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Für die Fans des 1. FC Köln stehen die Ziele mit Podolski bereits fest © getty

Freude und Erleichterung nach dem Podolski-Transfer. In Köln und in München. Doch nun muss der FC nachlegen, meint Trainer Daum.

Von Thorsten Mesch

München/Köln - Die Erleichterung und die Freude sind groß, eine ganze Stadt feiert die Heimkehr des verlorenen Sohnes.

Sämtliche Hauptnachrichtensendungen im Fernsehen berichteten am Montag über Lukas Podolskis Rückkehr vom FC Bayern München zum 1. FC Köln. (zum Artikel: Podolski-Rückkehr perfekt)

Sogar aus Düsseldorf, in Köln weithin als "die verbotene Stadt" bezeichnet, kamen Glückwünsche: "Lukas Podolski hat ein tolles Bekenntnis zur Heimat abgegeben. Wo gibt es das noch in der globalisierten Welt des Fußballs?", ließ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers verlauten.

"Ein absoluter Meilenstein"

An der türkischen Riviera, wo sich Podolskis alter und ab Sommer neuer Verein in Belek bis zum Mittwoch auf die Rückrunde vorbereitet, unterstrich Trainer Christoph Daum ebenfalls die Dimension der seit Monaten geplanten Rückhol-Aktion.

Solch ein Transfer sei einmalig in der heutigen Zeit und "ein absoluter Meilenstein in der Geschichte des 1. FC Köln", verkündete Daum.

Frei nach dem Motto: Ein kleiner Schritt für Lukas Podolski, aber ein großer Sprung für den FC.

Daum fühlt sich gerüstet

"Uns war und ist nach wie vor klar, dass da Einiges auf uns zu kommt", ist sich Daum der Tragweite der Podolski-Rückkehr bewusst.

"Wir sind jedenfalls gerüstet. Zumal wir erkennen, welche Chancen sich durch diesen Transfer bieten."

"Auszeichnung für Köln"

"Von diesem Transfer werden alle profitieren", betonte auch FC-Manager Michael Meier im Sport1.de-Interview.

Für den Bundesliga-Aufsteiger sei es "eine Auszeichnung, dass sich Lukas, bei all der Konkurrenz, für den 1. FC Köln entschieden hat."

Dass sich die Kölner mit dem Podolski-Transfer eventuell übernehmen könnten, glaubt Meier nicht. Der FC habe " auch in den letzten Jahren eine glückliche Hand" bei Transfers gehabt.

Blickrichtung nach oben

Doch tatsächlich haben die "Geißböcke" in den vergangenen Jahren keineswegs immer richtig gelegen. Die vor der aktuellen Saison verpflichteten Pedro Geromel und Petit stellten sich hingegen als die erhofften Verstärkungen heraus.

Angesichts von 22 Punkten nach der Hinrunde scheint das von Daum ausgegebene Saisonziel "Mittelfeldplatz" durchaus möglich. Doch mittelfristig wollen sich die Kölner "mit Blickrichtung nach oben in der Liga etablieren", kündigte der Trainer an.

Referenzgrößen für den Transfermarkt

Daum weiß, dass er zur Umsetzung seines Vorhabens mehr braucht als einen Lukas Podolski.

"Er ist nicht der Heilsbringer des 1. FC Köln und kann allein auch nicht alles richten", erklärte Daum in der "Welt". Der Podolski-Transfer dürfe weitere Aktivitäten auf dem Markt nicht einschränken, betonte der Coach.

Mit dem 60-fachen Nationalspieler Podolski, dem Portugiesen Petit und dem brasilianischen Abwehr-Talent Geromel als Referenz-Größen könnten die Kölner nun auch für andere Spieler internationaler Klasse interessant werden.

Konzept bleibt vorerst geheim

Wie genau das Konzept, mit dem die Kölner Podolski schließlich von seiner Rückkehr überzeugt haben, genau aussieht, verriet Meier nicht. Und auch Daum wollte seine langfristigen Pläne nicht konkret erläutern.

Es bestehe die Gefahr, so der Trainer, "dass sonst das Träumen wieder beginnt und vor allem in Köln alle wieder verrückt spielen."

Endlich Ruhe in München

In München kehrt derweil endlich Ruhe ein. Zwar behauptete Manager Uli Hoeneß, es hätte beim FC Bayern "kein Theater um die Personalie Podolski" geben, doch Jürgen Klinsmann zeigte sich erleichtert.

"Ich bin froh, dass die Geschichte beendet ist, sie hat sich lange genug hingezogen" meinte der Bayern-Trainer.

Damit sprach Klinsmann wohl auch den Kölner Fans aus der Seele.

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