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Lukas Raeder wechselte in der Sommerpause vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München © imago

Lukas Raeder verrät bei SPORT1, warum er sich gegen einen Vertrag bei Schalke entschieden hat und was ihn mit Neuer verbindet.

Von Thorsten Langenbahn

München - Deutscher Meister ist Lukas Raeder schon.

In seinem letzten Spiel für Schalke 04 im besiegte er Mitte Juni im Endspiel der A-Junioren den Nachwuchs des FC Bayern mit 2:1.

Dabei zeigte der Torwart eine tadellose Leistung gegen den Verein, der seit dem 1. Juli sein neuer Arbeitgeber ist (563193DIASHOW: Bayerns Planspiele).

"Er hat einen guten Eindruck hinterlassen", lobte Bayern-Cheftrainer Jupp Heynckes nach dem Finale den 1,94 Meter großen Keeper.

Raeder ist Nationaltorhüter Manuel Neuer gefolgt, der 2011 von Gelsenkirchen nach München gewechselt war.

Hinter Neuer und Starke

Nachdem der Vertrag von Bayerns Rouven Sattelmaier (24) nicht verlängert wurde, soll er zunächst zur neuen Nummer drei hinter Neuer (26) und Tom Starke (31) aufgebaut werden.

Vierter im FCB-Torhüter-Quartett bleibt Maximilian Riedmüller (24).

In Bayerns U 23 soll Raeder Spielpraxis sammeln und der Mannschaft von Trainer Mehmet Scholl zum Aufstieg in die Dritte Liga verhelfen.

Zudem trainiert er bei den Profis mit.

Der gebürtige Essener war über den MSV Duisburg und Rot-Weiss Essen 2010 zu Schalke gekommen, wo er zwei Jahre lang in der A-Jugend spielte.

Im SPORT1-Interview spricht Lukas Raeder über sein Verhältnis zu Manuel Neuer, Bayerns Torwarttrainer Toni Tapalovic sowie seine Entscheidung gegen Schalke und für den deutschen Rekordmeister.

SPORT1: Herr Raeder, was bedeutet es Ihnen, als Deutscher Meister mit Schalke 04 zum FC Bayern zu wechseln?

Lukas Raeder: Es ist natürlich schöner, als Meister zu den Bayern zu kommen. Aber wenn wir gegen den HSV oder Hertha die Meisterschaft gewonnen hätte, wäre es genauso toll gewesen.

SPORT1: Als Junge aus dem Ruhrgebiet: Was hat den Ausschlag für den Wechsel zum FC Bayern gegeben?

Raeder: Wenn der FC Bayern Interesse zeigt, ist das natürlich mehr als eine Überlegung Wert. Auf Schalke sind momentan viele Torhüter. Zudem war relativ lange nicht klar, mit wem wird verlängert, mit wem nicht. Da war die Situation nicht so klar wie bei den Bayern.

[kaltura id="0_okxlxgln" class="full_size" title="Heynckes macht sich Sorgen um Schweinsteiger"]

SPORT1: Wie sieht die Situation in München für Sie aus?

Raeder: Ich trainiere mit der ersten Mannschaft, soll aber für die zweite Mannschaft in der Regionalliga spielen.

SPORT1: Ist es für Sie auch eine besondere Ehre, für einen Klub zu spielen, bei dem Torwartidole wie Sepp Maier oder Oliver Kahn zwischen den Pfosten gestanden haben und wo Manuel Neuer spielt?

Raeder: Ja, klar. Jetzt wo Manu auch da ist, kann man von ihm viel lernen. Er ist momentan auf jeden Fall einer der besten Torhüter der Welt. Da ist es natürlich gut, sich von ihm was abzuschauen.

SPORT1: Neuer kennen Sie noch aus Schalker Zeiten?

Raeder: In meinem ersten A-Jugend-Jahr habe ich ein paar Mal oben mittrainiert, von daher kenne ich ihn ein bisschen.

SPORT1: Haben Sie vor dem Wechsel mit ihm gesprochen oder hat er Ihnen sogar dazu geraten?

Raeder: Nein, ich habe vor allem mit Bayerns Torwarttrainer Toni Tapalovic gesprochen. Er kommt ja auch von Schalke 04, ihn kenne ich ein bisschen besser.

SPORT1: Jupp Heynckes hat Sie bereits gelobt. Inwiefern hatten Sie zu ihm schon Kontakt?

Raeder: Ich habe ihn getroffen, als ich in München zum Unterschreiben des Vertrags war. Da haben wir kurz gesprochen.

SPORT1: Was ist Ihr Traum mit dem FC Bayern?

Raeder: Für mich ist es erstmal wichtig, etwas zu lernen, in der zweiten Mannschaft Spielpraxis zu bekommen und mich oben in den Trainingseinheiten auf Top-Niveau weiterzuentwickeln. Meine Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.

SPORT1: Von Essen nach München, mehr als 600 Kilometer von zu Hause weg. Ein großer Schritt für Sie?

Raeder: Sicherlich. Aber irgendwann wäre es ohnehin so gekommen. Wenn man im Profibereich spielt, dann ist es klar, dass man auch mal weggeht. München ist natürlich weiter weg von der Familie, aber es ist auch eine Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln.

SPORT1: Wird man den einen oder anderen aus diesem A-Junioren-Finale 2012 auch in der Bundesliga wiedersehen?

Raeder: Ich denke schon. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass in den Mannschaften, die Deutscher Meister oder auch Zweiter oder Dritter geworden sind, sehr viele in die Profimannschaft oder auch in die Nationalmannschaft kommen.

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