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Bitterer Ausfall: Vedad Ibisevic muss wahrscheinlich lange pausieren © imago

1899 Hoffenheim muss lange auf Vedad Ibisevic verzichten. Der Bosnier verletzt sich gegen Hamburg und muss ins Krankenhaus.

Von Kristof Reitemeyer

München - Schock für 1899 Hoffenheim: Torjäger Vedad Ibisevic hat sich bei der Testspiel-Niederlage gegen den Hamburger SV schwer verletzt.

Die Partie in La Manga verlief ohnehin turbulent (Schlägerei bei Testspiel HSV gegen Hoffenheim).

Doch mehr als die rote Karte gegen Carlos Eduardo schmerzte die Hoffenheimer die Knie-Verletzung ihres Top-Stürmers.

Bisher besteht der Verdacht auf einen Teilanriss des vorderen rechten Kreuzbandes.

Der Bosnier musste vorzeitig ausgewechselt werden und wurde umgehend ins Krankenhaus nach Cartagena eingeliefert.

Ibisevic bereits auf dem Heimweg

Dem Ausnahmespieler der Bundesliga-Hinrunde droht nun sogar das vorzeitige Saison-Aus. Für den Tabellenführer wäre es schwer zu verkraften, den 18-Tore-Mann zu ersetzen.

Auch Trainer Ralf Rangnick rechnet mit einer längeren Verletzungspause für Ibisevic.

"Nach den ersten Untersuchungen deutet einiges darauf hin, dass das vordere rechte Kreuzband angerissen ist", erklärte der Coach sichtlich schockiert über die Hiobsbotschaft.

"Die Untersuchungen sind allerdings nur teilweise aussagekräftig", fügte Ragnick jedoch noch hinzu.

Ibisevic begab sich kurz darauf auf die Heimreise. In Heidelberg wird er sich einer weiteren Kernspintomographie unterziehen.

Untersuchungen sollen Sicherheit bringen

"Erst danach können wir mit Sicherheit sagen, ob es sich um eine Teilruptur handelt", erläuterte Ragnick weiter.

Mit 18 Toren führt der Ibisevic die Torjägerliste klar und deutlich an. Der 24-Jährige (Spielerporträt) schoss Hoffenheim fast im Alleingang zur Herbstmeisterschaft.

"Unglaublich, wie perfekt es läuft", sagte Ibisevic selbst staunend nach der Hinrunde.

"Es gibt Schlimmeres"

Bisher hatte sich der Bosnier auch in schwierigen Situationen durchgesetzt. "Wenn es im Fußball nicht so läuft", meinte Ibisevic jüngst in einem Interview, "dann denke ich an meine schweren Zeiten in Jugoslawien zurück."

"Es gibt Schlimmeres, als nicht zu spielen oder das Tor nicht zu treffen."

Der Torjäger will seinen Blick stets nach vorne richten: "Das Wichtigste in schwierigen Situationen ist es, dass man sich selber hilft und hart an sich arbeitet."

Möglicher Transfer?

Im Hinblick auf die Rückrunde muss sich Herbstmeister Hoffenheim nun womöglich noch einmal umschauen.

Um das Fehlen des torgefährlichen Stürmers zu kompensieren, dürfte die Vereinsführung um Manager Jan Schindelmeiser auch über eine entsprechende Verstärkung in der Winterpause nachdenken.

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