Zeterndem Rajkovic droht HSV-Rauswurf
Von Christian Stüwe
München - Der Hamburger SV weilt derzeit in Südkorea im Trainingslager und nimmt dort ab Freitag am Peace Cup teil
Allerdings geht es beim HSV weiterhin alles andere als friedlich zu, nun erhebt der suspendierte Slobodan Rajkovic schwere Vorwürfe gegen Trainer Thorsten Fink.
"Unser Trainer lügt", sagte der Innenverteidiger in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt": "Er hat zwei Gesichter. Und leider sehen das in der Mannschaft schon einige so." (DATENCENTER: Der Bundesliga-Spielplan)
"Nicht zu tolerieren"
Sportdirektor Frank Arnesen kündigte Konsequenzen an.
"Es ist nicht zu tolerieren, dass ein Spieler fünf Tage nach eigenem krassem Fehlverhalten unabgestimmt mit dem Verein solche Aussagen trifft", sagte Arnesen auf SPORT1-Nachfrage.
"Natürlich wird das Folgen für ihn haben" führte der Däne weiter aus: "Die besprechen wir in Ruhe intern."
Schlägerei beim Training
Rajkovic, hatte vor wenigen Tagen eine Schlägerei im Training mit Heung-Min Son ausgelöst, bei der Tolgay Arslan eine Platzwunde davontrug. ( Bericht)
Daraufhin wurde Rajkovic vom Training ausgeschlossen und durfte die Vorbereitungsreise nach Korea nicht antreten.
Nun behauptete der Serbe, die handfeste Auseinandersetzung sei nur ein Vorwand gesehen, um ihn auszusortieren.
Sein Aus beim HSV habe schon lange festgestanden, dass habe ihm Fink auch bestätigt.
Rajkovic: Fink wie ein Mädchen
"Ich wurde noch nie so oft und so lange angelogen", sagte der Serbe: "Dabei hätte der Trainer mir am Saisonende einfach nur sagen müssen, dass er mich nicht mehr braucht und ich mir einen neuen Verein suchen soll."
Rajkovic unterstellt Fink, kein direktes Gespräch mit ihm gesucht zu haben.
"Er hätte mir seine Entscheidung wie ein Mann mitteilen können und sie nicht wie ein Mädchen über Zeitungen lancieren müssen", schimpfte der Verteidiger.
Serbe vor dem Aus
Rajkovics Rauswurf dürfte nach dem Rüffel durch Arnesen beschlossene Sache sein. Dabei hatte der Sportchef noch am Dienstag ein Hintertürchen für den Verteidiger offen gelassen.
"Wir müssen sehr gut überlegen und auch abwägen, was wir machen. Boban ist ein Spieler der sehr viel Geld gekostet hat", sagte Arnesen in der "Hamburger Morgenpost" und ging damit auf Konfrontationskurs zu Fink, der eine Rückkehr Rajkovics ausgeschlossen hatte.
Töre vor Abschied
Währenddessen steht auch Gökhan Töre vor dem Abschied beim HSV.
Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler wird von Klubs aus Russland, Italien und der Türkei umworben.
Eine Einigung mit Rubin Kasan soll unmittelbar bevorstehen. (DIASHOW: Bundesliga-Transfermarkt)
Die Russen bieten eine Ablöse von vier Millionen Euro, von der allerdings die Hälfte an Chelsea gehen würde.


