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Roman Neustädter spielte bisher in der Bundesliga für Mainz und Mönchengladbach © getty

Roman Neustädter spricht bei SPORT1 über seine Ziele mit Königsblau, Wetten mit Marco Reus und die Qualen in der Vorbereitung.

Von Thorsten Langenbahn

Gelsenkirchen - Nur zwei Neue hat Schalke 04 bisher verpflichtet. Einer davon ist Roman Neustädter, in der vergangenen Saison noch Leistungsträger im defensiven Mittelfeld von Borussia Mönchengladbach. (492198DIASHOW: Transfermarkt Bundesliga)

"Ich denke, die Mannschaft hat letztes Jahr gezeigt, dass sie oben mitspielen kann", sagt der 24-Jährige über die Aussichten mit dem Champions-League-Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet.

Im SPORT1-Interview spricht Neustädter über seinen Neuanfang in Königsblau, die Qualen der Vorbereitung und Wetten mit seinem Kumpel Marco Reus vom Schalker Erzrivalen Borussia Dortmund. (SERVICE: Bundesliga-Sommerfahrpläne)

SPORT1: Herr Neustädter, Sie haben in Ihrem Leben mit Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach erst in zwei Vereinen gespielt. Wie fühlt sich das jetzt an, Königsblau zu tragen?

Roman Neustädter: Das sind dann auch drei verschiedene Farben. (lacht) Ich finde Blau schön und freue mich auf jeden Fall, auf Schalke zu spielen. Ich freue mich sehr auf die Zeit hier.

SPORT1: Wie war für Sie der Einstand?

Neustädter: Ich fühle mich super aufgenommen. Es ist eine lustige Truppe und macht echt Spaß. Lewis Holtby kenne ich noch von früher, Ralf Fährmann kannte ich auch schon vorher und Christian Fuchs über Martin Stranzl. Insgesamt ist das Team recht jung. Viele sind in meinem Alter oder zwei, drei Jahre älter und haben die gleichen Interessen. Das macht mir die Eingewöhnung sehr leicht.

SPORT1: Ihre bisherige Rückennummer 13 trägt bereits Jermaine Jones. Sie haben nun die 33. Hat die Zahl eine besondere Bedeutung für Sie?

Neustädter: Nein, keine. Ich habe gefragt, welche Nummer noch frei ist. Die 33 hat mir gefallen und da habe ich direkt zugeschlagen.

SPORT1: Welche Ziele haben Sie sich für Ihre neue Aufgabe in Gelsenkirchen gesteckt?

Neustädter: Ich schaue nicht auf die nächsten Monate oder Jahre. Ich gucke, dass ich fit bleibe, gesund durch die Vorbereitung komme und dann hoffe ich, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen. Natürlich ist Schalke ein Traditionsverein, der sich in den vergangenen Jahren auch international bewährt hat. Deswegen möchte ich ein Teil dieser Mannschaft sein.

SPORT1: Ist Schalke auch mit lediglich zwei Neuzugängen, also Ihnen und Tranquillo Barnetta, gut aufgestellt?

Neustädter: Ich denke, die Mannschaft hat letztes Jahr gezeigt, dass sie oben mitspielen kann. Die jungen Spieler sind auch durch die internationale Erfahrung reifer geworden. Das hilft der Mannschaft weiter und schweißt sie zusammen. Deswegen glaube ich, dass wir da gut aufgestellt sind.

SPORT1: Das Erreichen der Champions League ist offiziell als Ziel ausgegeben worden. Hat Schalke sogar das Zeug zum Meister? Wofür reicht es in der neuen Saison?

Neustädter: Ich gebe keine Prognosen ab, sondern schaue immer von Tag zu Tag. Wichtig ist einfach, dass wir gut arbeiten. Wir werden jedes Wochenende ein Highlight haben, immer ein so genanntes Endspiel ? und wir werden versuchen, jedes Spiel zu gewinnen.

SPORT1: Ist die Euphorie der Fans auf Schalke nochmal etwas Besonderes?

Neustädter: Klar. Wenn man sieht, wie die Fans die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute unterstützen, auch bei Auswärtsspielen und vor allem im eigenen Stadion, wo man immer eine volle Bude hat.

SPORT1: So wie Marco Reus, der von Gladbach nach Dortmund gewechselt ist. Haben Sie mit Ihrem Kumpel schon eine Wette laufen, wer mit seinem neuen Verein am Ende besser abschneiden wird?

Neustädter: Noch nicht. Er ist momentan noch im Urlaub. Wenn er wieder da ist und seine Vorbereitung aufgenommen hat, werden wir vor der Saison mal darüber reden.

SPORT1: Wie sind Ihre ersten Eindrücke von Trainer Huub Stevens? Auch im Vergleich zu Ihrem bisherigen Coach Lucien Favre, der ja als großer Taktiker gilt.

Neustädter: Ich habe ja erst ein paar Einheiten erlebt. Man sieht schon, dass wir sofort auch viel an der Taktik arbeiten. Da muss es in der Mannschaft passen, defensiv wie offensiv. Aber jeder Trainer kann und muss auch hart sein. Die Vorbereitung ist immer hart, das ist sehr wichtig. Ich glaube, jeder Trainer quält seine Spieler in der Vorbereitung.

SPORT1: Ist es schwieriger oder sogar leichter für Sie, in eine eingespielte Mannschaft zu kommen?

Neustädter: Natürlich ist es einfacher, in eine Mannschaft zu kommen, die nicht zehn oder zwölf Neuzugänge hat und sich erst finden muss. Diese Mannschaft hat sich schon gefunden.

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