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Nigel de Jong wechselte 2006 von Ajax Amsterdam an die Elbe © getty

Der Transfer des HSV-Profis zu Manchester City ist so gut wie perfekt, nachdem die Engländer ihr Angebot verbessert haben.

Von Martin Volkmar und Dustin Werk

München/Hamburg - Der Wechsel von HSV-Profi Nigel de Jong zu Manchester City wird wohl in Kürze perfekt sein.

Nach Informationen von "kicker" und "Hamburger Abendblatt" haben sich die Hanseaten mit dem englischen Traditionsverein bereits geeinigt, nachdem City sein ursprüngliches Angebot erhöht hatte.

Die Ablöse soll rund 20 Millionen Euro betragen, zunächst lag die Offerte bei etwa 17 Millionen Euro.

HSV dementiert

Der HSV dementierte allerdings, dass der Transfer schon perfekt sei. Schließlich habe de Jong aufgrund des erst am Sonntag beendeten Trainingslagers im spanischen La Manga selber noch gar nicht mit Manchester verhandelt.

Eine Einigung dürfte jedoch Formsache sein, zumal sein bisheriges Jahresgehalt auf bis zu sechs Millionen Euro pro Jahr vervielfacht werden soll.

Und sein Interesse an der Premier League hatte de Jong schon nach Bekanntgabe des Angebots eingestanden.

"Manchester City ist einer der größten Klubs in Europa, ein Kultverein in England, die planen große Sachen", hatte der 24-Jährige erklärt.

"Man sollte sich immer anhören, wenn einem ein anderer Klub ein Angebot macht. Und ich habe immer gesagt, dass ich andere Länder kennen lernen möchte."

Zweitteuerster Verkauf der Bundesliga-Geschichte

Auch für den HSV ist der Deal ein lohnendes Geschäft. Denn am Saisonende hätten die Hanseaten für de Jong aufgrund einer Ausstiegsklausel nur noch zwei Millionen Euro bekommen.

So aber wäre niederländischen Mittelfeldspieler der zweitteuerste Verkauf der Bundesliga-Geschichte nach Owen Hargreaves, der 2007 für 26 Millionen Euro vom FC Bayern zu Manchester United wechselte.

Schon vor Saisonbeginn hatten die Hanseaten 14 Millionen Euro für Rafael van der Vaart (zu Real Madrid) und acht Millionen Euro fürVincent Kompany (zu Manchester City) kassiert.

Das Geld hatte der HSV umgehend in neue Spieler reinvestiert und für insgesamt 28 Millionen Euro Thiago Neves, Alex Silva, Marcell Jansen, Mladen Petric und Dennis Aogo verpflichtet.

Nur zwei Wochen Zeit für Ersatz

Auch diesmal will der HSV sofort Ersatz holen, hat aber bis zum Ende der Winter-Transferliste am 31. Januar nur noch zwei Wochen Zeit. Fest stehen dürfte der Zugang des in Mönchengladbach aussortierten Marcel Ndjeng, der im Trainingslager getestet wurde.

Bei dem zusätzlich angedachten Hochkaräter dürfte hingegen das große Problem bestehen, dass due Wunschkandidaten aus ihren laufenden Verträgen für eine vertretbare Summe losgeeist werden müssen.

Eine Absage gab es schon von Bayern-Kapitän Mark van Bommel, der den Rekordmeister frühestens im Sommer verlassen wird, wenn sein Vertrag ausläuft.

Drei Alternativen zu van Bommel

Nicht viel einfacher dürften die Verhandlungen mit den anderen Alternativen werden:

Der bei Juventus Turin unglückliche Ex-Schalker Christian Poulsen soll bis zu zehn Millionen Euro kosten.

Die Ablöse für Demy de Zeeuw vom AZ Alkmaar, an dem die Hamburger schon im vergangenen Sommer interessiert waren, liegt angeblich bei fünf Millionen Euro.

Am günstigsten wäre noch der schon mehrfach an der Alster gehandelte Szabolcs Huszti von Hannover 96 mit angeblich zwei Millionen Euro.

De Jong müssen diese Probleme nicht mehr kümmern, er hat sein Ziel offenbar erreicht. Der niederländische Nationalspieler bestritt seit seinem Wechsel im Sommer 2006 von Ajax Amsterdam 66 Bundesligaspiele.

In dieser Saison kam er aber nur in den ersten sieben Partien zum Einsatz, danach setzten de Jong zwei direkt aufeinander folgende Innenbandschäden im rechten Knie außer Gefecht.

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