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Mario Gomez erzielte für Stuttgart in dieser Saison bislang sieben Bundesligatore © getty

Der Nationalstürmer rechnet nicht mehr mit einem Wechsel zum FC Bayern im Sommer und will in der Rückrunde mit dem VfB angreifen.

München - Mario Gomez will dem VfB Stuttgart offenbar die Treue halten.

Er gehe davon aus, auch in der nächsten Saison bei den Schwaben zu spielen, sagte der Nationalspieler in einem Interview mit mehreren Zeitungen:

"Ich habe ja schließlich einen Vertrag beim VfB. Alles andere sieht man im Sommer."

Er wisse nicht, was dann passiere. "Ich weiß nur, dass es mir hier sehr gut gefällt und mich der VfB nicht abgeben will."

Der FC Bayern wollte vor der Saison um Gomez verpflichten, hat aber nun nach dem Einkauf des Hamburgers Ivica Olic Abstand genommen.

Festgeschriebene Ablöse von 30 Millionen Euro

Hauptgrund ist die festgeschriebene Ablösesumme von 30 Millionen Euro für den Stürmer, der noch bis 2012 einen Vertrag in Stuttgart hat.

Der Verein bekräftigte ebenfalls, seinen Torjäger halten zu wollen. "Es gibt für den VfB keinen Grund, ihn abzugeben", sagte Sportdirektor Horst Heldt im Trainingslager im portugiesischen Portimao.

Sollte ein Wechsel nicht zustande kommen, sei das kein Problem, erklärte Gomez.

"Ich fühle mich hier sehr wohl. Das ist mir das Wichtigste. Und das würde auch den Ausschlag geben, wenn ich einmal wechseln werde", sagte der 23-Jährige.

"Außerdem habe ich auch mit dem VfB große Ziele. Ich will immer das Maximale erreichen. Ich habe aber nie gesagt, dass ich mich beim VfB nicht mehr entwickeln kann."

Vor zwei Jahren Angebot von Juventus abgelehnt

Trotzdem habe er keine Zweifel an seinen Fähigkeiten, so Gomez. Einen Wechsel zu einem internationalen Top-Klub "hatte ich mir schon vor zwei Jahren zugetraut, als ich ein Angebot von Juventus Turin hatte".

Dass er sich dagegen entschied, sei aber positiv gewesen: "Im Nachhinein war es das Beste, was ich tun konnte. Ich habe mich hier weiterentwickelt, auch als Mensch."

Nun will er mit den Stuttgartern nach der schwachen Hinserie angreifen.

"Wir blasen in der Rückrunde zur Aufholjagd. Mit dem zehnten Platz ist keiner bei uns zufrieden", sagte Gomez, der selber mit 16 Pflichtspiel-Toren überzeugte.

"Keiner ist besser als wir"

"Wir müssen uns vor keiner Mannschaft in der Bundesliga verstecken. Keiner ist besser als wir. Alles ist möglich - wir können alle 17 Spiele in der Rückrunde gewinnen. Mit dieser Mentalität gehen wir an die kommenden Aufgaben ran."

Erstes Großes Ziel sei es, Pokalverteidiger FC Bayern im Achtelfinale am 27. Januar in Stuttgart zu schlagen. "Ich weiß, dass die Bayern mit keinem guten Gefühl nach Stuttgart fahren. Und von uns glaubt jeder daran weiterzukommen."

Zudem lobte Gomez wie zuvor schon Jens Lehmann und andere Teamkollegen die Arbeit von Teamchef Markus Babbel. "Er ist heiß und will den Erfolg. Er macht das wirklich sehr gut - und dazu muss man auch nicht schon zehn Jahre Trainer sein. Er hat eine natürliche Autorität und Ausstrahlung."

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