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Vedad Ibisevic zog sich im Spiel gegen den Hamburger SV einen Kreuzbandriss zu © imago

Hoffenheims schlimmste Befürchtungen haben sich bestätigt. Ibisevic fällt lange aus. 1899 ist bereits auf der Suche nach Ersatz.

München - Schwerer Schock für Sensations-Herbstmeister 1899 Hoffenheim:

Ausgerechnet Top-Torjäger Vedad Ibisevic fällt mit einem Kreuzbandriss wohl für den Rest der Saison aus.

Jetzt wird Mäzen Dietmar Hopp wahrscheinlich doch noch einmal die Geldschatulle öffnen.

Trainer Ralf Rangnick hat unmittelbar nach der Verletzung von Ibisevic schon Ersatz für die "Torgarantie" angekündigt.

"Sollte uns Vedad in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung stehen, werden wir auf dem Transfermarkt nochmal tätig", sagte Rangnick.

Erste Absage für 1899

Allerdings steht Hoffenheim dabei unter Druck. Die Transferperiode endet am 31. Januar. Nach Informationen von "Sport Bild" handelte sich Manager Jan Schindelmeiser schon mal eine Absage des Schweizers Eren Derdiyok (FC Basel) ein, der im Sommer nach Leverkusen wechseln wird.

Die Sorge galt aber zunächst vor allem Ibisevic. Am Donnerstag flog der mit 18 Treffern erfolgreichste Schütze der Hinrunde aus dem Trainingslager im spanischen La Manga zurück nach Deutschland, um in Heidelberg weiter untersucht zu werden.

Verdacht bestätigt

Nachdem bereits eine Kernspintomographie in Cartagena den Verdacht auf einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie ergeben hatte, kam dann am Abend die Gewissheit. Wie der Klub auf seiner Internetseite bestätigte, wird der Torjäger bis zu sechs Monate ausfallen.(Spielerporträt)

Ibisevic hatte sich die Verletzung beim 0:2 im Testspiel in La Manga gegen Liga-Rivale Hamburger SV bei einem Zweikampf Mitte der zweiten Halbzeit zugezogen. Zunächst hatte der 24-Jährige sogar noch bis zu seiner Auswechslung in der 82. Minute weitergespielt.

Hoffenheim in Personalnot

Mit der monatelangen Pause ist für den Bosnier auch der Rekord von Gerd Müller aus der Spielzeit 1971/72 mit damals 40 Toren in unerreichbare Ferne gerückt.

Für Rangnick haben sich die Personalsorgen nun dramatisch zugespitzt. Auch Ibisevic-Sturmpartner Chinedu Obasi absolviert im Trainingslager wegen Muskelproblemen nur leichtes Lauftraining und wird beim Rückrundenstart gegen Energie Cottbus wohl nicht zur Verfügung stehen.

Zudem klagen Jung-Nationalspieler Marvin Compper, Tobias Weis und Sejad Salihovic über Blessuren.

Entwarnung für Eduardo

Rangnick hat sogar überlegt, das nächste Testspiel am Samstag gegen den FC Zürich abzusagen. "Es macht keinen Sinn, wenn wir mit nur 13 oder 14 Feldspielern antreten. Dann ist die Belastung für die einzelnen zu groß und es droht die Gefahr weiterer Verletzungen", erklärte Rangnick.

Zumindest bei Carlos Eduardo gibt es Entwarnung. Dem Brasilianer droht nach seiner Schlägerei mit HSV-Gegenspieler Ivica Olic und der Roten Karte keine Sperre für die Liga. Hoffenheim hat bereits einen sogenannten Aussetzungsantrag angekündigt. Demnach könnte Eduardo nur für Testspiele gesperrt werden.

Träume vorerst geplatzt

Vor dem Testspiel mit seiner Roten Karte und der Verletzung von Ibisevic hatte Eduardo gegenüber dem Fachmagazin "kicker" noch von der Meisterschaft geträumt. Danach musste er sich deutliche Worte von Rangnick anhören.

"Er muss lernen, dass ihn die Gegner hart rannehmen", sagte Rangnick: "Er darf sich nicht gehen lassen." Das gilt - so schwer es nach der Verletzung von Ibisevic auch ist - nun auch für Hoffenheim generell.

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