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Der Niederländer Martin Jol hat beim HSV einen Vertrag bis 2010 © getty

Im zweiten Teil des Sport1.de- Interviews spricht Martin Jol über die Erwartungen an Piotr Trochowski und einen möglichen Neuzugang.

Von Martin Hoffmann

Sport1: Müssen die Einnahmen für van der Vaart sofort in einen Nachfolger investiert werden oder ist es dafür schon zu spät?

Jol: Lassen Sie sich mal überraschen. Wir haben schon vor dem Abgang von Rafael van der Vaart gesagt, dass wir uns auf dem Markt bewegen. Aber wir machen nur dann einen Transfer, wenn wir uns wirklich verstärken können.

Sport1: Piotr Trochowski wurde von Ihnen als möglicher van-der-Vaart-Nachfolger genannt. Wo muss er sich verbessern, um diese Rolle ausfüllen zu können?

Jol: Ich habe ihn nicht als van-der-Vaart-Nachfolger genannt, das kam aus dem Umfeld. Piotr ist ein ganz anderer Spieler als van der Vaart. Ich bin aber sehr froh, dass ich ihn habe. Er gehört ja nicht umsonst der deutschen Nationalmannschaft an. Er kann im Mittelfeld fast auf jeder Position spielen und ist unglaublich schussstark. Wir wollen jetzt mit ihm daran arbeiten, dass seine Stärken noch besser zur Geltung kommen und er noch produktiver wird.

Sport1: Ist ohne van der Vaart das Ziel internationals Geschäft noch realistisch und was muss der HSV tun, um es zu erreichen?

Jol: Natürlich wollen wir uns wieder für das internationale Geschäft qualifizieren, das sollte immer das Ziel des HSV sein. Ich habe ja schon angedeutet, dass wir auch noch einen Transfer machen werden, um unsere Ziele verwirklichen zu können. Es wird allerdings spannend in diesem Jahr. Da sind einige Mannschaften, die mit aller Macht ins internationale Geschäft wollen.

Sport1: Der Auftritt Ihrer Mannschaft im Pokal gegen Ingolstadt war - wie Sie selbst sagten - nicht überzeugend. Was macht Sie zuversichtlich, dass es dennoch in München zu einer Überraschung reicht?

Jol: Wir haben in Ingolstadt in der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir das Ganze dann repariert. Unterm Strich sind wir bei einem starken Zweitliga-Aufsteiger in die nächste Pokalrunde eingezogen und haben unsere Pflicht erfüllt. In München wollen wir uns nach Möglichkeit gleich von Beginn an auf die eigenen Stärken konzentrieren und nicht zu reaktiv auftreten. Aber genauso wollen das bestimmt die Bayern probieren.

Sport1: Der FC Bayern hat sich im Pokal auch nicht von der besten Seite gezeigt. Ist er für Sie trotzdem das Maß aller Dinge?

Jol: Auch Bayern ist in die nächste Pokalrunde eingezogen. Und Bayern geht wie jedes Jahr als Favorit in die Saison.

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