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Ivica Olic (l.) erzielte für den Hamburger SV bislang sechs Saisontore © imago

Carlos Eduardo und Ivica Olic droht ein Nachspiel seitens des DFB, Wome packt vorzeitig seine Koffer. Die Bundesliga-Splitter.

München - Nach der Prügeleinlage im Testspiel droht Hoffenheims Carlos Eduardo und HSV-Stürmer Ivica Olic ein unangenehmes Nachspiel seitens des DFB.

Sowohl Olic als auch Eduardo wurden in der 88. Minute vom spanischen Unparteiischen vom Platz gestellt.

Mittlerweile ist der Spielbericht des Schiedsrichters in der DFB-Zentrale eingetroffen, ein Sonderbericht fand sich aber nicht darunter.

Dennoch könnte es für das Duo, das sich mittlerweile medienwirksam wieder vertragen hat, zu Sanktionen kommen.

Fall von öffentlichem Interesse

"Bei Platzverweisen, die nicht zur gravierenden Art gehören, gibt es meistens nur eine Sperre für Freundschaftsspiele," sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch dem "Hamburger Abendblatt".

Aber: "Bei einem Fall, in dem starkes öffentliches Interesse besteht, könnte der Kontrollausschuss jedoch auch ohne Schiedsrichter-Sonderbericht von sich aus ermitteln", bestätigte DFB-Sprecher Klaus Koltzenberg.

Bei einem ähnlich gelagerten Fall wurde Wolfsburg Grafite im Sommer für zwei Pflicht- und fünf Freundschaftsspiele gesperrt, nachdem sich der Brasilianer im Test gegen Palermo zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Ribery angeschlagen

Der FC Bayern München muss beim Testspiel am Samstag bei Regionalligist 1. FC Eintracht Bamberg auf Franck Ribery verzichten.

Der französische Nationalspieler hat sich bereits am Donnerstag im Training eine schmerzhafte Prellung zugezogen und konnte deshalb am Freitag nicht am Training teilnehmen.

Die Verletzung sei jedoch nicht tragisch, sagte Mannschaftsarzt Rüdiger Degwert.

Bayer: OP bei Fernandez

Bayer Leverkusens Ersatztorwart Benedikt Fernandez hat sich am Freitag einer Meniskus-Operation unterziehen müssen.

Der Eingriff am Klinikum Köln-Merheim ist gut verlaufen, wie der Bundesligist auf seiner Internetseite mitteilte.

Fernandez hatte am Mittwoch das Bayer-Trainingslager im türkischen Belek verlassen und sich genauer am Knie untersuchen lassen. In den kommenden Wochen muss der Schlussmann ein Reha-Programm absolvieren.

Wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist noch nicht absehbar.

Wome aus Trainingslager abgereist

Pierre Wome ist am Freitag vorzeitig aus dem Trainingslager des 1. FC Köln im türkischen Belek abgereist.

Der Verteidiger will sich wegen einer Muskelverletzung in Köln untersuchen und behandeln lassen.

Ob es sich um einen Muskelfasserriss im Oberschenkel handelt, den sich der 29-Jährige möglicherweise im Testspiel gegen den MSV Duisburg (1:0) am vergangenen Mittwoch zugezogen haben könnte, steht noch nicht fest.

Nach Angaben des Klubs ist der Einsatz des Kameruners am 31. Januar zum Rückrundenauftakt gegen den VfL Wolfsburg allerdings nicht gefährdet.

VfB-Lazarett lichtet sich

Das lange dicht besetzte Verletzten-Lazarett des VfB Stuttgart lichtet sich allmählich wieder. Am Freitag musste VfB-Teamchef Markus Babbel beim Trainingslager in Portimao an der Algarve nur noch auf acht Profis verzichten.

Mit Nationalspieler Serdar Tasci, der seine Oberschenkelzerrung auskuriert hat, kehrte ein weiterer Spieler auf den Rasen zurück. Dort standen auch die zuletzt angeschlagenen Cacau (Adduktoren), Martin Lanig (Mittelfuß) und Torhüter Jens Lehmann (Knie).

Noch nicht wieder voll belastbar sind Ludovic Magnin und Elson (beide muskuläre Probleme). Auch Arthur Boka (Muskelverletzung) und Khalid Boulahrouz (erkrankt) sind noch nicht ganz so weit.

Darüber hinaus mussten auch Christian Träsch (Unwohlsein) und Timo Gebhart (muskuläre Probleme) auf das Vormittagstraining verzichten. Ciprian Marica (Muskelfaserriss) und Sebastian Rudy (Kahnbeinbruch) fallen länger aus.

DFL-Boss sieht Finanzkrise gelassen

DFL-Chef Christian Seifert sieht den deutschen Fußball sportlich auf dem Vormarsch und glaubt nicht an eine verheerende Auswirkung der weltweiten Finanzkrise auf die Bundesliga.

"Trotz des temporären Rückgangs der Einnahmen aus den Medieneinnahmen in der kommenden Saison gibt es keinen Grund zur Hysterie. Ich glaube, dass die Bundesliga im Vergleich zu den anderen Topligen diese Krise gut meistern wird", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Aus dem neuen Medienvertrag bis 2013 erhalten die 36 Erst- und Zweitligisten in der kommenden Saison 390 Millionen Euro, das sind rund 20 Millionen Euro weniger als in der laufenden Spielzeit.

Seifert warnte die Klubs allerdings davor, den Verlust durch gewagte finanzielle Transaktionen zu kompensieren oder nur aufgrund der aktuellen Krise eine Aufstockung der 1. und 2. Liga auf 20 Vereine bzw. die Aufhebung der 50+1-Regel durchsetzen zu wollen.

"Wir sollten darauf verzichten, kurzfristig Dinge zu entscheiden, die das Bild der Bundesliga in den nächsten 20 Jahren deutlich verändern würden. Nur weil wir eine kleine Delle bei den Medieneinnahmen gibt, gibt es keinen Anlass, über eine Aufstockung nachzudenken oder Investoren zuzulassen", meinte Seifert.

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