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SPORT1-Reporter Reinhard Franke (l.) sprach mit Bayerns Neuzugang Dante © getty

Bayerns Neuzugang Dante spricht bei SPORT1 über seinen Einstand, Sportchef Matthias Sammer und die Rückkehr der Nationalspieler.

Von Reinhard Franke

München - Seit einer Woche ist Dante nun in München.

Und der Start nach seinem Wechsel aus Mönchengladbach läuft für den Brasilianer ganz rund. (563193DIASHOW: Bayerns Planspiele)

Trainer Jupp Heynckes war nach den ersten Trainingseinheiten voll des Lobes über den 28-Jährigen und gleich in seinem ersten Testspiel bei Drittligist Unterhaching (Bericht) lieferte der Ex-Borusse als Innenverteidiger eine ordentliche Leistung ab.

Dante dirigierte und spielte ruhig und abgeklärt, wie es sich für einen Abwehrchef gehört. Der Struwwelkopf konnte sich sogar in einigen Situationen mit seiner Kopfballstärke in die Offensive einschalten.

Während die meisten seiner Mitspieler nach dem Spiel schnell im Bus verschwanden, nahm sich Dante Zeit für ein Gespräch mit SPORT1.

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem ersten Auftritt als Bayern-Spieler?

Dante: Es war ganz okay. Ich habe wie die Jungs versucht das Beste zu geben, aber es war nicht so einfach zu spielen. Es war unser erstes Freundschaftsspiel und wir hatten die erste Woche sehr hart trainiert. Meine Beine sind schon ein bisschen schwer, dass muss ich zugeben. Aber es macht irre Spaß, ich bin sehr froh, dass wir den ersten Test gewonnen haben.

SPORT1: Der neue FCB-Sportvorstand Matthias Sammer saß auf der Bank neben Trainer Heynckes. Was hat er in der Kabine gesagt?

Dante: Er hat gar nicht so viel gesagt, wer ihn kennt, der weiß, dass er auch solche Spiele gewinnen will. Und das wollten wir ja auch. Seine Anwesenheit strahlt schon etwas aus. Und seine Kabinenansprache an seinem ersten Tag war sehr eindrucksvoll. Da hört jeder genau hin. Sammer ist ein Vollprofi, der alles gewinnen will. Er will den maximalen Erfolg und den wollen ich und die Jungs auch. Selbst in einem Test wie gegen Haching.

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SPORT1: Beim ersten Spiel war aber noch viel Sand im Getriebe. Warum?

Dante: Wir haben konzentriert gespielt, aber natürlich können und müssen wir noch besser spielen. Wir müssen schon im Training alles geben und dürfen auch in so einem Test nichts schleifen lassen. Jeder muss merken, dass wir der FC Bayern sind. Nach einer Woche Training darf man aber noch keine Gala von uns erwarten, da steckt jedem von uns das Training in den Knochen. Der Trainer hat in den ersten Tagen sehr hart trainieren lassen und ich bin ehrlich ein bisschen müde. Aber jedes Training macht Spaß, ich bin begeistert von den ersten Übungseinheiten.

SPORT1: Ihre Leistung hinten als Abwehrchef war sehr ordentlich. Sie haben schon Kommandos gegeben. Brauchen Sie keine große Eingewöhnungszeit?

Dante: (lacht) Es lief schon ganz ordentlich, ich hatte ein gutes Gefühl. Die Mannschaft hat mir natürlich auch viel geholfen. Ich hatte vom ersten Tag an das Gefühl, dass ich hier eine wichtige Rolle einnehmen kann und soll. Der Trainer hat mir gezeigt, dass er mit meinen Leistungen zufrieden ist und ich bin gleich gut aufgenommen worden und habe mich gut gefühlt mit den neuen Kollegen. So ein Start in so einem großen Klub ist nie einfach, auch nicht für einen erfahrenen Profi wie mich. Aber es lief bis jetzt wirklich sehr gut, ich kann mich ganz auf Fußball konzentrieren und das merkt man dann auch auf dem Platz. Ich will mich weiter steigern, ich kann noch besser spielen. Ich will nur eins: helfen, dass wir wieder Meister werden.

SPORT1: Können Sie uns die erste Woche als Bayern-Spieler beschreiben?

Dante: Alle sind sehr freundlich zu mir und wollen mir helfen, dass ich mich schnell eingewöhne. Das fängt beim Pressechef an und hört beim Platzwart auf. Es ist sehr gut zu wissen, dass die Menschen hier im Klub froh sind, dass Dante da ist. Das hilft mir sehr. Ich habe zwar schon einige Male den Verein gewechselt, aber dieser Wechsel ist mein größter bisher und da ist der Start doch sehr wichtig. Ich hatte natürlich ein komisches Gefühl in den ersten Tagen, aber jetzt nach dem ersten Spiel bin ich einfach erleichtert und glücklich. Ich glaube, dass es eine sehr gute Saison wird.

SPORT1: Glauben Sie, dass es noch besser wird wenn die anderen Nationalspieler kommen?

Dante: Dann muss ich noch mehr Namen lernen. (lacht) Wenn die anderen Jungs kommen, dann ist es natürlich im ersten Moment wieder neu für mich, aber dann geht es nur darum, gemeinsam am großen Ziel zu arbeiten, dann geht es richtig los. Ich freue mich, wenn die Nationalspieler da sind. Es sind große Spieler und ich bin gespannt, wie die Jungs privat so drauf sind.

SPORT1: Früher sind Sie mit der Raute auf dem Gladbach-Trikot aufgelaufen, jetzt tragen Sie das Bayern-Trikot mit den vier Sternen. Ganz ehrlich, läuft man da noch etwas aufrechter?

Dante: Ein bisschen schon. Ich hatte ja immer davon gehört, dass das Trikot ein bisschen schwerer ist als andere Trikots. Und ich fühle mich gut darin. Es ist schon eine besondere Sache, in diesem Trikot auf den Platz zu laufen. Nichts gegen Gladbach, aber beim FC Bayern ist alles eine Nummer größer. Es ist einfach ein tolles Gefühl, das in meinem ersten Spiel zu erleben. Ich bin auf jeden Fall stolz, das Trikot tragen zu können.

SPORT1: Haben Sie schon Zeit gehabt, um etwas von der Stadt München kennenzulernen?

Dante: Leider immer noch nicht. Ich habe bis jetzt nur das Hotel und das Trainingsgelände gesehen. Aber das ist auch normal in der ersten Woche. Ich will aber bald ein Zuhause finden, dann wird alles perfekt sein. Wenn ich abends im Hotel ankomme, dann bin ich so müde, dann kann ich gar nicht mehr in die Stadt fahren. Von der Stadt werde ich hoffentlich noch einiges sehen können.

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