vergrößernverkleinern
Alexander Baumjohann (r.) wird Philipp Lahm ab dem Sommer wohl im Training begegnen © imago

Während sich das Bayern-Personalkarussell munter dreht, muss Willy Sagnol seine Karriere von Schmerzen geplagt wohl beenden.

Von Mathias Frohnapfel

München - Beim FC Bayern München nehmen die Personalplanungen für die kommende Saison immer konkretere Züge an.

Wie die "Bild" berichtet, sind sich die Bayern mit Alexander Baumjohann (Spielerporträt) von Borussia Mönchengladbach über einen Wechsel im Sommer einig.

Baumjohann, der ablösefrei nach München wechseln kann, soll einen Drei- oder Vierjahresvertrag erhalten. Der Gladbacher Mittelfeldspieler erzielte in der Hinrunde einen Treffer und gab vier Torvorlagen.

"Wir werden in den nächsten Tagen darüber nachdenken und Entscheidungen treffen", hatte Bayern-Manager Uli Hoeneß unlängst das Interesse des Rekordmeisters bestätigt. Die Entscheidung scheint jetzt gefallen.ad

Ob auch noch Anatoli Timoschtschuk von Zenit St. Petersburg an die Isar wechselt, ist weiter offen. Eine Offerte hat der Ukrainer bereits erhalten. Hoeneß: "Es liegt allein am Spieler".

Fast sicheres Karriere-Aus für Sagnol

Für ein Bayern-Urgestein geht es dagegen aller Voraussicht nach nicht weiter.

Willy Sagnol, der 2001 als letzter noch aktiver Profi den Champions-League-Pokal für die Münchner in den Händen hielt, verlässt den FC Bayern. Der Franzose muss seine Laufbahn beenden.

Andauernde Beschwerden an der Achillessehne zwingen ihn fast sicher dazu, vorzeitig dem Rekordmeister Adieu zu sagen.

Hoeneß: "Es tut mir unendlich leid"

Uli Hoeneß bestätigte der "tz" das traurige Aus für den Vize-Weltmeister von 2006.

"Ich gehe davon, dass er seine Karriere beendet. Das tut mir unheimlich leid für den Willy, das ist ein trauriges Schicksal." Sagnol (Spielerporträt) droht jetzt die Sportinvalidität.

In seinen Glanzzeiten haben die Münchner Fans den Außenverteidiger mit einem langgezogenen "Willy" bedacht, wenn er zu seinen Flankenläufen gestartet ist.

Im Dress des FC Bayern gewann der 31-Jährige neben der Champions-League-Trophäe fünfmal die Meisterschale und viermal den DFB-Pokal.

Ribery-Berater dementiert Gespräche mit Milan

Derweil berichtet die Pariser Tageszeitung "Le Parisien", dass der AC Milan dem zweiten Franzosen beim FCB schöne Augen macht.

Demnach ist Milan bereit, 35 Millionen Euro für den Franzosen zu zahlen. Ribery sei als Ersatz für Kaka gedacht, falls der Brasilianer zu Manchester City geht. (Hat Milan schon Kaka-Ersatz?)

Zudem soll der zurzeit ausgliehene "Rossoneri" Massimo Oddo komplett zum FCB wechseln. Allerdings dementierte Riberys Berater Alain Migliaccio wenige Stunden später den Bericht: "Es gibt keinen Kontakt zu Milan."

Ribery selbst hatte im Trainingslager in Dubai einen vorzeitigen Wechsel zumindest nicht ausgeschlossen. Hingegen hatte der Bayern-Vorstand um Karl-Heinz Rummenigge den Dribbler für "unverkäuflich" erklärt.

Ständige Schmerzen

In Dubai hatte sich auch angedeutet, dass Riberys Landmann Willy Sagnol das erhoffte Comeback nicht schaffen würde.

Mittrainieren war für den ehrgeizigen Abwehrspieler im Wintertrainingslager unmöglich.

"Er kann nicht mal joggen und hat ständig Schmerzen", sagte Coach Jürgen Klinsmann über den Routinier.

In dieser Saison konnte Sagnol nicht einen Einsatz für die Bayern absolvieren, in der Vorsaison waren es nur neun Bundesliga-Partien.

Vor seiner Verletzungsmisere gehörte der Franzose jedoch zu den gefragtesten Spielern im Bayern-Kader. 2006 hatte er unter anderem ein Angebot von Juventus Turin vorliegen. Doch die Bayern schafften es, den Vertrag zu verlängern.

Damals war von einem Jahresgehalt von zirka fünf Millionen Euro die Rede.

Sosa zu Espanyol Barcelona?

Auch sonst dreht sich das Personalkarussell beim Rekordmeister. So wechselt Bankdrücker Jose Ernesto Sosa offenbar nach Spanien.

Nach Informationen der Sporttageszeitung "AS" leiht Erstligist Espanyol Barcelona den 23 Jahre alten Mittelfeldspieler bis zum Saisonende aus.

Anschließend können die Katalanen, in der Primera Division derzeit nur auf dem 18. Tabellenplatz, eine Kaufoption nutzen.

Sosa, mit Argentinien 2008 in Peking Olympiasieger, kam im Sommer 2007 für eine Ablösesumme von angeblich 10 Millionen Euro zum FC Bayern, hat sich dort aber nicht durchsetzen können.

Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2011.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel