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Verteidiger Slobodan Rajkovic (r.) mit Hamburgs Sportdirektor Fran Arnesen © getty

Der HSV-Verteidiger verteidigt seine Verbalattacke und glaubt, dass die Tür für ihn noch nicht zu ist. Seine Zukunft bleibt offen.

Von Björn Seitner

München - Die Aufregung um die Verbalattacke von Hamburgs Slobodan Rajkovic gegen Thorsten Fink geht weiter.

"Unser Trainer lügt. Er hat zwei Gesichter", hatte der Serbe gegen seinen Coach geschossen (Bericht).

Daraufhin waren ihm seitens des HSV Konsequenzen angedroht worden.

Nun äußerte sich der 23-Jährige erneut - und zeigte wenig Einsicht: "Was ich den Zeitungen erzählt habe, ist wahr, denn ich habe einfach meinen Gefühlen Ausdruck verliehen", sagte Rajkovic im Interview mit "Sky".

Er habe sich nur selbst schützen wollen, erklärte der Verteidiger weiter.

Rajkovic "offen für Gespräche"

Obwohl sein Rauswurf zur Debatte stand, hatten seine neuerlichen Aussagen wenig mit einer Entschuldigung gegenüber Fink zu tun.

Rajkovic hofft offenbar noch auf einen Verbleib beim HSV und glaubt, dass die Tür für ihn noch nicht zu sei.

"Ich bin immer offen für Gespräche", meinte Rajkovic, der im vergangenen Jahr von Sportdirektor Frank Arnesen nach Hamburg gelotst wurde 492198(DIASHOW: Bundesliga-Transfermarkt).

"Arnesen hat mich beruhigt"

Er müsse Arnesen in dem Fall danken, erklärte Rajkovic weiter: "Er hat mir viel geholfen und mich beruhigt."

Arnesen wollte die Angelegenheit eigentlich auf der Südkorea-Reise des Klubs klären, bleibt nun aber wegen Transferverhandlungen in Hamburg (DATENCENTER: Die Sommerfahrpläne).

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Gegenüber SPORT1 hatte der Däne am Mittwoch klare Worte gefunden: "Es ist nicht zu tolerieren, dass ein Spieler fünf Tage nach eigenem krassem Fehlverhalten unabgestimmt mit dem Verein solche Aussagen trifft."

"Natürlich wird das Folgen für ihn haben", hatte Arnesen angekündigt.

Entscheidung erst nach dem 22. Juli

Zu beunruhigen scheint das Rajkovic allerdings wenig: "Ich habe die Wahrheit gesagt, also muss ich mir keine Sorgen machen."

Der Serbe betonte jedoch, dass er für Gespräche mit Fink "mehr als offen" sei - das Tischtuch scheint also noch nicht vollends durchschnitten: "Wenn er reden will, bin ich bereit."

Eine engültige Entscheidung in der Angelegenheit wird es wohl erst nach dem 22. Juli geben, dann kehren die Norddeutschen aus Südkorea zurück.

Kann sich der HSV eine Kündigung leisten?

Bereits vor wenigen Tagen hatte sich Rajkovic eine Trainings-Schlägerei mit Heung-Min Son geleistet, bei der Tolgay Arslan eine Platzwunde davontrug (Bericht).

Von Fink war er daraufhin suspendiert worden.

Eine fristlose Kündigung wird sich der Klub aber gut überlegen, denn dies wäre gleichbedeutend mit dem Verlust einer möglichen Ablösesumme.

Für zwei Millionen Euro war Rajkovic 2011 vom FC Chelsea gekommen.

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