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Raul verabschiedet sich in Begleitung seiner fünf Kinder von den Schalke-Fans © getty

Raul adelt nach seinem emotionalen Abschied die Fans und verrät, warum auch seine Kinder Schalke nicht vergessen werden.

Aus Gelsenkirchen berichtet Thorsten Langenbahn

Gelsenkirchen - Große Gefühle auf Schalke:

Die Fans feierten nach dem 4:0 gegen Hertha BSC den direkten Einzug in die Champions League und vor allem ihren spanischen Weltstar (NACHBERICHT: Schalke jubelt, Hertha kopflos) .

Raul verabschiedete sich mit viel Emotionen aus Gelsenkirchen.

Auf die Ehrenrunde nach dem Spiel nahm er auch seine fünf Kinder Jorge (12 Jahre), Hugo (9), Hector (6), Mateo (6) und Maria (2) mit 550061(DIASHOW: Der 33. Spieltag) .

"Ich habe mich hier immer wie zu Hause gefühlt. Ich wollte mich darum auch besonders gern mit einem Tor verabschieden und bin sehr glücklich, dass es geklappt hat", sagte Raul nach seiner letzten Vorstellung in der Veltins Arena.

40 Tore für die Königsblauen

Zwei Stunden nach dem Abpfiff kam der 34-Jährige als Allerletzter aus der Kabine, um sich ein letztes Mal den Fragen der Journalisten zu stellen.

Nach 40 Treffern in 98 Pflichtspielen wird der Spanier, dessen Rückennummer 7 vorerst bei Schalke nicht mehr vergeben wird, seine Karriere voraussichtlich im Wüstenstaat Katar ausklingen lassen.

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Im Interview spricht der Señor über seine größten Momente als Königsblauer, die Einzigartigkeit der Schalke-Fans und warum ihm der Abschied so nahe ging.

Frage: Wie emotional war der Abschied nach Ihrem letzten Heimspiel mit Schalke für Sie?

Raul: Es war ein sehr besonderer und emotionaler Tag. Aber das Wichtigste ist, dass wir den dritten Platz und die Teilnahme an der kommenden Champions League geschafft haben. Mir fehlen die Worte, um mich bei den Fans und beim Verein zu bedanken. Nicht nur für heute, sondern für die vergangenen zwei Jahre.

Frage: Die Fans haben Sie eine Stunde nach dem Ende des Spiels noch gefeiert. Können Sie Ihre Gefühle beschreiben?

Raul: Schalke ist ein spezieller Verein, vor allem durch die Fans. In jedem Heimspiel war das Stadion ausverkauft, in jedem Auswärtsspiel waren einige Tausend dabei. Das hat mich berührt.

Frage: Sie haben sich zwei Geschenke zum Abschied gemacht: Das Tor und Platz drei. Sind Sie rundum zufrieden?

Raul: Ich bin sehr zufrieden mit dem Tor und Platz drei. Sportlich und wirtschaftlich ein sehr großer Erfolg für den Verein. Jetzt können wir zufrieden in den Urlaub gehen, aber natürlich wollen wir die Saison in Bremen mit einem guten Spiel erfolgreich zu Ende bringen.

Frage: Wird es eine Abschiedsfeier geben?

Raul: Es sind Freunde gekommen, meine Familie ist da. Mit denen werde ich feiern. Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft auch feiern wird.

Frage: Wann werden wir erfahren, wo Sie in der kommenden Saison spielen werden?

Raul: Ich weiß es selbst noch nicht. Aber ich denke, dass ich in spätestens zwei Wochen eine Entscheidung treffe und sie verkünden werde.

Frage: Welcher war Ihr größter Moment auf Schalke?

Raul: Es waren zwei wundervolle Jahre, aber wenn ich mich für einen Moment entscheiden müsste, wäre es der Pokalsieg. Denn mit Real Madrid hatte ich den Pokal nie gewonnen und die Atmosphäre in Berlin und die Feier danach waren sehr schön.

Frage: Was werden Sie am meisten vermissen?

Raul (lacht): Ich werde vor allem vermissen, in diesem Stadion vor diesen Fans spielen zu dürfen.

Frage: Wie war der Tag für Ihre Kinder?

Raul: Ich wollte, dass sie diese Erfahrung mit mir teilen können und sehen, wie viel Zuneigung die Menschen ihrem Vater entgegen bringen. Ich glaube, dass sie diesen Moment nicht vergessen werden, vor allem die großen Jungs. Bei der Kleinen bin ich mir nicht so sicher (lacht).

Frage: Was werden Sie den Menschen in Spanien von dem erzählen, was Sie hier erlebt haben?

Raul: Es ist schwierig, das zu erklären, denn in Spanien gibt es so etwas nicht oft. Dass sich die Fans hier bei ihren Spielern in dieser Form bedanken, ist ein sehr schönes Detail. Ich habe mich hier immer wie zu Hause gefühlt. Ich wollte mich darum auch besonders gern mit einem Tor verabschieden und bin sehr glücklich, dass es geklappt hat.

Frage: Man sieht, dass Ihnen der Abschied sehr nahe geht.

Raul: Das stimmt. Es war damals eine sehr schwere Entscheidung, Real Madrid zu verlassen. Aber alles, was ich in Deutschland erlebt habe, hat meine Erwartungen übertroffen. Ich wurde bei Schalke wie zu Hause aufgenommen, wir haben das Halbfinale der Champions League erreicht, den Pokal gewonnen und nun noch Platz drei geholt. Jetzt bin ich kaputt und fertig. Und nur deshalb verlasse ich diesen großartigen Verein.

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