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Thomas Schaaf spielte 262 Mal für Bremen in der Bundesliga © getty

Zu Beginn der 46. Bundesligasaison trifft Thomas Schaaf mit seiner Mannschaft auf Bielefeld. Nicht unbedingt der Bremer Lieblingsgegner.

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht der 47-Jährige über Werders Offensiv-Abteilung, die Neuzugänge Said Husejinovic und Sebastian Prödl sowie das Erfolgsrezept gegen Angstgegner Bielefeld.

Sport1: Mit Said Husejinovic kam eine weitere offensive Alternative. Inwiefern kann er Ihrer Mannschaft sofort oder mittelfristig weiterhelfen?

Schaaf: Said ist ein junger Spieler, der großartige Fähigkeiten aufgezeigt hat. Er kommt aus der bosnischen Liga. da braucht er Zeit zur Anpassung an das, was hier gefordert wird. Aber ich denke, dass er uns auch schon kurzfristig helfen kann.

Sport1: Sie sagen einerseits, Sie können mit der derzeitigen Sturmbesetzung sehr gut leben. Andererseits läuft die Suche nach einem weiteren Angreifer intensiv. Welche Qualitäten fehlen Werders Angriff noch, die der neue Mann mitbringen sollte?

Schaaf: Wir haben Vertrauen zu unseren Stürmern. Aber wir wissen auch, dass die Saison lang ist. Bei den vielen Spielen , die wir hoffentlich bestreiten werden, ist es gut, wenn man die Belastung auf mehrere Schultern verteilen kann. Also sollten wir ebenso gut, wie breit aufgestellt sein.

Sport1: Die Anfälligkeit für gegnerische Konter war eines der großen Probleme der Vorsaison. Auch gegen Nordhorn sah Werders Defensive des Öfteren alt aus. Ist das der Preis für die enorme Offensivausrichtung, den Sie in Kauf nehmen müssen?

Schaaf: Natürlich sind wir immer offensiv ausgerichtet. Das darf aber nie auf Kosten der Defensive passieren. Manchmal haben wir vielleicht nicht die optimale Balance gefunden. Daran arbeiten wir.

Sport1: Sebastian Prödl wird Per Mertesacker vertreten, hatte in den letzten Spielen aber einige unglückliche Szenen. Wie weit ist er schon?

Schaaf: Sebastian ist kein Ersatz für Per, sondern soll sich mit seiner ganz eigenen Art, mit seinen speziellen Fähigkeiten einbringen. Er wird uns jetzt schon helfen, kann und wird sich aber noch weiter entwickeln.

Sport1: Ihre Mannschaft gastiert beim Saisonauftakt in Bielefeld. Zu Hause ist die Bilanz sehr positiv - in Ostwestfalen dagegen hat Werder seit Arminias Wiederaufstieg in acht Spielen fünf Niederlagen kassiert...

Schaaf: Ich schaue nicht in die Vergangenheit. Es ist wichtig, dass wir schnell in unseren Spielrhythmus hineinkommen und unsere Qualitäten dann über die gesamten 90 Minuten ausnutzen.

Sport1: Worauf kommt es in Bielefeld besonders an, damit Werder sein eigenes Spiel dort durchsetzen kann?

Schaaf: Es wird darauf ankommen wie wir uns in den einzelnen Zweikämpfen behaupten können.

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