Dortmund legt gegen Werder los - Fürth versus Bayern
Frankfurt/Main - Die 50. Bundesliga-Saison beginnt wie die erste:
Der Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund wird die Jubiläums-Spielzeit am 24. August gegen Werder Bremen eröffnen.
Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) bei der Vorstellung des Spielplans am Dienstag in Frankfurt/Main bekannt (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan).
Diese Paarung stand exakt 49 Jahre zuvor am ersten Spieltag der damals neu gegründeten Eliteklasse auf dem Programm - damals allerdings in Bremen.
Auf den Spuren von Timo Konietzka
Der vor dreieinhalb Monaten gestorbene Timo Konietzka erzielte dabei in der ersten Spielminute im Dress des BVB das erste Bundesliga-Tor - von dem Treffer ist bis heute ist keine Film- oder Fotoaufnahme aufgetaucht.
Am Ende hatten die Bremer aber mit 3:2 die Nase vorn.
Der 1. Spieltag im Überblick
Watzke freut sich
"Das erste Bundesliga-Tor, das Timo Konietzka damals zu früh für alle Medien erzielte, ist natürlich die prägendste Erinnerung daran", sagte der Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke:
"In den vergangenen Jahren waren die Spiele gegen Werder Bremen immmer tolle Duelle, die von Offensivfußball geprägt waren. Die Bremer sind ein bisschen im Umbruch, haben aber gute Transfers gemacht. Die Millionen von Fans dürfen sich auf ein tolles Eröffnungsspiel freuen."
Freuen dürfen sich auch die Anhänger von Neuling SpVgg Greuther Fürth. Die Franken treffen am ersten Spieltag zu Hause auf Rekordmeister Bayern München.
Auftaktbrocken für Aufsteiger
Die beiden anderen Aufsteiger Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf haben gleich zum Auftakt ähnlich schwere Aufgaben.
Die Eintracht hat Bayer Leverkusen zu Gast, Düsseldorf muss beim heimstarken FC Augsburg antreten.
Der Hamburger SV, der als einziger Verein immer der Bundesliga angehört hat, trifft zu Hause auf den 1. FC Nürnberg.
Saisonfinale am 18. Mai 2013
Die Spielzeit mit den 306 Partien endet am 18. Mai 2013. Fünf Tage später beginnt die Relegation, die trotz der Kritik nach den Ausschreitungen bei den Partien in der vergangenen Saison erhalten bleibt.
Die Klubs gehen am 16. Dezember in die Winterpause, die Rückrunde startet am 18. Januar.
Vor Saisonbeginn steht die erste Hauptrunde des DFB-Pokals (17. bis 20. August) und der Supercup zwischen Dortmund und den Bayern (12. August) auf dem Programm.
FCK startet am Betzenberg
Die Zweite Liga startet bereits am 3. August. Dabei genießen die Absteiger Hertha BSC Berlin (gegen den SC Paderborn) und der 1. FC Kaiserslautern (gegen Union Berlin) Heimrecht.
Der 1. FC Köln muss dagegen bei Eintracht Braunschweig antreten.
Die Aufsteiger Jahn Regensburg (bei 1860 München) und VfR Aalen (beim MSV Duisburg) müssen auswärts ran. Der SV Sandhausen trifft zu Hause auf den FSV Frankfurt.
Der für den Spielbetrieb zuständige DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus betonte, dass die drohenden "Geisterspiele" für Frankfurt und Düsseldorf wegen der Ausschreitungen ihrer Fans in der vergangenen Saison keine Auswirkungen auf die Spielplan-Gestaltung gehabt hätten.
"So etwas darf keine Rolle spielen. Der Spielplan wird unabhängig von möglichen Urteilen der Sportgerichtsbarkeit erstellt", sagte Hieronymus, der zu Beginn des kommenden Jahres von Andreas Rettig ersetzt wird.
Keine Spieltagsreform in den nächsten Jahren
Hieronymus machte zudem deutlich, dass es in den nächsten Jahren keine Spieltags-Reformen geben wird.
Weder an der Ansetzung der Partien von Freitag bis Montag (1. und 2. Liga) noch an der Spiegelung in der Rückrunde wird sich etwas ändern.
"Der Spieltagsschlüssel wird in den nächsten fünf Jahren unverändert bleiben. Das Höchstmaß des Splittings ist erreicht", sagte der Geschäftsführer:
"Etwas zu ändern, entspricht grundsätzlich nicht unseren Vorstellungen. Das war ein Gedankenmodell, das mit den Klubs erörtert wurde. Die Klubs haben sich aber nicht dafür ausgesprochen."


