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Lukas Podolski spielt seit Sommer 2006 beim FC Bayern © getty

Die Rückkehr von Podolski zum 1. FC Köln zur kommenden Saison ist perfekt. Er kommt im Sommer, falls Köln die Klasse hält.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die Rückkehr von Lukas Podolski von Bayern München zum 1. FC Köln zur kommenden Saison ist perfekt.

"Ich habe mich mit dem 1. FC Köln auf einen Vertrag ab dem 1. Juli 2009 geeinigt", erklärte der Nationalspieler auf seiner Homepage.

"Ich bin froh, dass die Entscheidung über meine sportliche Zukunft gefallen ist und die Spekulationen um meine Person ein Ende haben."

Die Ablöse für den Angreifer, der 2006 vom FC zum deutschen Rekordmeister gewechselt war, soll rund 10 Millionen Euro betragen. Zum Vertragsumfang gehört auch ein Freundschaftsspiel.

Vor drei Jahren hatte der 23-Jährige ebenfalls 10 Millionen Euro gekostet.

Vertrag gilt nur für erste Liga

"Prinz Poldi" erhält nach einen Vertrag bis 30. Juni 2013, der Kontrakt gilt allerdings nur für die erste Bundesliga.

"Ich hatte sehr gute Gespräche mit Christoph Daum und Michael Meier und bin vom Konzept des Klubs restlos überzeugt", erklärte Podolski weiter.

"Ich freue mich auf die Herausforderung. Bis zum Sommer gilt meine ganze Konzentration dem FC Bayern."

Dem "Kölner Express" hatte Podolski sogar eine SMS geschrieben: "Ich freue mich nach Hause zu kommen."

Klub verkauft "Poldi"-T-Shirts

Der 1. FC Köln setzt derweil alles daran, die Rückkehr des verlorenen Sohns bestmöglich zu vermarkten.

Auf der Homepage des Vereins gab es bereits am Montagmittag T-Shirts mit der Aufschrift: "In Kölle zo Hus!" bzw. "Poldi ist ein Teil von Kölle!" zu bestellen.

Hoeneß hofft auf Dankbarkeit

Bereits am Sonntagabend hatte Uli Hoeneß den Vollzug für Montag angekündigt.

Gegenüber der "Bild" sagte der Bayern-Manager jetzt mit Blick auf die Rückrunde: "Ich halte den Lukas für einen charakterlich einwandfreien Spieler. Deswegen glaube ich, dass er jetzt auch eine gewisse Dankbarkeit gegenüber dem FC Bayern zeigt, weil wir ja die Situation für ihn gelöst haben."

Drei Millionen Euro Jahresgehalt

Podolski, der nach der WM 2006 von Köln zu den Bayern gewechselt war, soll bei seinem Ex-Klub rund drei Millionen Euro im Jahr verdienen

"Wir wollen hier eine Geschichte schreiben. Und Lukas soll das Gesicht der Geschichte werden", sagte FC-Manager Michael Meier, der in den vergangenen Tagen mit seinem Bayern-Kollegen Hoeneß die letzten Details geregelt hatte.

Meier sprach von schwierigen Verhandlungen, bei denen "eine gute Lösung gefunden wurde. Im Sinne des Spielers und für seine künftige Karriere beim 1. FC Köln."

"Er ist seinem Herzen gefolgt"

Kölns Präsident Wolfgang Overath sagte: "Ich freue mich sehr, dass Lukas wieder zu uns zurückkommt. Er ist seinem Herzen gefolgt."

Zudem betonte er: "Ich bin sehr froh darüber, dass wir als Aufsteiger einen deutschen Nationalspieler wie Lukas Podolski verpflichten konnten. Ich denke, dass wir eine gute Lösung für alle drei Beteiligten gefunden haben ? für Lukas Podolski, für Bayern München und den 1. FC Köln."

Ohne Podolski zum Test nach Lautern

Ohne den noch angeschlagenen Podolski und den ebenfalls verletzten Toni Kroos testen die Münchner am Montag beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern (ab 19 Uhr LIVESCORES).

Dabei kann der Meister ansonsten aber wieder aus dem Vollen schöpfen.

Am Sonntag kehrten vier der sieben verletzten oder erkrankten Bayern-Profis ins Mannschaftstraining zurück.

Ribery wieder fit

Franck Ribery hat seine Prellung ebenso auskuriert wie Mark van Bommel seine Meniskusquetschung.

Auch Lucio und Jose Sosa, die eine Grippe plagte, sind wieder fit. "Sie sind voll belastbar", sagte Trainer Jürgen Klinsmann über die Rückkehrer.

Am Samstag hatte der FC Bayern ohne Podolski in Weismain ein Testspiel beim Regionalligisten 1. FC Eintracht Bamberg ohne Probleme mit 3:0 (2:0) gewonnen.

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