

Niederlage gegen Nürnberg: FCK so gut wie abgestiegen
Kaiserslautern - Der dritte Abstieg des viermaligen deutschen Meisters 1. FC Kaiserslautern aus der Bundesliga ist so gut wie besiegelt.
Das abgeschlagene Schlusslicht unterlag am 31. Spieltag 0:2 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg und hat nach der 21. Partie in Serie ohne Sieg nur noch eine minimale theoretische Chance auf den Klassenerhalt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).
Zuvor war der FCK 1996 und 2006 abgestiegen. Sollte der 1. FC Köln am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach punkten, wäre der erneute Absturz perfekt.
Daniel Didavi (42.) und Tomas Pekhart (73.) trafen gegen das Team von Trainer Krassimir Balakov, der im fünften Spiel als FCK-Coach die fünfte Niederlage kassierte.
Für die Nürnberger war es der vierte Sieg auf dem Betzenberg in Folge.
Chandler trifft den Pfosten
Vor rund 42.542 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion verbuchten die Gäste, bei denen Christian Eigler, Alexander Esswein und der frühere Lauterer Adam Hlousek fehlten, bereits nach vier Minuten die erste gute Chance (DIASHOW: Der 31. Spieltag).
Der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Jungstar Didavi, den die Franken fest verpflichten wollen, konnte die Möglichkeit aus spitzem Winkel aber nicht nutzen.
Nur fünf Minuten später traf Timothy Chandler den Pfosten des FCK-Tores.
Starke Anfangsphase der Nürnberger
Die Gastgeber, die ohne den gesperrten Florian Dick, Nicolai Jörgensen, Dorge Kouemaha, Itay Shechter und Jan Simunek auskommen mussten, waren in der Anfangsphase klar unterlegen.
In der Offensive brachten die Pfälzer so gut wie nichts zustande, in der Defensive hatten die Lauterer immer wieder große Probleme.
Nach einer Viertelstunde wäre eine Führung der Franken bereits verdient gewesen.
Lautern steigert sich vor der Pause
Erst in der 18. Minute verbreitete der FCK erstmals Torgefahr. Der Abschluss von Richard Sukuta-Pasu war allerdings ganz schwach.
Vier Minuten später vergab der Lauterer Innenverteidiger Mathias Abel eine gute Möglichkeit per Kopf. In dieser Phase waren die Gastgeber gut in der Partie.
In der 30. Minute hatten die Pfälzer aber Glück: Sukuta-Pasu bekam den Ball im eigenen Strafraum an den Arm, ein Strafstoß wäre vertretbar gewesen.
Sehenswerter Treffer von Didavi
Bis zur Pause entwickelte sich ein offenes Spiel mit guten Szenen auf beiden Seiten.
Kostas Fortounis vergab per Kopf eine gute Chance der Gastgeber (38.). Die Dominanz zum Ende des ersten Durchgangs brachte den Pfälzern allerdings nichts: Didavi brachte den Club mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung.
Es war das siebte Saisontor des 22-Jährigen.
Pekhart sorgt für die Entscheidung
Kurz nach dem Seitenwechsel hätte der eingewechselte Grieche Thanos Petsos, der für den gelb-rot-gefährdeten FCK-Kapitän Christian Tiffert ins Spiel gekommen war, mit einem Fast-Eigentor beinahe für die Vorentscheidung gesorgt. Torwart Tobias Sippel rettete in höchster Not (48.).
Im Anschluss verflachte die Partie.
Den Gastgebern fehlte bei allem Engagement wieder einmal die notwendige Klasse, die Nürnberger verwalteten den Vorsprung.
In der 65. Minute vergab der kurz zuvor eingewechselte Sandro Wagner die große Chance zum Ausgleich.
Pekhart machte es auf der Gegenseite besser.
Beste Spieler aufseiten der Lauterer waren Fortounis und Oliver Kirch. Bei den Franken konnten Didavi und Robert Mak überzeugen.


