Der FC Bayern ist gut ins neue Jahr gestartet:

Die Vorbereitung im warmen Dubai lief ordentlich, außerdem steht die leidige Debatte über Lukas Podolskis Rückkehr nach Köln endlich vor dem Ende.

Stattdessen könnte nun aber eine andere Personalie zum Dauer-Thema 2009 werden: Die ungeklärte Nachfolge von "Ewig-Manager" Uli Hoeneß.

Ende des Jahres endet dessen Vertrag nach mehr als 30 Jahren beim Rekordmeister und bis dahin darf nun über den neuen Manager spekuliert werden.

Sofern Hoeneß die Diskussionen nicht bald selber beendet. Denn wahrscheinlicher ist sein Verbleib im Amt.

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Dafür sprechen gleich mehrere Gründe. Zum einen der überwältigende Wunsch von Jürgen Klinsmann, den Spielern, der restlichen Vereinsführung, Sponsoren, Umfeld und Fans.

Zum anderen die weltweite Finanzkrise. Einerseits sieht sie Hoeneß als gewaltige Herausforderung für sein Lebenswerk, andererseits könnte der FC Bayern durch die Pleite von Top-Klub wie Chelsea oder Valencia am Ende als großer Sieger dastehen.

Schließlich, und das ist ein weiterer Grund, würde Hoeneß am liebsten als Champions-League-Sieger abtreten. Und dieser Triumph ist beim ?Projekt Klinsmann? eher 2010 als 2009 wahrscheinlich.

Ohnehin scheint eine Verlängerung als Manager bis zum 30. Juni 2010 der ideale Kompromiss.

Hoeneß würde so nicht mitten in der Saison abtreten, seinen Wechsel auf den Präsidentensessel aber auch nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben.

Und fast noch wichtiger: Im Sommer 2010 stünden die Nachfolger gleich reihenweise zur Verfügung:

Klaus Allofs und Horst Heldt könnten dann vielleicht die Freigabe in Bremen und Stuttgart erhalten, was in der Winterpause ausgeschlossen ist.

Dieter Hoeneß, den sein Bruder angeblich am liebsten als Nachfolger sähe, wäre nach Vertragsende bei Hertha BSC offen für neue Aufgaben. Gleiches gilt für Oliver Bierhoff nach der WM 2010.

Auch Ottmar Hitzfeld, immerhin schon bei Borussia Dortmund Sportdirektor, und TV-Experte Oliver Kahn hätten nach der Weltmeisterschaft wieder Zeit.

Es spricht also vieles dafür, dass die Diskussion um die Hoeneß-Nachfolge in den nächsten Monaten beendet wird - um dann spätestens in einem Jahr wieder anzufangen.

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