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Dieter Hoeneß wurde mit Bayern München fünf mal Deutscher Meister © getty

Dieter Hoeneß und Ottmar Hitzfeld wundern sich über Manchester City. Dortmund klagt wegen Smolarek. Die Bundesliga-Splitter.

München - Manager Dieter Hoeneß von Hertha BSC Berlin hat in der aktuellen Finanzkrise die zuletzt hohen Transfersummen scharf kritisiert.

"Das ist pervers und ungesund für den Fußball", sagte Hoeneß mit Blick auf die rund 20 Millionen Euro, die der Hamburger SV für den Wechsel von Mittelfeldspieler Nigel de Jong (De-Jong-Wechsel perfekt) zum englischen Premier-League-Klub Manchester City kassiert, bei einer Gesprächsrunde von "Premiere".

"Glückwunsch und Kompliment an den HSV, aber bei allem Respekt vor de Jong: Das ist einfach kein Marktpreis für ihn", erklärte der Hertha-Manager.

Auch das Rekordangebot der Citizens von 125 Millionen Euro für Kaka vom AC Mailand (Kaka-Deal ist geplatzt) findet Hoeneß bedenklich: "Das werden alle Marktgesetze aufgehoben. Die Finanzkrise wird alle treffen. Es sei denn man hat einen Investor und das Geld vermehrt sich im Keller."

Bei City sorgen die Klubeigentümer aus dem Scheichtum Abu Dhabi für den Geldfluss.

Der ehemalige Bayern-Trainer und jetzige Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld rechnet damit, dass alle Vereine und "eventuell sogar der FC Bayern München" bei zukünftigen Transfers finanzielle Abstriche machen müssen.

"Es wird immer Verrückte geben"

"Aber es wird generell immer Verrückte geben", sagte der 60-Jährige hinsichtlich der Finanzgebahren von City bei der Talkrunde in Berlin. Die hohe Ablösesumme für de Jong 58029(DIASHOW: Die teuersten Verkäufe der Liga) findet Hitzfeld allerdings positiv: "Für den Fußball ist es ganz gut. So kommt neues Geld in den Kreislauf."

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten der Bundesliga zusammengefasst (Hier gehts zur Übersicht aller 18 Bundesligisten!).

Sagnol beendet aktive Karriere

Willy Sagnol beendet seine aktive Karriere. Das bestätigte FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe).

"Er hat gesagt, dass es keinen Sinn mehr macht. Egal, wie und was er trainiert, er hat Schmerzen an der Achillessehne", sagte Rummennigge.

Sagnol, dessen Vertrag noch bis 2010 läuft, war Anfang August 2008 an der Achillessehne operiert worden und hat seitdem nicht mehr für den FC Bayern gespielt. Insgesamt war der Franzose 184 Mal für den deutschen Rekordmeister aufgelaufen.

Sein letztes Spiel absolvierte der französische Nationalspieler im Juni bei der 1:4-Niederlage Frankreichs in der EM-Vorrunde gegen die Niederlande.

Dortmund und Rotterdam klagen gegen Santander

Eineinhalb Jahre nach dem Wechsel von Ebi Smolarek von Borussia Dortmund zum spanischen Erstligisten Racing Santander warten die Westfalen immer noch auf Teile der Ablösesumme und haben deshalb Klage eingereicht.

"In der Tat ist es so, dass der BVB noch auf Geld aus Santander wartet. Wir haben bereits gerichtliche Schritte eingeleitet, weil wir der Meinung sind, dass wir lange genug gewartet haben", sagte BVB-Pressechef Josef Schneck.

Feyenoord wartet ebenfalls

Smolarek, mittlerweile an Premier-League-Klub Bolton Wanderers ausgeliehen, war im Sommer 2007 für rund vier Millionen Euro von Dortmund nach Santander gewechselt. Fünf Prozent der Ablösesumme, also rund 170.000 Euro, hätten als Ausbildungsentschädigung Smolareks früherem Klub Feyenoord zugestanden.

Doch auch die Niederländer warten weiter auf die Überweisung aus Santander und sind deshalb bereits bei der FIFA vorstellig geworden.

Prasnikar teilt aus

Trainer Bojan Prasnikar von Energie Cottbus hat seine Leistungsträger gut eine Woche vor dem Rückrunden-Start bei 1899 Hoffenheim kritisiert. Der 55-Jährige machte dabei auch vor Spielmacher Ervin Skela nicht Halt:

"Es war insgesamt zu wenig, was er gezeigt hat", sagte Prasnikar dem "kicker": "Er muss mehr laufen als in der Hinrunde, das erwarte ich von ihm. Dann kommen auch Form und Torgefährlichkeit zurück."

Auch der bulgarische Angreifer Dimitar Rangelow bekam sein Fett weg. "Er hat viel zu wenig getan. Deshalb ist sein Platz in der Mannschaft nicht mehr zementiert, er ist kein Stammspieler. Er muss sich seine Chance wieder verdienen", sagte Prasnikar.

Eklat bei der Weihnachtsfeier

Rangelow, der beste Cottbus-Stürmer der Vorsaion, war in der Hinrunde durch eine Reihe von Disziplinlosigkeiten aufgefallen. Zu einem Eklat war es gekommen, als er mit seinem Landsmann Stanislaw Angelow die Weihnachtsfeier vorzeitig verlassen hatte und anschließend erkärte, dass er Cottbus verlassen wolle.

In die beiden neuen Stürmer Adi Filho und Nils Petersen steckt der Coach zunächst noch keine großen Hoffnungen. "Der Rückrundenstart kommt für beide zu früh, aber wir brauchen auch im Mai Tore."

Weiterhin in Cottbus bleiben soll Ersatzkeeper Tomislav Piplica. "Der Verein hat mir garantiert, dass ich bleiben kann", sagte der 39-Jährige der "Bild". Allerdings wohl nicht mehr als Spieler, sondern in einer anderen Funktion.

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