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Mike Büskens ist seit 2009 Trainer der Spielvereinigung Greuther Fürth © getty

Fürths Profis bekommen als Belohnung eine Verschnaufpause. Büskens und Hack suchen derweil fieberhaft nach einem Occean-Ersatz.

Von Andreas Haupt

München - In knapp sechs Wochen startet bereits die neue Saison. Für die Profis der Spielvereinigung Greuther Fürth geht es trotzdem erstmal in den Urlaub (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan).

Nach dem 18:0-Testspielsieg beim Kreisligisten TSV Höchstadt absolvierten die Fürther am Sonntag noch eine Trainingseinheit.

Dann schickte Trainer Mike Büskens seine Jungs in einen einwöchigen Urlaub - nach drei Wochen harter Vorbereitung.

"Die Mannschaft hat die erste Phase der Vorbereitung hochkonzentriert und motiviert gearbeitet. Durch die Pause bringen wir nochmal Abwechslung rein und die Spieler sehen mal was anderes", erklärte Büskens.

Hausaufgaben für die Verantwortlichen

In Ruhe ausspannen wird die Mannschaft des Bundesliga-Aufsteigers aber nicht (BERICHT: Zum Auftakt gegen Bayern).

"Natürlich bekommen alle Spieler auch wieder Hausaufgaben auf und werden täglich einen Lauf absolvieren", sagte der Trainer, "wir wollen damit erreichen, dass sie nach einer Woche wieder hungrig auf die Kugel sind."

Hausaufgaben gibt es auch für die Verantwortlichen um Büskens und Präsident Helmut Hack.

Die Fürther suchen noch immer nach einem Nachfolger für den zu Eintracht Frankfurt abgewanderten Stürmer Olivier Occean. Rund 1,3 Millionen Euro spülte der Transfer in die Kasse.

Occean-Ersatz gesucht

Der kanadische Knipser hinterlässt eine Lücke, die es zu schließen gilt: 17 Tore erzielte er in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Damit hatte Occean maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Spielvereinigung.

Öffentlich wurde das Interesse der Fürther an dem Paderborner Nick Proschwitz.

Angeblich wäre der Aufsteiger bereit gewesen, eine Millionen Euro für den 25-Jährigen zu zahlen.

Wunschkandidaten nicht zu haben

Doch Proschwitz wechselt nun angeblich nach England ? zu Hull City, das 2,5 Millionen Euro für ihn geboten haben soll.

Auch die Bemühungen um den Dresdner Mickael Pote (27) scheinen ins Stocken geraten zu sein.

Die Sachsen wollen den Nationalspieler von Benin laut "Bild" erst bei einer Summe von zwei Millionen Euro abgeben.

Das ist dem Aufsteiger bei einem Jahresetat von 12 Millionen Euro wohl zu viel.

Ein kopfballstarker Angreifer fehlt

Dass noch kein neuer Angreifer gefunden wurde, darüber macht sich Coach Büskens keine Sorgen.

"Wir sind als Spielvereinigung finanziell nicht in der Lage, einen Stürmer zu holen, der alles kann", sagte Büskens zu den "Nürnberger Nachrichten": "Also müssen wir Typen haben, deren Stärken als Einzelkomponenten zusammenpassen. Und da fehlt uns sicher noch ein kopfballstarker Angreifer."

Spätestens zum nächsten Trainingslager am 26. Juli in Walchsee soll ein neuer Torjäger eingetroffen sein.

"King" Onuegbu ist zurück

Solange muss Büskens mit der Sturmreihe um Routinier Gerald Asamoah vorlieb nehmen.

Gegen unterklassige Gegner haben sich die Angreifer für die Saison mit fünf Kantersiegen bereits warmgeschossen.

Einer stach dabei ganz besonders heraus: Kingsley "King" Onuegbu.

Der 26-Jährige fehlte eineinhalb Jahre wegen anhaltender Knöchelprobleme. Sogar das Karriere-Ende drohte.

"Jedes Tor tut mir gut"

"Es ist einfach nur schön, wieder ohne Probleme spielen zu können. Jedes Tor, jede Vorlage tut mir gut", sagte Onuegbu.

In der Vorbereitung ist der Nigerianer bislang mit zehn Treffern äußerst treffsicher.

Trotzdem wollen die Verantwortlichen noch einen weiteren Stürmer verpflichten.

Restliche Dauerkarten verkauft

Wer das sein soll, ist derzeit noch unklar. Jedenfalls sollte es ein Mann sein, mit dem die Saisonziele zu erreichen sind.

"Der Aufstieg in die Bundesliga war das erste Wunder, das Drinbleiben wäre das zweite", gibt Hack die Richtung vor.

Die Vorfreude auf die kommende Spielzeit ist in Fürth bereits groß. Binnen sieben Stunden verkaufte der Klub am Samstag die verbliebenen 7000 von insgesamt 13000 Dauerkarten.

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