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" den früheren deutschen U21-Nationalspieler Kevin Boateng vom englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur bis zum Saisonende ausgeliehen.

Zudem sicherten sich die Schwarz-Gelben eine Kaufoption. Der 21-Jährige Boateng, der menschlich zuletzt als schwierig galt, war 2007 für 7,9 Millionen Euro von Hertha BSC Berlin zu den Spurs gewechselt und damit als viertteuerster deutscher Spieler ins Ausland gegangen.

Der Mittelfeldspieler konnte sich in London allerdings nicht durchsetzen. In dieser Saison kam er nur auf einen Einsatz in der Premier League, in der Vorsaison hatte er 13-mal gespielt.

Das gleiche Vorgehen bei Lee

Im vergangenen Jahr war bereits der südkoreanische Nationalspieler Young-Pyo Lee auf Leihbasis vom englischen Traditionsklub zum BVB gekommen.

Mittlerweile steht Lee bis 2010 beim Ruhrgebietsklub unter Vertrag.

Mit Boateng könnte es genauso laufen. "Nach dem Weggang von Marc-Andre Kruska mussten wir schnell reagieren", wird BVB-Sportdirektor Michael Zorc zitiert im Trainingslager der Borussen im spanischen Marbela.

Ein geläuterter Rebell?

Für Hertha hatte Boateng 42 Bundesliga-Spiele absolviert. Dann folgte ein unrühmlicher Abschied inklusive handfestem Zwist mit Manager Dieter Hoeneß.

"Mein Weggang aus Berlin war überstürzt. Ich bin geflüchtet, ich war jung und naiv", hatte Boateng unlängst im "kicker" erklärt. "Ich dachte, Hertha sei für mich keine Herausforderung mehr ? und mein Berater hat mich in diese Richtung gedrängt. Ich habe mich angelegt mit Dieter Hoeneß."

Und weiter: "Heute weiß ich, dass mir zwei oder drei weitere Jahre bei Hertha BSC und unter Lucien Favre gutgetan hätten."

Klopp hat ein Auge drauf

In Dortmund bekommt der Mittelfeldspieler ("Ich weiß auch, dass ich nicht Kevin-Prince Superstar bin. Ich habe mich früher zu oft selbst gefeiert.") nun die Chance zu Rehabilitation.

Und mit Jürgen Klopp einen Trainer, der nicht gerade dafür bekannt ist, seinen Spielern allzu viele Eskapaden zuzugestehen.

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