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Der Ghanaer Laryea Kingston hat bei Hearts of Midlothian Vertrag bis 2010 © getty

Schalke will angeblich einen Ghanaer verpflichten. Ze Roberto II muss zahlen und Aufsichtsratsboss Tönnies erhöht den Druck.

Gelsenkirchen - Schalke 04 angeblich an einer Verpflichtung des Ghanaers Laryea Kingston vom schottischen Premier-League-Klub Heart of Midlothian interessiert.

Dies berichten britische Medien.

Als Ablösesumme für den Spielmacher sind 2,2 Millionen Euro im Gespräch.

Der 28-Jährige spielt seit zwei Jahren beim Traditionsklub aus Edinburgh und stand zuvor bei Lokomotive Moskau unter Vertrag.

Der Kontrakt von Kingston, der 30 Länderspiele (6 Tore) für Ghana bestritt, läuft noch bis zum 30. Juni 2010.

Müller: "Kommentiere keine Namen"

Schalkes Manager Andreas Müller sagte dazu dem "RevierSport":

"Ich werde keine Namen kommentieren, aber es ist nahezu ausgeschlossen, dass wir im Januar noch etwas tun werden. In der jetzigen Transferperiode sind die Chancen, einen Spieler zu bekommen, der uns auf einer bestimmten Position sofort weiterbringt und zudem noch bezahlbar ist, sehr gering."

Ze Roberto II zu Flamengo

Die Schalker verlassen hat hingegen Ze Roberto II. Er wechselt voraussichtlich auf Leihbasis für ein Jahr zum brasilianischen Traditionsklub Flamengo Rio de Janeiro.

Noch seien die Verträge aber nicht unterschrieben, erklärte der Bundesligist.

Zum Abschied wurde der brasilianische Fehleinkauf für sein Nichterscheinen zum Trainingsstart nach der Winterpause zu einer Geldstrafe von 58.000 Euro verdonnert.

Nach Angaben der Königsblauen habe der 28-Jährige die Buße inzwischen auch bezahlt.

"Ich will zur WM 2010"

Der Offensivspieler nahm derweil schon das Training bei Flamengo auf und verkündete: "Ich möchte zur WM 2010. Das ist mein großes Projekt."

Ze Roberto II, der im Januar 2008 nach Schalke kam und es seitdem nur auf drei Bundesliga-Einsätze brachte, erhielt bei seinem neuen Arbeitgeber die Rückennummer 10, die in seiner Glanzzeit Klubidol Zico trug.

Zur Leihgebühr gab es keine offiziellen Stellungnahmen, laut der Zeitung "O Globo" soll Schalke aber 150.000 Euro erhalten.

Druck vom Boss

Unterdessen erhöhte der mächtige Aufsichtsratschef Clemens Tönnies den Druck auf die Mannschaft und vor allem auf S04-Manager Andreas Müller. "Müllers Arbeit wird am Erfolg bewertet", sagte Tönnies im Interview mit "Fußball im Revier".

Sollte Schalke nach dem Aus im UEFA-Cup und Platz sieben in der Bundesliga noch die Kurve kriegen und sich erneut für das internationale Geschäft qualifizieren, würden die Transferflops des Managers wohl keine großen Folgen haben.

"Wir sind erfolgsorientiert und zielorientiert. Wenn die Mannschaft jetzt guten Fußball kickt und oben mitspielt und damit die Ziele erfüllt, dann werden wir das kompensieren", meinte Tönnies.

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