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Rudi Völler wurde als DFB-Teamchef Vizeweltmeister im Jahr 2002 © getty

Bitter für Frankfurt: Der Kapitän fällt nach einer Knie-OP lange aus. Schalke schaut nach Schottland. Die Bundesliga-Splitter.

München - Leverkusen - Es brannte mal wieder mit ihm durch.

Der ehemalige DFB-Teamchef Rudi Völler hat unter anderem die Verkürzung der Winterpause in der kommenden Saison kritisiert.

"Das Problem ist ja der Rahmenterminplan, den UEFA und FIFA machen - der tut weh. Nächste Saison ist ja das Champions-League-Endspiel an einem Samstag, das wollte ja Michel Platini unbedingt. Dadurch reißt man allen Ligen im Mai, zur besten Spielzeit, einen Spieltag weg", wettert er.

"Es ist ja eigentlich ein Wahnsinn, dass den halben Mai und den ganzen Juni nicht gespielt wird", sagte der Sportchef von Bundesligist Bayer Leverkusen der "Frankfurter Rundschau".

Nächste Saison endet bereits am 8. Mai

In der Spielzeit 2009/2010 wird die Winterpause auf knapp vier Wochen verkürzt, die Saison endet wegen der WM in Südafrika bereits am 8. Mai 2010.

Die Rückrunde startet bereits am 15. Januar 2010. Völler: "Das kann im Januar gut gehen, das kann aber ein großer Reinfall werden. Es kann mir keiner erzählen, dass es im Januar bei dieser Witterung Spaß macht, im Stadion zu sitzen. Da verstehe ich jeden Zuschauer, der zu Hause bleibt."

Der Weltmeister von 1990 wehrt sich zudem dagegen, dass die englische Premier League im Vergleich zur Bundesliga häufig als leuchtendes Vorbild dargestellt werde.

Nicht alles besser in England

"Wir machen uns in Deutschland ja gerne viel schlechter als wir sind. So genannte Experten behaupten oft ungeprüft, in England sei alles besser, da würde viel schneller und besser Fußball gespielt", sagt er.

Für ihn habe das aber weder etwas mit den Trainern noch den Trainingsmethoden zu tun, sondern einzig und allein damit, dass dort das meiste Geld bezahlt wird und die besten Spieler der Welt unter Vertrag stünden, sagte Völler.

Auch die Ausbildung im Fußball-Mutterland wird vom einstigen Torjäger kritisiert.

"Warum, frage ich mich, ist kaum ein junger deutscher Nachwuchsspieler auf der Insel besser geworden? Warum kommen sie fast alle wieder zurück?", fragte Völler.

Bayern das Maß der Dinge

In Deutschland, so der Bayer-Sportchef, sei Rekordmeister Bayern München das Maß aller Dinge.

"Außer Bayern München kann keine deutsche Mannschaft auf absehbare Zeit die Champions League gewinnen. Die haben sich ihren wirtschaftlichen Background aber auch hart erarbeitet", behauptet er.

"Dafür können die Bayern mit einem Gehaltsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro hantieren - der nächste hat in der Bundesliga nur die Hälfte zur Verfügung", erklärte der 90-malige Nationalspieler.

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