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Seit Sommer 2006 steht Lukas Podolski beim FC Bayern unter Vertrag © getty

Erste Details des möglichen Wechsel von Lukas Podolski werden bekannt. Beim FCB verschärft sich indes der Konkurrenzkampf.

Von Mathias Frohnapfel

München - Rund zehn Millionen Euro wird der 1. FC Köln für Lukas Podolski zahlen, wenn der Deal mit dem FC Bayern wie vorgesehen klappt.

Vor einer Weile erschien diese Summe für die Kölner noch wie eine Zahl aus Utopia.

Mittlerweile können die Rheinländer aber die Rückholaktion des verlorenen Sohns stemmen. Erste Details des Finanzpakets sind jetzt bekannt geworden. ad

7,5 Millionen und zwei Testspiele

Köln wird den Münchnern laut "Bild" einmalig 7,5 Millionen Euro überweisen.

Hinzu sollen zwei Testspiele gegen den Rekordmeister kommen, aus denen man sich insgesamt rund zwei Millionen Euro an Einnahmen erhofft.

Außerdem würde Köln die nächsten Länderspiel-Abstellgebühren, die der Klub für "Poldi" vom DFB erhält, direkt nach München weiterleiten.

Bei einer Abstellgebühr von je 40.000 Euro ergebe das nach 15 Länderspielen 600.000 Euro und die Kölner hätten für ihren Lieblingsspieler insgesamt 10,1 Millionen Euro gezahlt.

Meier: Münchner müsen sich bewegen

Allerdings sagte Kölns Manager Michael Meier dem "Express" auch: "Wir benötigen die Mithilfe der Bayern, wenn wir zu einem Abschluss kommen wollen." Dazu sei es nötig, dass die Münchner sich bewegten.

Unangenehm aufgestoßen war Meier wohl, dass die FCB-Bosse von "Kleinigkeiten" redeten.

"Es ist nicht seriös, wenn man von Kleinigkeiten spricht, damit steigt die Erwartungshaltung. Aber damit kann ich leben."

Wechsel in der Winterpause unwahrscheinlich

Indes wird spekuliert, ob Podolski schon zum Rückrundenstart in Köln anheuern könnte. Ein so schneller Wechsel des Nationalstürmers ist allerdings unwahrscheinlich.

Immer wieder haben die Münchner betont, dass sie den 23-Jährigen für den Dreikampf in Champions League, Bundesliga und Pokal benötigten.

Altintop drängt zurück ins Team

Das Freundschaftsspiel zum Abschluss des Trainingslagers gegen Al Wehda (3:1) zeigte auch, dass sich der Konkurrenzkampf im Bayern-Team noch mal verschärft hat. Vor allem Hamit Altintop drängt in die Stammelf, er wetteifert mit Bastian Schweinsteiger um die Position im rechten Mittelfeld.

Aktuell sieht Altintop (Spielerporträt) seine Rolle so: "Schweinsteiger hat in den letzten Monaten da gespielt, da kann es schon sein, dass ich der Herausforderer bin", sagte er dem "kicker".

Scharfer Konkurrenzkampf

Doch der türkische Nationalspieler will nach seiner Verletzung auf jeden Fall in die erste Elf. "Wenn das Team funktioniert, ist es egal, ob ich vor der Abwehr oder rechts im Mittelfeld spiele. Diese Positionen sind Optionen."

Altintop schaut also auf auch die Positionen von Ze Roberto und Mark van Bommel. Ein solcher Platz könnte auch "Schweini" behagen. Gegenüber dem "kicker" erklärte er, dass er sich "als zentralen Mittelfeldspieler, als Nummer 8" sehe.

Es wäre für Schweinsteiger eine Zwischenstation. Bekannt ist, dass er langfristig beim FCB die prestigeträchtige Rückennummer 10 einfordert. Mit der Position hinter den Spitzen käme zugleich die Chefrolle.

Sein Kollege aus dem Sommermärchen 2006, Lukas Podolski, wird dann schon nicht mehr das Bayern-Dress tragen.

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