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Jan Schindelmeiser ist seit Juli 2006 Manager in Hoffenheim © imago

1899 Hoffenheim ist die Sport1.de-Mannschaft des Jahres. Die Freude von Manager Jan Schindelmeiser ist durch Ibisevics Verletzung getrübt.

Von Martin van de Flierdt

München - Die Sport1.de-User haben sich festgelegt: Sie wählten 1899 Hoffenheim zur Mannschaft des Jahres 2008.

"Wir freuen uns über jede Auszeichnung dieser Art, weil es Wertschätzung und Sympathie für unsere Arbeit im Jahr 2008 wiederspiegelt", sagt Jan Schindelmeiser. "So ein Ergebnis hat ja aufgrund der großen Reichweite von Sport1.de beinahe repräsentativen Charakter."

Getrübt wird die Freude des 1899-Managers durch den Kreuzbandriss von Toptorjäger Vedad Ibisevic: "Es tut mir für den Jungen brutal Leid. Dass es ausgerechnet ihn jetzt erwischt, ist extrem bitter."

Im Sport1.de-Interview spricht er über die Reaktion des Vereins auf Ibisevics Ausfall, den Aussetzer von Carlos Eduardo im Test gegen Hamburg und die Transferausnahme Timo Hildebrand.

Sport1.de: Herr Schindelmeiser, 1899 Hoffenheim ist von den Sport1.de-Usern zur Mannschaft des Jahres 2008 gewählt worden. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Jan Schindelmeiser: Wir freuen uns über jede Auszeichnung dieser Art, weil es Wertschätzung und Sympathie für unsere Arbeit im Jahr 2008 widerspiegelt. So ein Ergebnis hat ja aufgrund der großen Reichweite von Sport1.de auch repräsentativen Charakter.

Sport1.de: Könnte der Erfolg der Hinrunde zu einem schweren Rucksack für die Rückrunde werden, weil höhere Erwartungen an 1899 gestellt werden?

Schindelmeiser: Die Erwartungen, die von außen auf uns projiziert werden, kann ich nicht beeinflussen. Die Ansprüche an die Mannschaft von innen heraus sind realistisch und nicht überzogen. Kein Mensch bei uns erwartet, dass die Mannschaft am Ende der Saison auf dem ersten Tabellenplatz steht. Nicht einmal, dass wir im ersten Tabellenviertel platziert sind.

Sport1.de: Wäre das nach der Ausgangsposition denn nicht enttäuschend?

Schindelmeiser: Absolut nicht. Das hängt vom Verlauf der Rückserie ab. Es kann eine Konstellation eintreten, dass wir am Ende der Saison Achter werden und darüber froh sind in dem Bewusstsein, das Maximum erreicht zu haben. Jetzt eine Tabellenposition als Ziel zu nennen ist kontraproduktiv, weil es unsere Chancen, die nächsten Spiele erfolgreich zu bestreiten, nicht positiv beeinflusst.

Sport1.de: Wie sehr schlägt die Knieverletzung von Vedad Ibisevic (Saisonaus für den Toptorjäger?) ins Kontor?

Schindelmeiser: Es tut mir für den Jungen brutal Leid. Er war in einer tollen Verfassung und hat sich so auf die Rückrunde gefreut. Dass es ausgerechnet ihn jetzt erwischt, ist extrem bitter. Aber solche Verletzungen kommen immer zum falschen Zeitpunkt. Noch schlimmer wäre es allerdings gewesen, wenn sich Vedo am 2. Februar verletzt hätte. Jetzt haben wir noch die Möglichkeit zu reagieren.

Sport1.de: Was heißt das konkret?

Schindelmeiser: Durch den Ausfall von Vedo entsteht eine große Lücke bei uns im Angriff, die es zu schließen gilt. Zunächst einmal von innen und eventuell, indem wir dem Kader von außen Substanz zufügen. Chinedu Obasi wird nach seiner schweren Muskelverletzung in den ersten ein, möglicherweise zwei Rückrundenspielen auch noch fehlen. Dann wird es nominell in unserem Kader auch eng. Als Konsequenz kann sich eine Konstellation ergeben, die es nötig macht, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. >> Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews

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