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Nach der WM 2006 wechselte Lukas Podolski vom 1. FC Köln zu Bayern München © imago

In Kürze könnte die Rückkehr von Lukas Podolski von Bayern nach Köln fix sein. Michael Meier weilt in München zu Verhandlungen.

Von Daniel Rathjen

München - Die Zielgerade ist erreicht.

Am Mittwoch verließ FC-Manager Michael Meier kurzfristig das Trainingslager des 1. FC Köln im türkischen Belek. Sein Ziel: München.

Im Hotel "Vier Jahreszeiten" verhandelte Meier mit Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Manager Uli Hoeneß und Geschäftsführer Karl Hopfner. Das Ziel: Der beim deutschen Rekordmeister gescheiterte Lukas Podolski (Spielerporträt) sollte zurück in die Heimat transferiert werden.

Schon am Morgen war durchgesickert, dass der Deal perfekt sei, es nur noch letzter Details bedürfe.

Bestätigen wollte es Rummenigge auf Nachfrage von Sport1.de noch nicht, dementieren aber auch nicht.

"Gute Atmosphäre"

Perfekt ist der Deal noch immer nicht. Die Gespräche wurden vertagt. Uli Hoeneß sprach aber immerhin von einer "guten Atmosphäre".

Und er verriet der "Bild": "Die Tendenz geht klar zu Köln."

Die Entscheidung fällt nun definitiv nächste Woche.

Meier versuchte derweil, Ruhe in die Angelegenheit zu bringen. "Es ist keine Eile geboten", sagte er der "Welt".

"Für Lukas das Beste"

"Wichtig für alle Beteiligten wird sein, das Thema bis zum Ende des Monats zu Ende zu bringen. Denn wir wollen uns, genauso wie die Bayern, auf die Rückrunde konzentrieren. Und auch für Lukas ist es das Beste, denn er möchte Klarheit haben", bemerkte er noch.

Spätestens nächste Woche wird der Transfer bekanntgegeben. Offen bleibt die Frage, ob "Poldi" sofort nach Köln wechselt.

Fest steht, dass der FC mit dem Paket "Podolski" an seine finanziellen Grenzen geht. Rund 20 Millionen Euro soll es mit Ablöse und Gehalt kosten.

Selbstbewusste Kölner

Für Meier kein Problem: "Wenn wir uns nicht sicher wären, dass wir in der Lage sind, so einen Transfer zu stemmen, hätten wir die Gespräche über einen Wechsel doch nicht begonnen", sagt er.

Zudem hatte Podolski den zahlreichen anderen Interessenten (u.a. Hamburger SV, Dortmund, AS Rom, Marseille) relativ deutlich vermittelt, nur nach Köln zu wollen. "Das hat uns natürlich in die Karten gespielt", weiß Meier.

Der Manager ist sich sicher, dass sich der Transfer auszahlen wird. Nicht nur sportlich, auch im Hinblick auf das Image des FC.

"Der Klub bekommt wieder ein Gesicht. Durch einen Spieler, der authentisch ist und vermarktbar."

Vertrauen in den Dauerreservisten

Meier glaubt auch, dass der Nationalstürmer in zweieinhalb Jahren als Dauerreservist beim FCB sportlich nichts verlernt hat.

"Es ist doch nicht so, dass er in den vergangenen Jahren in München versagt hat. Außerdem ist er nicht der erste Spieler, der so einen Schritt geht", behauptet Meier.

"Pierre Littbarski hat Köln mal in Richtung Ausland verlassen. Nach drei Monaten rief er wieder an, kam zurück und wurde kurze Zeit später Weltmeister. Auch Matthias Sammer saß einst in Mailand auf der Bank, als ihn Borussia Dortmund geholt hat. Danach wurde er Europas Fußballer des Jahres."

Ausnahmezustand am Rhein

Das Volk am Rhein spielt so oder so verrückt, wenn "de Prinz kütt".

Am Samstagabend feierten auf Schloss Gymnich in Erftstadt bei Köln bereits 700 Besucher ausgelassen bei der ersten Comeback-Party für ihren "Poldi".

Nicht auszudenken was passiert, wenn endlich die Bestätigung des Transfers erfolgt.

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